Ja dann wird sie halt nass, und? Bergara BA13 Take-Down
Von Springinsfeld am 18. Juni 2016

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Seit knapp 1 1/2 Jahren führe ich nun die Bergara BA13 Take down.
BA-13-3

Seit diesem Jagdjahr auch mit dem Schalldämpfer A-Tec Hertz 150.
Die Waffe ist keine Schönheit aber sie ist praktisch. Klar mag ich Holz, schönes Holz; das schaut nach was aus und fühlt sich super an. Aber ich wollte erstens eine Waffe bei der es mir effektiv egal ist ob sie mal nass wird, ob sie mir wo gegen stößt oder sich am Schaft ein Kratzer findet und zweitens einen Ersatz für meinen R93 bei dem ich mehr und mehr ein schlechtes Gefühl hatte. Ach ja und Geld sparen wollte ich auch wo es geht.
Genau das hab ich mit der kleinen Bergara gefunden.
Mit Herrn Müller von mueller-munition aus dem Allgäu hatte ich auch schnell einen guten Kontakt und die Waffe war innerhalb von 2 Wochen lieferbar.
Ich habe dann gleich eine Recknagel Montage mitbestellt und nach 2 Wochen stand die Abholung und Einsetzen des Delta Glases in die Ringe an.
Seither begleitet mich die Waffe im Kaliber .308 win also. Eingeschossen mit der Hornady SST 165gr. macht sie mir viel Freude und dank Schalldämpfer sind auch die Streukreise auf die 2€ Münze zusammengeschrumpft. Das Dämpfergewinde ist schon am kurzen Lauf montiert und muss nicht mehr aufwändig hinter angebracht werden.
Dank des Hertz150 schlägt die kurze Waffe nicht mehr so hoch, das Mündungsfeuer ist deutlich geringer. Die Reduzierung des Knalls war mir nicht so wichtig da ich eh immer den Gehörschutz auf habe. Trotz Dämpfer ist die Waffe noch kurz und führig genug um beim Besteigen der engen Kirrungskanzel nirgends anzustoßen.
Die Bergara begleitet mich seit der Anschaffung durch 2 Reviere mit noch überschaubaren Strecken aber man weiß ja doch recht schnell ob sich was „richtig“ anfühlt oder nicht.
Die Handspannung ist beim Ansitz und der Pirsch auf Rehwild noch nie zu laut gewesen. Den Hahn langsam zurückziehen, es macht kurz „Knack“ und bisher hat das noch kein Stück verprellt.
In der geschlossenen Kanzel passte das auch auf Fuchs und Sau in Schrotschussentfernung.
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Das SST hatte bisher genug Bums für Sauen in der 75kg Klasse und auf weitere Strecken auch eine angenehm gesteckte Flugbahn.
Vorteilhaft für den Geldbeutel ist ausserdem dass das Hornady SST und das deutlich günstigere Federal Fusion 165gr. nahezu und jagdlich vollkommen ausreichend die gleiche Treffpunktlage haben.
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Und wird die Waffe mal nass bis auf die Haut, dann wisch ich sie trocken, zieh den Lauf durch und alles ist gut. Und wenn ich am Fels liege und mal dran entlang schramme tut mir das auch nicht weh denn den Schaft kann man kostengünstig ersetzen wenn er mal nichts mehr ist.
Wenn es doch mal einen Holzschaft für die Waffe gibt ( bisherige Anfragen hatten noch keinen positiven Ausgang), werde ich mir diesen vermutlich dennoch holen. Sch…. auf Kratzer 🙂

http://christophwoehrle.com/bergara/

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Kommentare

Minos Dobat

Interessantes Paket! Sieht speziell aus aber irgendwie auch gut... Du hast wirklich Mut zum Unkonventionellen!

Ober Jäger

Stimm Foxhunter, nichts für den konservativsten Jagdherren aber ganz offensichtlich ein tolles Thema für GearTester.de!!!

Uli Siepmann

Kann ich nur zustimmen, die Waffe ist das perfekte Gebrauchsgewehr, ist bei mir immer bei der Einzeljagd dabei. Das Spannen der Bergara geht, bei Bedarf, auch völlig lautlos. Steht im Bericht unter "Bergara BA 13 Take Down" 👍

Marc Remmert

Ein toller Bericht! Ich hatte die Bergara bei einem Kumpel auch schonmal in der Hand und konnte ein paar Schuss damit machen. Ein überzeugendes Werkzeug zum schmalen Preis. Was mir allerdings aufgefallen ist, waren die vielen Flugroststellen im Bereich des Schriftzugs auf der Basküle. Wie sind da deine Erfahrungen. Reicht es nach einem Starkregen wirklich aus die Waffe nur trocken zu putzen oder bedarf es doch einer sanften Ölung?

korpo_Jäger

Ich führe die Bergara BA 13 td in .308 ebenfalls und bin mit der Leistung sehr zufrieden.
Das Thema Rost ist leider nicht zu unterschätzen und genau aus diesem Grund würde ich die Waffe nicht noch einmal kaufen.

Trockenwischen reicht nach dem Gebrauch jedenfalls nicht aus, wie ich leider immer wieder erfahren musste. Beim kleinsten bisschen Feuchtigkeit, entsteht binnen kürzester Zeit Flugrost. Wer also seine Waffe nach Gebrauch nicht immer sofort umfänglich reinigt, der braucht sich nicht wundern, wenn er die kleine Schwarze leicht rostig in den Händen hält.

Kommt die Büchse bei der Morgenpirsch in Kontakt mit Tau - große Reinigung.

Verbringt man in der kalten Jahreszeit ein paar Tage auf der Hütte, lässt man die Waffe besser draußen, denn auch der Temperaturunterschied führt dann zu Flugrost.

Am skurrilsten fand ich jedoch, dass nach einer anstrengenden Pirsch meine Fingerabdrücke in den Seitenplatten rostrot erkennbar waren.

Springinsfeld

Moin,
danke für deine Meldung. Flugrost hab ich bisher nur nach mehreren Tagen nassem Wetter und wiederholter Lagerung im Futteral an den Schweißstellen festgestellt.
Also wie du schreibst, nicht im Futteral lagern sondern draußen lassen.
Zusätzlich ist immer ein Lappen mit etwas Öl dabei mit dem ich regelmässig über die Metallteile drüber geh.

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