Rausgehen. Entdecken. Machen.
Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Wald, Wiesen und Feldwege waren für mich schon immer mehr als Landschaft – sie waren Abenteuerspielplatz, Rückzugsort und Lernraum zugleich. Aus der kindlichen Neugier, die Umgebung zu entdecken, ist eine Lebenseinstellung geworden: rausgehen, Dinge ausprobieren, Neues entdecken und aus Ideen Erlebnisse machen.
Dabei muss ein Abenteuer nicht tausende Kilometer entfernt beginnen. Oft reicht die Haustür. Ein Rucksack, ein paar Freunde, ein Plan – oder manchmal auch einfach kein Plan.
Meine größte Leidenschaft gilt bis heute der Natur, der Jagd und allem, was Menschen nach draußen bringt.
Jagd als Leidenschaft und Schule fürs Leben
Mit der Jagd bin ich früh aufgewachsen. Nach dem Jugendjagdschein wurde sie endgültig zu einem festen Bestandteil meines Lebens. Im väterlichen Revier mit mehr als 900 Hektar an der Grenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein konnte ich mich früh praktisch mit der Jagd auseinandersetzen.
Dort habe ich nicht nur das Handwerk der Jagd kennengelernt, sondern vor allem gelernt, ein Revier zu lesen, Zusammenhänge zu verstehen und Verantwortung zu übernehmen.
Diese praktische Erfahrung begleitet mich bis heute. Für mich ist Jagd weit mehr als das eigentliche Jagen. Sie bedeutet Natur beobachten, Lebensräume gestalten, Verantwortung übernehmen, Wissen weitergeben und gemeinsam mit anderen Zeit draußen zu verbringen.
Vom Pfadfinder zum Veranstalter
Schon als Jugendgruppenleiter bei den Pfadfindern gehörten Ausfahrten, Geländespiele und Seminare für mich ganz selbstverständlich dazu. Aus ersten Veranstaltungen im kleinen Kreis wurde irgendwann mehr.
Meine Naturverbundenheit und mein Interesse daran, Menschen für Natur und Jagd zu begeistern, führten mich zur JugendPROnatur, dem Vorläufer der heutigen Jungen Jäger Schleswig-Holstein des Landesjagdverbandes Schleswig-Holstein e. V.
Neun Jahre lang war ich dort als 2. Vorsitzender tätig. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Veranstaltungen und Projekte entwickelt, organisiert und durchgeführt.
Mit zunehmender Erfahrung wurden auch die Veranstaltungen größer und professioneller. Irgendwann war klar: Aus der Leidenschaft war längst ein eigenes Tätigkeitsfeld geworden.
green-activity – aus Leidenschaft wird Unternehmen
Am 1. Oktober 2016 gründete ich green-activity.
Der Name sollte all das vereinen, was mich bis heute antreibt: Natur, Outdoor, Jagd, Sport, Gemeinschaft und die Idee, Menschen tatsächlich nach draußen zu bringen.
Seitdem entstehen und begleiten mich unterschiedlichste Veranstaltungen – von Schießveranstaltungen und Outdoor-Messen über Jagd- und Charity-Events bis hin zu Reisen, Seminaren und außergewöhnlichen Outdoor-Projekten.
Dabei war mir eines immer besonders wichtig:
Nicht nur darüber reden. Rausgehen und machen.
Jungjäger begleiten – Wissen weitergeben
Von 2015 bis 2022 war ich Leiter des Hegelehrreviers der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg.
Für mich war das eine der spannendsten und zugleich wertvollsten Aufgaben.
Viele der Jungjäger, die ins Lehrrevier kamen, stammten nicht aus jagdlichen Familien. Sie hatten zwar die Prüfung bestanden, standen danach aber häufig vor der eigentlichen Herausforderung:
Wie funktioniert Jagd in der Praxis?
Wie lerne ich ein Revier kennen? Was gehört zur Grundausstattung? Wie verhalte ich mich bei der ersten Jagd? Was muss ich selbst können und wo brauche ich Unterstützung?
Genau hier wollte ich ansetzen.
