Inhalt
- Wärmebildgerät im Taschenformat – Test & Praxisbericht
- Technische Daten – ThermTec Cyclone 625
- Was macht das Cyclone 625 besonders?
- Das Sichtfeld – das Killer-Feature für die Pirsch
- Stärken auf einen Blick
- Praxistest: Rehwild, Marder, Regen
- Rehwild auf 200 Metern
- Marder auf 60 Metern – Feinstrukturen
- Regen – IP67 sei Dank
- Cyclone 625 vs. Wild 650 DL
- Fazit
Wärmebildgerät im Taschenformat – Test & Praxisbericht
MaximTac Redaktion | Kategorie: Wärmebild- und Nachtsichttechnik
Zwei Wärmebildhandgeräte – eine entscheidende Gemeinsamkeit: die 25 mm Brennweite auf einem 640×512 Pixel Sensor. Das ThermTec Wild 650DL besitzt darüber hinaus noch eine 50 mm Option, aber das Cyclone 625 ? Das macht etwas ganz anderes – es ist klein, leicht und beeindruckt mit dem, was im Inneren steckt. Das Gerät wurde ausführlich getestet und mit auf die Pirsch genommen. Hier die Eindrücke.
Technische Daten – ThermTec Cyclone 625
| Eigenschaft | Wert |
| Sensor | 640 × 512 Pixel (Vanadiumoxid, 12 µm Pixel-Pitch) |
| NETD-Wert |
< 20 mK (Temperaturempfindlichkeit)
|
| Objektiv | 25 mm F1.0 |
| Sichtfeld (100 m) | 30,6 m Breite |
| Erkennungsreichweite | bis ca. 1.300 m (laut Hersteller) |
| Display | AMOLED 1024 × 768 Pixel, 1200 DPI |
| Gewicht | 260 g |
| Akku | Standard 18650, ca. 5–6 h (Normal) / 8 h (Öko) |
| Schutzklasse | IP67 (staub- und wasserdicht) |
| Stativgewinde | ¼ Zoll |
| Farbmodi | Weißheiß, Schwarzheiß, Gelb-Heiß u.a. |
Was macht das Cyclone 625 besonders?
Wenn man das Gerät das erste Mal in der Hand hält, kommt sofort ein Lächeln. Es ist mega kompakt und extrem leicht. 260 Gramm – das ist eine Aussage. Du kannst es einfach in die Jackentasche stecken oder um den Hals hängen und hast es jederzeit griffbereit, ohne dass es stört. Für die Pirsch ist das ein riesiger Vorteil.
Was aber wirklich überrascht: Trotz der kleinen Größe steckt ein 640×512 Pixel Sensor mit NETD < 20 mK drin. Das ist die gleiche Sensorklasse, die man sonst in deutlich teureren und sperrigeren Geräten findet. 20 Millikelvin Temperaturempfindlichkeit bedeutet: der Sensor löst selbst kleinste Temperaturunterschiede auf. Das Ergebnis ist ein klares, detailreiches, scharfes Bild – auch auf mittlere Distanzen.
Dazu kommt ein leistungsfähiger Prozessor, der das Bild in Echtzeit verarbeitet. Kein Nachziehen, keine Latenz, wenn du schwenkst. Das Display ist ein AMOLED mit 1024×768 Pixel und 1200 DPI – das Bild, das der Sensor liefert, kommt also auch wirklich scharf ans Auge.
Das Sichtfeld – das Killer-Feature für die Pirsch
Ein 25 mm F1.0 Objektiv auf einem 640er Sensor ergibt ein Sichtfeld von 30,6 Metern auf 100 Metern Entfernung. Das ist enorm breit. Wenn du pirscht und Wild wechselt, willst du den Überblick behalten – genau dafür ist das Cyclone 625 gemacht.
Wer dagegen hauptsächlich auf dem Hochsitz sitzt und auf 200+ Meter beobachten will, der braucht eine längere Brennweite – z.B. 50 mm. Aber fürs aktive Pirschen? Das Cyclone 625 ist hier schwer zu schlagen.
