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Mittlerweile hängen bei mir sechs DÖRR Cloud Pro 4G im Revier und nach etwa einem halben Jahr kann ich sagen: Für mich gehören sie aktuell zu den besten Wildkameras, wenn man Preis, Leistung und laufende Kosten zusammen betrachtet.
Die Kamera kostet regulär etwa 149 €, ist aber immer wieder im Angebot und dann teilweise schon für ungefähr 119 € zu bekommen.
Was man zusätzlich braucht
Was mir sehr gut gefällt: Die Kamera ist SIM-Lock-frei. Man ist also nicht an irgendeinen speziellen Mobilfunktarif oder ein teures Hersteller-Abo gebunden. Man kann auch den fairen Bild-/Videoversand von Dörr (Multi-SIM-Netz-Vorteil) verwenden, aber ich verwende ganz normale congstar-SIM-Karten im Telekom-Netz. Voraussetzung ist natürlich, dass am Standort D1-Empfang vorhanden ist.
Als Tarif habe ich „Prepaid wie ich will“ mit 1 GB Datenvolumen für 2 € je vier Wochen. Das reicht erstaunlich weit:
Ein Video in 720p hat bei mir ungefähr 1,6 MB, ein Video in 1080p meist maximal etwa 2,5 MB. Mit 1 GB Datenvolumen sind damit theoretisch ungefähr:
- 625 Videos in 720p
- 400 Videos in 1080p
möglich. Ein bisschen Datenvolumen benötigt natürlich auch die Kommunikation der Kamera selbst. Für mich reicht 720p zum jagdlichen Ansprechen vollkommen aus, weshalb ich überwiegend diese Einstellung verwende.
Zusätzlich braucht man noch eine SD-Karte. Ich verwende 16 GB, was bei mir locker für ungefähr ein halbes Jahr reicht. Ist die Karte voll, werden die ältesten Aufnahmen automatisch überschrieben.
Akkus statt ständig Batterien kaufen
Batterien sind nicht dabei – was ich persönlich sogar gut finde. Ich verwende ausschließlich wiederaufladbare AA-Akkus, entweder vom großen „A“ oder die bekannten Akkus vom schwedischen Einrichtungshaus. Bei durchschnittlicher Nutzung halten die bei mir ungefähr drei Monate. Damit sind auch die laufenden Kosten der Kameras wirklich überschaubar.
Einrichtung: einfacher geht es kaum
Akkus rein, SIM-Karte rein, SD-Karte rein und der Anleitung von DÖRR in der App folgen. Das war es eigentlich schon. Die Einrichtung ist wirklich unkompliziert. Selbst unser Altjäger Dirk hat die Installation hinbekommen und das ist durchaus als Qualitätsmerkmal für die Bedienungsanleitung zu verstehen. Anschließend wird die Kamera über die DÖRR-App eingerichtet und gesteuert. Das kostenlose Teilen von Videos mit anderen Jägern ist auch sehr von Vorteil.
Besonders praktisch: Fernsteuerung über die App
Einer der größten Vorteile ist für mich, dass man die Einstellungen auch ändern kann, ohne zur Kamera fahren zu müssen. Wenn beispielsweise Sturm ist und Gras oder Äste ständig die Kamera auslösen, kann ich bequem von zu Hause aus die Empfindlichkeit des Sensors herunterstellen. Ist das Wetter wieder ruhig, stelle ich sie wieder höher. Gerade wenn mehrere Kameras im Revier verteilt hängen, spart das einige unnötige Fahrten.
Die Aufnahmen kommen sofort
Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist die schnelle Übertragung. Sobald vor der Kamera etwas passiert, bekomme ich die Aufnahme praktisch direkt über die App und eine Push-Benachrichtigung aufs Handy. Man sieht also ziemlich unmittelbar, was gerade an der Kirrung, am Wechsel oder an einer anderen interessanten Stelle los ist. Gerade bei Schwarzwild ist das natürlich sehr praktisch.

Bild- und Videoqualität
Die Qualität der Aufnahmen ist wirklich gut. Für mich muss ich erkennen können, welches Wild vor der Kamera steht, wie viele Stücke es sind und möglichst auch etwas zum Verhalten oder zur Altersklasse erkennen können. Und genau das funktioniert. Besonders Videos finde ich dabei oftmals aussagekräftiger als einzelne Bilder. Ich habe deshalb einige Aufnahmen meiner Kameras aus dem Revier zusammengeschnitten:
Der wichtigste Punkt kommt für mich zum Schluss: Sechs Kameras, etwa ein halbes Jahr Einsatz und bisher kein Ausfall. Das klingt eigentlich selbstverständlich – ist es bei sendefähigen Wildkameras mancher namenhaften Hersteller meiner Erfahrung nach aber nicht unbedingt.
Mein Fazit
Für mich stimmt bei der DÖRR Cloud Pro 4G einfach das Gesamtpaket:
gute Bild- und Videoqualität, zuverlässige Übertragung, Fernsteuerung per App, freie SIM-Wahl und sehr geringe laufende Kosten.
Mit congstar zahle ich gerade einmal 2 € je vier Wochen pro Kamera für 1 GB Datenvolumen. Dazu kommen wiederaufladbare Akkus und eine günstige SD-Karte.
Wenn man die Kamera dann noch bei einer Rabattaktion für rund 120 € bekommt, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis meiner Meinung nach momentan nur schwer zu schlagen.
Nach sechs Monaten und sechs Kameras kann ich jedenfalls sagen:
Ich werde mir noch weitere kaufen.
Horrido
Euer Elbtrotter
[Ich werde nicht von Dörr gesponsort und alles wurde aus eigenen Tasche bezahlt.]