Die Jungjäger wurden über einen längeren Zeitraum begleitet, konnten praktische Erfahrungen sammeln und wurden Schritt für Schritt an den Jagdalltag herangeführt. Dabei ging es nicht nur um jagdliches Wissen, sondern ebenso um Ausrüstung, Sicherheit, Revierarbeiten, Gemeinschaft und die Integration in die Jägerschaft.
Viele begannen im Lehrrevier zunächst ohne eigene Waffe oder Fernglas. Dadurch entstand ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit: praxisnahe Beratung bei der Auswahl und Nutzung von Ausrüstung.
Mein Ansatz war dabei immer einfach:
Vom Jäger für den Jungjäger.
Rund zehn Jungjäger pro Jahr konnten nach ihrer Zeit im Lehrrevier in Reviere im Kreis vermittelt werden.
Verantwortung am Schießstand
Parallel dazu war ich von 2015 bis 2019 Schießobmann der Kreisjägerschaft Herzogtum Lauenburg und leitete in dieser Funktion den Schießstand Mölln.
Die Aufgabe endete, als der Pachtvertrag nicht verlängert wurde und die Zukunft des Schießstandes zunächst ungewiss war.
Die Kombination aus jagdlicher Praxis, Schießwesen, Ausbildung und Organisation hat meinen Blick auf das Thema Jagd nachhaltig geprägt.
Wissen, das draußen funktioniert
In den vergangenen Jahren habe ich zahlreiche Seminare und Veranstaltungen organisiert und durchgeführt. Dabei steht für mich nicht die Theorie allein im Mittelpunkt, sondern immer die Frage:
Was hilft dem Teilnehmer tatsächlich, wenn er morgen draußen steht?
Dazu gehörten unter anderem Seminare zu:
Nachsuche, Pirschzeichen und Verhalten nach dem Schuss
Erster Hilfe für Hund und Mensch
Erster Hilfe bei der Drückjagd
Wildbrethygiene – vom Schuss bis auf den Teller
Waffenpflege und Einschießen
Präziser Büchsenschuss im Revier und auf der Jagd
Longrange-Schießen
Zerwirken von Wildbret
Reviereinrichtungen und UVV
Wildäckern und Blühstreifen
Fallenjagd
Revierarbeiten mit der Kettensäge
Vorbereitung von Drückjagden
Nisthilfen und Artenvielfalt
Revierkarten und Reviermanagement
Bewegungsjagd und Schießkino
Wolf und Wildtiermanagement
Veranstaltungen mit tausenden Teilnehmern
Aus kleinen Ideen sind im Laufe der Jahre Veranstaltungen mit mehreren hundert bis weit über tausend Teilnehmern entstanden.
Dazu gehören unter anderem:
Jägersilvester – Party, ca. 1.000–1.500 Teilnehmer
Green Activity Day – Outdoor-Messe, ca. 1.500 Teilnehmer
Jagawiesn – Party, ca. 350–450 Teilnehmer
Camp Hohenhorn – Schießveranstaltung, ca. 30–60 Teilnehmer
Fieldsports Team Challenge – Mitveranstalter, ca. 120 Teilnehmer
Greenactivity Cup – Schießveranstaltung, ca. 50 Teilnehmer
Equi Saltare – Veranstaltung für Reiter, ca. 600 Teilnehmer
Jägersilvester Cup – Schießveranstaltung, ca. 100 Teilnehmer
Fort Zabice, Polen – Flinten-Cup, ca. 60 Teilnehmer
Archery Attack – Bogen-Geländespiel, ca. 30 Teilnehmer
Was all diese Veranstaltungen verbindet, ist weniger das Format als vielmehr die Idee dahinter:
Menschen zusammenbringen, gemeinsam etwas erleben und Erinnerungen schaffen.
Engagement, das zurückgibt
Veranstaltungen sollen für mich nicht nur unterhalten. Wenn sich die Möglichkeit bietet, soll auch etwas zurückgegeben werden.
Mit „Wilde Weihnachten“ im Uhlenkolk in Mölln wurde beispielsweise eine Charity-Veranstaltung für einkommensschwache Familien organisiert. Rund 200 Kinder und etwa 400 Erwachsene konnten dabei erreicht werden. Bis Corona fanden die Wilde Weihnachten regelmäßig statt.
