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MINOX LR und ZP5 zwei Zielfernohre für ein Hallelujah
Von Akademie für Jäger und Sportschützen am 30. März 2024 in Zielfernrohre
Dieser Bericht enthält gesponsorte Inhalte

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In unserem ersten Artikel hier bei Geartester wollen wir gerne auf eine Frage eingehen, die wir häufig im Vorfeld zu unseren 300m-Seminaren gestellt bekommen, nämlich die Frage nach der richtigen Optik. Im Grunde genommen gibt es nicht die eine Optik, sondern vielmehr eine riesige Auswahl von Optiken, die man nach dem Einsatzzweck sortieren und auswählen sollte. Für Euch als Endkunden ist die momentane Marktsituation nie besser gewesen und zugleich so schwierig, da die Vielzahl an Herstellern und Optikmodellen fast unübersichtlich geworden ist. Aus diesem Grund wollen wir anhand von zwei unterschiedlichen Optiken eines Herstellers erläutern, was die Unterschiede bei Optiken sein können. Zudem werden wir anhand Herstellerunabhängigen Kriterien erläutern, welche Eigenschaften eine Optik für weite Schüsse haben sollte.

Die Wahl der richtigen Optik für das Schießen auf weite Distanzen ist von entscheidender Bedeutung. Daher möchten wir Euch einen Einblick in die Merkmale der MINOX LR und ZP5 Modelle geben und zeigen, wie es zu den großen Preisunterschieden kommt. Die Gründe für die unterschiedliche Preise kann man auch auf die Optiken anderer Hersteller übertragen.

Gasti und Andi nutzen die beiden MINOX Optiken schon seit einiger Zeit und konnten bisher Erfahrung auf der Kaninchenjagd auf weite Distanzen sowie der Bockjagd auf jagdübliche Distanzen sammeln. Davon abgesehen verwenden wir die Optiken auf unseren 300m Seminaren und können somit auch auf Erfahrungen im Ausbildungsbetrieb mit den Optiken zurückgreifen.


Wie findet man eine Optik für das Schießen auf weite Distanzen?

Bei der Jagd ist es entscheidend, die richtige Optik für das Schießen auf weite Distanzen zu wählen. In unseren Schulungen erleben wir oft, dass Jäger versuchen, mit herkömmlichen Jagdoptiken auf weit entfernte Ziele zu schießen. Jedoch stoßen die meisten dieser Optiken mit dem Ende ihres durchgehenden Visierbereichs (typischerweise bei 175 bis 200 Metern) an ihre Grenzen. Warum ist das so, und welche Anforderungen sollte eine Optik erfüllen, um den waidgerechten Schuss über 200 Meter zu ermöglichen?

Ein entscheidender Aspekt ist, dass die Optik den Schützen dabei unterstützen muss, den ballistischen Abfall des Geschosses zu kompensieren. Dies kann auf zwei Arten geschehen: Durch eine Absehenverstellung mittels Verstelltürmen für eine schnelle Korrektur der Treffpunktlage (häufig auch ASV genannt) oder durch ein Absehen mit Haltemarken für verschiedene Entfernungen (oder eine Kombination aus beiden).

Die meisten herkömmlichen Jagdoptiken verfügen über keine oder nur rudimentäre Möglichkeiten zur Korrektur der Treffpunktlage mittels Verstelltürmen. Es ist jedoch äußerst wichtig, die Treffpunktlage auf 250 bis 300 Meter genau korrigieren zu können, da der Geschossabfall in diesem Bereich bereits erheblich ist. Ein Blick auf die ballistische Kurve einer Standard-.308win-Laborierung und ihre visuelle Übertragung auf einen Wildkörper verdeutlicht dies:

Schon ab 190 Metern Entfernung zum Ziel ist eine Haltepunktkorrektur erforderlich, und das Dilemma wird bei 300 Metern noch offensichtlicher.