Stärken auf einen Blick
- 640×512 Pixel Sensor mit NETD < 20 mK – top Bildqualität
- Riesiges Sichtfeld 30,6 m auf 100 m – ideal für die Pirsch
- Nur 260 g – echtes Taschenformat, jederzeit griffbereit
- Standard 18650 Akku – kein Herstellerlock-in, 5–8 Stunden Laufzeit
- IP67 – kein Problem bei Regen
- AMOLED Display mit 1200 DPI – scharfes Bild
- Kein Nachziehen durch schnellen Prozessor
- Kein Zoomwechsel (nur 25 mm) – nicht ideal für große Distanzen
Praxistest: Rehwild, Marder, Regen
Rehwild auf 200 Metern
Zu Beginn der Pirsch: Rehwild auf 200 Metern am Waldrand, direkt einstöcke, Dämmerung. Das Cyclone liefert vom Vordergrund bis in den Hintergrund eine tadellose Schärfe bei ausgewogenen Kontrasten. Der 12-Mikrometer Pixel-Pitch macht sich hier direkt bemerkbar – die Strukturen bleiben fein aufgelöst, kein Rauschen, kein Matschbild. Für das Gerät ein entspannter Spaziergang, laut Hersteller reicht die Erkennungsreichweite bis ca. 1.300 Meter.
Marder auf 60 Metern – Feinstrukturen
Dann ein Marder auf 60 Metern, eifrig auf Mäusejagd. Auf kurze Distanz zeigt das Cyclone 625, was wirklich in ihm steckt: feinste Strukturen werden klar aufgelöst. Das ist auch genau der Abend, an dem der goldene Farbmodus (Gelb-Heiß) ausprobiert wurde – und seitdem will man ihn nicht mehr hergeben. Im Wild- und Hundforum schwören viele Nutzer des Cyclone 625 ebenfalls auf diesen Modus.
Regen – IP67 sei Dank
Dann der Regen. Das Cyclone 625 zuckt nicht einmal mit der Linse. IP67 bedeutet: vollständig staub- und wasserdicht. Auch bei ordentlichem Niederschlag auf 100 Metern noch ein sauberes, klares Bild.
Cyclone 625 vs. Wild 650 DL
Beide Geräte teilen sich die 25 mm Brennweite und den 640er Sensor. Das Wild 650 DL kann darüber hinaus per Rad auf 50 mm Brennweite umschalten – das macht es zum Allrounder, der auch auf größere Distanzen detailreich beobachten kann.
Das Cyclone 625 dagegen setzt voll auf Kompaktheit und Mobilität. Es ist kein Feldspezialist und soll es auch nicht sein. Aber wenn du viel pirscht und wenig auf dem Hochsitz sitzt – dann ist das Cyclone 625 mit Sicherheit ein heißer Kandidat.
| ThermTec Cyclone 625 | ThermTec Wild 650 DL |
| Ideal für Pirsch & Wald | Allrounder: Pirsch + Feld |
| 260 g – ultraleicht | Schwereres Gerät |
| Festes 25 mm Objektiv | 25 mm UND 50 mm (umschaltbar) |
| Riesiges Sichtfeld | Für größere Distanzen geeignet |
| Taschenformat | Größeres Format |
Fazit
Das Cyclone 625 ist kein Kompromiss-Gerät – es ist ein Spezialist für die Pirsch. ThermTec hat hier konsequent eine Entscheidung getroffen: maximale Sensorqualität in kleinstem Gehäuse, für den Jäger, der viel läuft und schnell reagieren muss. Das 30,6 m Sichtfeld, der 640er Sensor mit unter 20 mK und das AMOLED-Display sorgen dafür, dass man nichts vermisst – auch wenn man keinen Feldspezialist hat.
260 Gramm. Standard-Akku. IP67. Das sind Argumente.