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Vergleich der Premium Wärmebildkameras

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In diesem Test haben wir uns auf die Bildqualität von fünf Wärmebildkameras aus dem Premium Segment konzentriert. Dabei haben wir aktuelle Geräte der gängigen Hersteller ausgewählt. Technische Besonderheiten und andere Features wurden vorerst außer Acht gelassen.

Die Teilnehmer sind die folgenden Wärmebildkameras:


- Das älteste Gerät: Das Pulsar Helion 2 XP50 Pro - Eine der meistverkauften 50er Wärmebildkameras auf dem Markt.


- Das Infiray Unique UH50.


- Das neueste Wärmebildgerät von Liemke - Das Keiler 2.


- Die Falcon-Serie von Hikmicro - Das Falcon FQ50.


- Das brandneue ThermTec Cyclops 650D.


Alle fünf Wärmebildkameras sind Premium-Modelle ihrer jeweiligen Hersteller. Sie verfügen über eine 50er Frontlinse, einen 640er Detektor und in den meisten Fällen einen 12 Mikron-Pixel-Pitch.


Aufbau des Vergleichs

Für den Vergleich der Wärmebildgeräte haben wir uns in einem Revier befunden, von dem aus eine gute Sicht über weite Strecken möglich war. Auf einer Entfernung von 80 bis 450 Metern haben wir Rotwild und Damwild gefilmt. Alle Wärmebildkameras waren auf einem Stativ montiert und in dieselbe Richtung ausgerichtet.

Beim Keiler 2 gab es keine Stativaufnahme. Daher haben wir versucht, es zwischen zwei anderen Geräten so zu positionieren, dass es in die gleiche Richtung zeigt und dasselbe Bild erfasst. Gelegentlich ist das Bild etwas schief, da das Keiler 2 leicht verrutscht ist. Da der Test unter realen Bedingungen im Freien stattfand, wurde der Versuch bei Nacht durchgeführt, sodass keine störende Sonneneinstrahlung vorhanden war. Alle Wärmebildkameras hatten dieselben Bedingungen.

Am Test waren drei Personen beteiligt, die gemeinsam versuchten, das beste Bild auf den Geräten einzustellen. Die Einstellungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen angepasst, sodass jeder von uns einstimmig feststellen konnte, dass diese Einstellung das bestmögliche Bild liefert.


Szenenvergleich und Bewertung

In der ersten Szene sehen wir das Rot- und Damwild auf 450 Metern Entfernung. Die Bilder sind relativ klein, da die Videodateien der Geräte eine geringe Auflösung haben. Wir präsentieren die Bilder in ihrer Originalauflösung zur direkten Vergleichbarkeit. Das Pulsar Helion 2 XP50 Pro liefert ein sehr gutes Bild, obwohl es die älteste Wärmebildkamera ist. Es sind immer noch viele Details erkennbar, aber das Bild ist insgesamt im Vergleich etwas körniger. Dennoch ist zweifelsfrei erkennbar, dass es sich um Rotwild handelt.

Pulsar Helion 2 XP50 Pro Rotwild 450 m


Das Hikmicro Falcon FQ50 zeichnet sich durch kontrastreiche und detaillierte Bilder aus. Es bietet ein wirklich grandioses Bild mit klaren Kanten und keinen unscharfen Übergängen. Mit dem Hikmicro Falcon FQ50 konnten die meisten Details am Wildkörper erkannt werden und man konnte die Läufe des Rotwildes klar voneinander unterscheiden und abgrenzen, was mit anderen Wärmebildkameras auf dieser Entfernung nicht möglich war.

Hikmicro Falcon FQ50 Rotwild 450 m


Unserer Meinung nach zeigt das Liemke Keiler 2 das ausgewogenste Bild. Es bietet eine klare Abgrenzung, angenehmen Kontrast und Helligkeit.

Liemke Keiler 2 Rotwild 450 m


Mit dem Infiray Unique UH50 hatten wir Schwierigkeiten, es so einzustellen, dass alle mit den Bildeinstellungen zufrieden waren. Dennoch erkennt man auf dem Bild eindeutig das Rotwild, aber die Kanten der Wärmequellen sind nicht so scharf wie bei anderen Wärmebildkameras.

