Jungjägerpaket : Repetierer Huglu Ovis2 in .308 Win + Alpen Apex LT Gen2 2-12x44 + Picatinny Ring Montage

Sebastian Seeliger
11 Min. Lesezeit
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Endlich Jagdschein – und jetzt?

Der Jagdschein ist geschafft. Nach Monaten des Lernens, Prüfungen und Schießstand steht endlich das ersehnte Dokument in der Hand. Ein richtig guter Moment – bis man merkt: Jetzt geht es eigentlich erst los.

Wer nicht gerade aus einem Jägerhaushalt kommt und die Waffen, den Waffenschrank und jede Menge Ausrüstung vom Vater, Großvater oder einem anderen erfahrenen Jäger übernehmen kann, steht plötzlich vor einer ziemlich langen Einkaufsliste.

Der erste Gedanke: Ein Waffenschrank muss her.

Und dann kommen die Fragen. Jede Menge Fragen.

Welche Waffe brauche ich eigentlich?
Welches Kaliber passt zu mir und zu dem Wild, das ich bejagen möchte?
Welches Zielfernrohr ist sinnvoll?
Brauche ich eine Montage, ein Zweitmagazin oder weiteres Zubehör?
Was gehört wirklich zur Grundausstattung – und was kann ich mir erst einmal sparen?

Dazu kommen Jagdbekleidung, Schuhe, Rucksack, Gehörschutz, Optik, Messer, Taschenlampe und vieles mehr. Die Liste scheint schnell größer zu werden, während gleichzeitig das Budget eines frischgebackenen Jungjägers meist nicht unendlich ist.

Und genau hier wird es schwierig: Man möchte vernünftig kaufen, schließlich soll die Ausrüstung zuverlässig funktionieren. Gleichzeitig fehlt gerade am Anfang oft die Erfahrung, um beurteilen zu können, welche Produkte wirklich wichtig sind und wo man vielleicht einfach nur Geld für Dinge ausgibt, die man später kaum nutzt.

Der Einstieg in die Jagd sollte deshalb nicht zur Materialschlacht werden.

Gerade als Jungjäger ist es sinnvoll, sich zunächst auf eine solide Grundausstattung zu konzentrieren. Dinge, die zuverlässig funktionieren, zum eigenen Jagdalltag passen und mit denen man Erfahrungen sammeln kann. Denn vieles, was man in Katalogen und auf Messen entdeckt, bekommt erst dann einen wirklichen Sinn, wenn man selbst einige Zeit draußen unterwegs war.

Für mich war deshalb die wichtigste Frage nicht: „Was kann ich alles kaufen?“

Sondern:

„Was brauche ich wirklich, um gut, sicher und sinnvoll in meine erste Jagdsaison zu starten?“

Genau bei dieser Frage beginnt die Suche nach der richtigen Ausrüstung.

Genau dort möchte ich anknüpfen und meine eigenen Erfahrungen weitergeben.

Über die Jahre hatte ich mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Jagdwaffen zu tun – von gebrauchten Klassikern wie Sauer 80 und 90, Mauser 66 und M98 über Steyr Mannlicher bis hin zu Zoli Bavaria und vielen weiteren Modellen. Dabei habe ich für mich festgestellt: Es muss nicht immer die neueste Repetierbüchse sein. Auch eine gut erhaltene gebrauchte Waffe oder eine klassische kombinierte Waffe kann ihren ganz eigenen Charme haben und für den jeweiligen Einsatzzweck absolut sinnvoll sein.

Deshalb geht es mir bei der Auswahl nicht darum, eine bestimmte Marke oder ein bestimmtes System zu empfehlen. Für mich steht vielmehr die Frage im Mittelpunkt:

Was passt zu dem jeweiligen Jäger?

Wo und wie wird gejagt? Welche jagdlichen Anforderungen bestehen? Welche Erfahrungen sind bereits vorhanden? Und natürlich: Was lässt das eigene Budget zu?

Immer wieder kommt dabei auch der Wunsch nach einer neuen Waffe auf. Deshalb schaue ich mich auch in diesem Bereich regelmäßig um. Für mich ist es dabei interessant, unterschiedliche Preisbereiche miteinander zu vergleichen – vom eher günstigen Einstieg über das mittlere Preissegment bis hin zu hochwertigen High-End-Lösungen.

Gerade bei Jungjägern aus meinem Umfeld stelle ich aktuell eine große Nachfrage nach preislich attraktiven Neuwaffen fest. Das hat mich neugierig gemacht.

Über einen Freund, der als Großhändler in diesem Bereich tätig ist, bin ich schließlich auf ein entsprechendes Angebot und eine interessante Kombination gestoßen.

Ich habe mich entschieden, dieses Setup selbst zu kaufen und auszuprobieren. Nicht, um es von vornherein zu empfehlen oder schlechtzureden, sondern um mir ganz einfach selbst ein Bild davon zu machen.

Deshalb möchte ich zunächst zeigen, was man für sein Geld bekommt. Ich werde die Optik selbst montieren, die Waffe einschießen und die ersten Schüsse damit auf dem Schießstand beziehungsweise im Schießkino machen.