Natürlich könnte man einfach über das Ziel halten, doch wie weit muss man darüber halten, und sind die Referenzpunkte am Wildkörper für jedes Stück gleich? Mit Sicherheit nicht! Daher ist es entscheidend, die Treffpunktlage mittels Verstelltürmen so korrigieren zu können, dass man wie gewohnt in der Zielmitte anhalten kann.

Alternativ benötigt man ein geeichtes Absehen, das das richtige Maß für das Drüberhalten bietet. Auf unserer Seminaren zeigen wir gerne, wie man aus einem herkömmlichen Absehen in der 1. BE oder 2. BE ein ballistisches Absehen herstellen kann, dies funktioniert allerdings nicht in allen Fällen. Hat man nicht die Möglichkeit mittels des Absehens das "Drüberhalten" zu beurteilen, kann man nur noch auf Referenzpunkte am Wildkörper zurückgreifen. Wie in der vorherigen Abbildung gezeigt, könnte ein Referenzpunkt das Haupt des Bocks sein. In dem gezeigten Beispiel müsste man an der Oberkante der Stangen anhalten, um das richtige Maß für das Drüberhalten zu erlangen. Doch dies passt in unserem Fall lediglich beim DJV-Bock und mit Sicherheit nicht bei jeden Stück in der freien Natur.

Gasti hat zu Absehen und Verwendung von Absehen für Weitschüssse ein Video veröffentlicht, welches Ihr auch hier findet: 


Die unterschiedlichen Eigenschaften der MINOX LR- und ZP-Baureihe

Das MINOX LR und ZP5 bieten eine Vielzahl von Funktionen, die Ihr für das Schiessen auf weite Distanzen benötigt. Beide Modelle verfügen über Verstelltürme und einen Parallaxenausgleich sowie eine Absehenbeleuchtung. Darüber hinaus bieten sie ein MR4/ MR4 Pro MIL-Absehen, das eine präzise Zielerfassung und Windkorrektur ermöglicht.

Weiterhin befinden sich die Absehen bei den beiden MINOX-Optiken in der 1. BE, was das Entfernungsschützen und auch die Korrektur der Treffpunktlage erleichtert. Gasti hat zu dem Thema 1. BE und 2. BE ein Video veröffentlicht, welches Ihr ebenfalls hier findet. Wenn Ihr mehr über die 1. BE und 2. BE erfahren wollt schaut Euch folgendes Video an: 

Die LR Baureihe von MINOX ist speziell auf die Anforderungen von Sportschützen ausgerichtet. Sie zeichnet sich durch leichtgängige Verstelltürme und eine robuste Konstruktion aus. Die LR Modelle bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und erfüllen ein breites Spektrum der Anforderungen an eine Long Range Optik.

Die ZP5 Baureihe von MINOX hingegen richtet sich an behördliche Anwender und zeichnet sich durch ihre Robustheit und Präzision aus. Diese Modelle sind nach MIL-SPEC-Standard konstruiert und bieten eine Vielzahl von Funktionen, die den anspruchsvollsten Anwendern gerecht werden.

Was sind die Unterschiede der Optiken und begründet dies andere Preise?

Der preisliche Unterschied der beiden Optiken kommt durch den Herstellungsprozess und im Grunde gilt dies für alle andere Hersteller auch. Die ZP Baureihe wird in Wetzlar von Hand gefertigt und ist die Prestige-Optik-Linie von MINOX. Der MIL-SPEC-Standard stellt hohe Ansprüche an die Vergütung der Linse, deren Bettung und die Wiederholgenauigkeit der Verstelltürme. Zudem sind die Verstelltürme der ZP Baureihe deutlich schwergängiger als die der LR Baureihe, weil dies häufig eine Behördenanforderung ist. Der Dioptrienausgleich der des ZP5 ist sperrbar und das MR4 Pro Absehen verfügt im Gegensatz zum MR4 Absehen des LR über einen zusätzlichen Messrahmen. Die hohen Fertigungsstandard in der deutsche Produktion machen diese Gläser sehr teuer. Schaut man auf andere Hersteller von Premium Sportoptiken, wie Zero Compromise (Österreich), Nightforce (USA) oder Tangent Theta (Kanada), die alle in Ihren Ländern produzieren, stellt man schnell fest, dass sich die Produktion in einer westlichen Industrienation im Preis manifestiert.