Darüber hinaus konnten aus Tombolas und Aktionen Spenden für verschiedene Organisationen gesammelt werden, unter anderem für:
Ahrkids&Friends – 10.000 €
Kitzretter Schleswig-Holstein – 1.000 €
Pferdegnadenhof Friedrichsruh – 100 €
verschiedene weitere Organisationen – 400 €
Für mich ist das ein wichtiger Teil von Veranstaltungen: Wenn viele Menschen zusammenkommen, kann daraus mehr entstehen als nur ein schöner Tag.
Unterwegs statt nur davon erzählen
Reisen gehören für mich seit vielen Jahren genauso dazu wie Jagd und Veranstaltungen.
Gemeinsam mit Gruppen von sechs bis acht Teilnehmern habe ich Wander-, Kanu- und Jagdreisen organisiert und durchgeführt.
Wandern
2007 – Deutschland: Burgentour Rhein/Mosel
2008 – Deutschland/Tschechien: Dresden – Prag
2009 – Schottland: Fort William – Inverness
2010 – Frankreich: Normandie
2011 – Irland: Limerick – Dingle – Killarney
2019 – Österreich: Alpenrausch & Edelweißtour
Kanu
2012 – Schweden, Småland
2014 – Schweden, Småland
2015 – Schweden, Småland
2016 – Schweden, Värmland-Floß-Tour
Reisen mit jagdlichem Schwerpunkt
2017 – Spanien: Toledo, Jagdreise
2018 – Namibia: Gruppenreise Otjiruze
2020 – Irland: Jagdreise Black Valley
2021 – Namibia: Gruppenreise mit Schießveranstaltungen
2022 – Österreich/Deutschland: Wandern & Dornsberg
2023 – Namibia: Gruppenreise Outjo
2024 – Namibia: Gruppenreise mittleres Namibia
2025 – Südschweden: Jagd in Dalarna auf Auerhahn
2025 – Namibia: Gruppenreise nördliches Namibia
2025 – Südschweden: Jagd im Götaland auf Dam-, Schwarz-, und Rehwild
2026 – Namibia: Gruppenreise Südliches und nördliches Namibia
2026 – Südschweden: Jagd im Götaland auf Dam-, Schwarz-, und Rehwild
Diese Reisen haben meinen Blick auf Jagd, Natur und Menschen ebenfalls geprägt. Andere Länder, andere Landschaften, andere jagdliche Traditionen – und immer wieder die Erkenntnis, dass man am meisten lernt, wenn man selbst mittendrin ist.
Beruflich zwischen Technik und Verwaltung
Hauptberuflich bin ich Druck- und Medientechniker und arbeite heute als Einkäufer in der Kommunalverwaltung meiner Heimatstadt.
Damit treffen bei mir unterschiedliche Welten aufeinander: technisches Verständnis, Organisation, Beschaffung, Veranstaltungsmanagement, Kommunikation und die praktische Arbeit draußen.
Vielleicht ist genau diese Mischung das, was mich ausmacht.
Ich komme aus der Natur, denke organisatorisch, plane Veranstaltungen, interessiere mich für Technik und Ausrüstung und bin am liebsten dort, wo etwas passiert.
Was mich heute antreibt
Nach vielen Jahren, unzähligen Veranstaltungen, Reisen, Seminaren und Begegnungen ist eines geblieben:
Die Neugier.
Neugier auf neue Orte.
Neugier auf neue Menschen.
Neugier auf Technik und Ausrüstung.
Neugier auf die Natur.
Und vor allem die Neugier, Dinge selbst auszuprobieren.
Ich bin überzeugt davon, dass man vieles nicht aus Katalogen oder aus dem Internet lernen kann.
Man muss raus.
Man muss ausprobieren.
Man muss Fehler machen.
Man muss Erfahrungen sammeln.
Und manchmal muss man einfach den Rucksack packen und losgehen.
Raus und machen.
Das ist für mich kein Slogan, sondern seit vielen Jahren eine Lebenseinstellung.
Rausgehen. Entdecken. Machen.
Ich bin auf dem Land aufgewachsen. Wald, Wiesen und Feldwege waren für mich schon immer mehr als Landschaft – sie waren Abenteuerspielplatz, Rückzugsort und Lernraum zugleich. Aus