Alles Weitere kommt danach. Denn eine wirkliche Einschätzung lässt sich meiner Meinung nach nicht nach ein paar Schüssen oder einem ersten Eindruck treffen. Dafür muss eine Ausrüstung mit in den tatsächlichen jagdlichen Alltag.

Insbesondere achte ich auf folgende Punkte:

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Verarbeitung und Materialanmutung
  • Gewicht und Handhabung
  • Kaliber und Einsatzzweck
  • erzielte Präzision
  • mitgeliefertes und verfügbares Zubehör
  • möglicher Verschleiß
  • erkennbare Schwachstellen
  • Erfahrungen bei längerer Nutzung
  • zu erwartender Wiederverkaufswert, beispielsweise nach fünf Jahren

Ich möchte die Kombination deshalb nicht nur auf dem Schießstand betrachten, sondern möglichst vielseitig einsetzen und dabei unterschiedliche Situationen kennenlernen – vom Ansitz am Tag über Morgen- und Abendansitz bis hin zur Nachtjagd mit einem entsprechenden Vorsatzgerät.

Dazu kommen das Schießkino, die Drückjagd als Standschütze, die Drückjagd als Hundeführer und, soweit sich die Gelegenheit ergibt, auch die Nachsuche.

Für die ersten 100 Schuss möchte ich bewusst etwas Zeit investieren und verschiedene Situationen auf dem Schießstand beziehungsweise im Schießkino abbilden. Dabei geht es mir vor allem darum, einen ersten Eindruck von der Präzision, Handhabung und dem Verhalten der Kombination zu bekommen.

Die Optik werde ich selbst montieren und die Waffe selbst einschießen. Wer damit keine Erfahrung hat, sollte aus meiner Sicht unbedingt den Weg zum Büchsenmacher wählen. Einige Büchsenmacher oder Händler werden sicherlich ein Rund um Sorglos Paket anbieten - eine fertig montierte Büchse, eingeschossen mit der gewünschten Munition in Bleifrei oder wo es erlaubt ist, auch mit bleihaltiger Munition.

 Ich werde verschiedene Fabrikmunitionen testen und anschließend nach etwa 100 Schuss die Waffe zerlegen und reinigen.

Und ganz wichtig: Das hier ist kein Test nach dem Motto „nach zehn Schuss ist alles klar“.

Ich möchte meine Erfahrungen Schritt für Schritt dokumentieren und dabei auch offen ansprechen, wenn etwas nicht funktioniert, mir nicht gefällt oder sich im Laufe der Nutzung als Schwachstelle herausstellt.

Genauso gehört für mich dazu, positive Punkte zu benennen, wenn mich etwas überrascht oder die Kombination in der Praxis besser funktioniert als erwartet.

Am Ende soll dabei keine Kaufempfehlung um jeden Preis stehen, sondern eine möglichst ehrliche und nachvollziehbare Erfahrung aus der Praxis.

Denn gerade als Jungjäger ist es hilfreich, nicht nur zu lesen, was eine Waffe können soll, sondern auch zu sehen, wie sie sich tatsächlich im jagdlichen Alltag schlägt.

Das ist das Angebot, welches derzeit einigen Händlern, die Partner von der Firma Huntex sind:

Ich habe die Preise erstmal bewußt weggelassen, da es verschiedene Varianten beim Schaft etc. gibt. Das Paket, für das Ich mich entschieden habe, kostet 1.199,00€ Brutto

Huntex Jungjäger-Paket umfasst

  • Huglu Ovis G2 Repetierbüchse, Kaliber .308 Win
  • Alpen Apex LT Gen2 Zielfernrohr, 2–12x44 mit A4-Absehen
  • Picatinny-Ringmontage
  • Flip-Up-Zielfernrohrdeckel
  • M14x1 Mündungsgewinde
  • 51cm Lauf

Huglu Ovis G2

Die Huglu Ovis G2 ist eine Repetierbüchse mit Remington-700-Kompatibilität. Sie verfügt über einen verstellbaren Abzug mit einem einstellbaren Abzugsgewicht von etwa 650 bis 2.400 g.

Zur Ausstattung gehören ein 3-Schuss-Magazin und ein 5 Schuss Magazin im AICS-Format. Grössere Magazin sind als zusätzliches Zubehör erhältlich.

Alpen Apex LT Gen2

Das Zielfernrohr bietet einen 2- bis 12-fachen Vergrößerungsbereich bei einem Objektivdurchmesser von 44 mm und verfügt über ein A4-Absehen.

Eine Besonderheit ist die Möglichkeit, den Präzise-Jagen-Adapter für ein Vorsatzgerät direkt am Zielfernrohr zu befestigen. Dadurch entfällt bei der entsprechenden Montage das zusätzliche Anklemmen des Adapters.

 

Alles auf einen Blick

Das Paket kombiniert Büchse, Zielfernrohr und Montage zu einer aufeinander abgestimmten Ausstattung. Für die konkrete Auswahl, Montage, Einstellung und sichere Nutzung der Ausrüstung sind die gesetzlichen Vorgaben, die Herstellerangaben sowie eine fachkundige Einweisung zu beachten.

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