Flüsterleise Hundeleine Marke Eigenbau
Von Brackenjäger am 10. September 2018

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Zugegeben: Ganz alleine habe ich diese Leine nicht gebaut, aber die Idee ist von mir und gesehen habe ich etwas ähnliches bisher sonst noch nirgends. Darum stelle ich als dritten geartest meine immer-dabei-Leine vor.

Das Problem der meisten „Flüsterleinen“ ist, dass sie aus Leder sind. Leder ist zwar ein tolles Naturmaterial, hat aber als Hundeleine aus meiner Sicht einige Nachteile: Einmal nass, braucht es lange, um wieder trocken zu werden und mit der Zeit fangen Lederleinen an zu müffeln. Da hilft auch die nötige und mehr oder weniger aufwändige Pflege nichts. Besonders stabil sind solche Leinen auch nicht und daher verbietet sich ein Missbrauch als Bergestrick bei schwerem Wild (für das man in wenn dann braucht). Anstelle von Leder gibt es noch Leinen aus Biothane. Das ist ebenfalls ein tolles Material für Hundeleinen, aber ebenfalls schwer, steif und meistens mit klappernden Metallteilen verarbeitet.

Das Material meiner flüsterleisen Hundeleine besteht aus 25 mm Schlauchband, das aus dem Bergsteiger- und Kletterbereich kommt. Ein Meter davon wiegt nur 43 Gramm und hat eine Zugfestigkeit von 20 kN (Kilo-Newton). Der Hund daran dürfte also bis zu 2 Tonnen wiegen… Von Edelrid gibt es das Band neben poppigen Farben auch in einem dunklen Oliv. Das Material ist Polyamid, fasst sich sehr weich an, ist leise und trocknet ruckzuck. Zur Not kann man es sogar in der Waschmaschine waschen.

Die „Beschläge“ habe ich mir aus meiner Krabbelkiste mit Kunststoff-Schnallen zusammengesucht. Die sind leicht und klappern beim Anstoßen nicht. Leider reduziert sich die Zugfestigkeit der Leine damit erheblich und ich habe mir beim Bergen einer stärkeren Sau schon eine Schnalle zerbrochen. Wer die Leine daher auch zum Abschleppe des Autos einsetzten will, sollte die Schnallen durch Knoten ersetzen. Bis auf den einen Verlust halten meine Leinen jetzt schon seit über 10 Jahren. Sie sehen im Vergleich zu früher inzwischen nicht mehr so glatt aus. Der Funktion tut das aber keinen Abbruch.

Die Leine hat eine integrierte Halsung, die aufgrund des doppelt gelegten Materials eine Begrenzung beim Halsumfang besitzt. Die Umhängeschlaufe ist aufgrund der Spannschnalle in der Weite verstellbar und die Leine kann so in der Länge angepasst werden.

Kosten: Ein Meter Schlauchband kostet weniger als 2 €. Die Schnallen (eine Spannschnalle und eine Schlaufe) zusammen weniger als 1 €. Je nachdem, was der Sattler eures Vertrauens für die kurze Näharbeit nimmt, würde ich meinen, dass man für die gesamte Leine um die 5 € an Material- und Arbeitskosten rechnen muss.

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