Infiray Unique UH50 Rotwild 450 m


Das ThermTec Cyclops 650D bietet eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten. Es erfordert etwas Zeit, sich damit vertraut zu machen, liefert dann aber gute Ergebnisse. Es kann jedoch nicht mit den Top 3 des Vergleichs mithalten und liegt eher im Mittelfeld.

ThermTec Cyclops 650D Rotwild 450 m


In der nächsten Szene sind wir näher am Damwild, zwischen 80 und 100 Metern. Hier zeigen sich erneut die Vorzüge der verschiedenen Geräte.

Das Hikmicro Falcon FQ50 liefert unserer Meinung nach die besten Kontraste und Details.

Hikmicro Falcon FQ50


Das Liemke Keiler 2 und das Pulsar Helion 2 XP50 Pro teilen sich den zweiten Platz. Beachtenswert ist, dass das XP50 Pro bereits etwa drei Jahre alt ist, während die anderen Geräte deutlich neuer sind. Daher ist es erstaunlich, dass es noch so gut mit den neuen Wärmebildkameras mithalten kann.

Liemke Keiler 2
Pulsar Helion 2 XP50 Pro

Den dritten Platz teilen sich das Infiray Unique UH50 und das ThermTec Cyclops 650D.

ThermTec Cyclops 650D

Natürlich gibt es noch viele weitere Kriterien, die in die Wertung einfließen können, wie Akkulaufzeit, Verfügbarkeit von Software-Updates und Serviceleistungen. Auch Gewicht und Größe spielen eine Rolle, wurden jedoch in unserer Bewertung nicht berücksichtigt. Hätten wir dies getan, wäre das Liemke Keiler 2 aufgrund seiner kompakten Größe und des geringen Gewichts der klare Gewinner, da es trotzdem eine hervorragende Abbildungsleistung bietet.

Wir haben in diesem Test auch nicht die Abbildungsleistung bei schlechtem Wetter wie Regen und Nebel betrachtet. Hier zeigen sich bei einigen Wärmebildkameras deutliche Unterschiede. Zum Beispiel konnten wir feststellen, dass das Infiray Unique UH50 deutlich mehr Wärmequellen detektiert hat als das Liemke Keiler 2. Dies ist ein großer Vorteil, wenn man unter schlechten Wetterbedingungen arbeitet.

Das ThermTec Cyclops 650D bietet auch einen weiteren Vorteil, den keine der anderen Wärmebildkameras im Test hat: eine optische Vergrößerung. Mit dem ThermTec Cyclops 650D kann man zwischen einer 50 mm-Linse und einer 25 mm-Linse wechseln.

Hinsichtlich der Akkulaufzeit und Art haben das Pulsar Helion 2 XP 50 Pro und das Infiray Unique UH50 vergleichbare Werte. Sie verfügen über ein abnehmbares Akkupack mit einer Laufzeit von 8 bis 10 Stunden. Das ThermTec Cyclops 650D hingegen hat einen internen Akku, der nicht einfach ausgetauscht werden kann. Das Hikmicro Falcon FQ50 hingegen verwendet handelsübliche 18650-Akkus, von denen einer etwa vier bis fünf Stunden hält. Bei Bedarf kann einfach ein anderer Akku eingesetzt werden. Der Vorteil besteht darin, dass diese Akkus in vielen verschiedenen Geräten verwendet werden können und gut verfügbar sind.


Abschließende Gedanken

Es gibt also eine Vielzahl von Kriterien, die darüber entscheiden können, welche Wärmebildkamera die beste ist. Wir möchten an dieser Stelle nicht behaupten, dass wir die beste Wärmebildkamera auf dem Markt identifiziert haben. Unser Ziel war es, euch zu zeigen, wie unterschiedlich die Abbildungsleistung der fünf Premium-Wärmebildkameras dieser Hersteller ist.

Es ist wichtig zu bedenken, dass die Bildqualität nur eines von vielen relevanten Merkmalen ist. Jeder Anwender sollte seine individuellen Anforderungen, wie z.B. Einsatzgebiet, Budget und persönliche Präferenzen berücksichtigen, um die richtige Wärmebildkamera für seine Bedürfnisse auszuwählen. Eine umfassende Bewertung sollte neben der Bildqualität auch weitere Aspekte wie Akkulaufzeit, Benutzerfreundlichkeit, Software-Updates, Kundenservice und andere Funktionen berücksichtigen.

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