Wenn man den hohen Preis nicht in Kauf nehmen möchte, gibt es selbstverständlich Alternativen. Im Falle von MINOX ist die Alternative zum ZP5 das MINOX LR. Wie bereits angedeutet ist das MINOX LR aus der ZP5 Baureihe abgeleitet hat allerdings ein paar Unterschiedliche Spezifikationen, die einen niedrigeren Preis begründen. Die großen Unterschiede der beiden Gläser sind: Das LR hat leichtgängigere Verstelltürme, der Dioptrienausgleich ist nicht sperrbar, das Absehen ist nur teilbeleuchtet, das Glas wurde nicht nach MIL-SPEC -Standard gefertigt und die Produktion findet teilweise in Asien (Japan und China) statt. Die Verlagerung der Produktion ins Ausland ist erstmal nicht weiter tragisch. Die japanische Optikindustrie war über Jahrzehnte weltweit führend und elektronische Komponenten können in China einfach günstiger hergestellt werden. Auch der Unterschied in der Schwergängigkeit der Verstelltürme ist auf Anforderungen von Sportschützen zurückzuführen und tut der Qualität keinen Abbruch. Der große Unterschied liegt darin, dass die LR-Gläser nicht nach höchsten militärischen Standards gefertigt werden. Am Ende ist es so, dass man getrost auf die LR Baureihe zurückgreifen kann, wenn man nicht vor hat mit dem Glas aus Flugzeugen zu springen, um danach 30m tief zu tauchen.

Dieses Prinzip der Preisbildung durch unterschiedliche Fertigungsstandards und Herstellungsländer, lässt sich nun auf alle anderen Optiken übertragen. I.d.R. erfüllen die Gläser der Premium Sportoptik Hersteller höchste Prüfstandards damit einher gehen aufwendige Produktionsprozesse und eine umfangreiche QS im eigenen Werk. Aus diesem Grund haben die meisten Hersteller eine Sportoptiklinie (günstigere Fertigung) und eine taktische Produktlinie.

Zusammenfassung

Gasti und Andi haben auf dem YouTube Kanal des Deutschen Jagdblog ein Video zum Thema „Einschießen von Jagdoptiken“ gemacht. Für das Video haben die beiden die MINOX-Optiken benutzt und verschiedene Tests durchgeführt. Das Video findet Ihr hier:

Das in dem Video beschrieben Vorgehen (Boxtest schießen etc.) solltet Ihr in jedem Fall anwenden, wenn Ihr Euch eine Optik mit Verstelltürmen und ballistischen Absehen zulegt. Hierdurch stellt Ihr sicher, dass die Optik auch das macht, was sie machen soll.

Bei beiden Modellen der Firma MINOX handelt es sich um hochwertige Optiken, die eine erstklassige Leistung und Zuverlässigkeit bieten. Sie sind perfekt geeignet für das Schießen auf weite Distanzen aber auch das Sportschießen und bieten eine Vielzahl von Funktionen, die Euch dabei helfen, eure Ziele präzise zu erfassen und sicher zu treffen.

Wenn Ihr also auf der Suche nach einer erstklassigen Long Range Optik seid, solltet Ihr Euch die Modelle MINOX LR und ZP5 genauer ansehen. Könnt Ihr auf den MIL-SPEC-Standard verzichten, ist das LR die erste Wahl.

Selbstverständlich würden wir uns über einen Besuch von Euch freuen, unseren Onlineshop erreicht Ihr hier: https://www.moderne-schiesslehre.de/

Viel Waidmannsheil vom Team der Akademie für Jäger und Sportschützen!

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