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Spyderco Sharpmaker Messerschärfer
Von Lukas K am 15. Mai 2022

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Liebe geartester,

Wer kennt es nicht? Spätestens nachdem man das zweite Stück Schwarzwild aufgebrochen hat ist das Messer nicht mehr so scharf, wie man es gerne hätte. Es gibt viele Werkzeuge um Klingen zu schärfen, nach Vergleich einiger Systeme bin ich beim Spyderco Sharpmaker geblieben.

Lieferumfang des Messerschärfers

Im Lieferumfang enthalten ist die Halterung für die dreieckigen Keramik-Schleifstäbe, zwei Metallstangen als Handschutz sowie je zwei Keramikstäbe der Körnungen „mittel“ in Braun und „fein“ in Weiß. Des Weiteren ist eine detaillierte Anleitung auf Papier und DVD mit dabei. Zusätzlich habe ich für besonders stumpfe Messer die deutlich gröberen Diamant-Schleifstäbe in Benutzung, die als separates Zubehör genau wie „superfeine“ Keramik-Schleifstäbe erhältlich sind. Im Folgenden gilt: Während technische Angeben nach bestem Gewissen aus der Bedienungsanleitung entnommen wurden, basieren wertende Aussagen lediglich auf meiner persönlichen Meinung und Erfahrung.

Beschreibung und Features des Spyderco Sharpmakers

Der Spyderco Sharpmaker ist in der Handhabung sehr simpel. Der gewünschte Schleifstab wird in die Öffnungen der Halterung gesteckt, je nachdem welche beiden Öffnungen gewählt werden ergibt sich ein Schleifwinkel von insgesamt 30° bzw 40°. Gerade für Jagd- und Outdoormesser decken diese beiden Winkel alle Bedürfnisse ab. Im Anschluss werden die Metallstäbe als Handschutz eingesteckt, und das Messer so senkrecht wie möglich je links und rechts von oben nach unten über den angewinkelten Schleifstab geführt. Dabei ist es egal, ob sehr flexibler Stahl z.B. eines Filetiermessers geschärft wird, oder eine starre Klinge. Sind die Schleifstäbe mit Abrieb zugesetzt, können sie in der Spülmaschine gereinigt werden.

Bei der Anwendung des Spyderco Sharpmakers bedarf es nur minimalem Druck. Das System ermöglich neben 30° und 40° mehrere weitere Schliffe: Wird zuerst eine Schneide mit 30° angelegt und im Anschluss mit 40° gearbeitet, kann eine Hinterfase angelegt werden. Auch Messer mit Wellenschliff wie Brotmesser, gekrümmten Klingen wie bei einer Aufbrechklinge oder einseitigenem Schliff wie bei manchen Kochmessern lassen sich auf den Kanten der Keramik-Schleifstäbe schärfen. Scheren lassen sich mit Hilfe eines weiteren Steckplatzes an den Kopfseite des Systems schärfen. Die Halterung ermöglicht es auch die Stäbe horizontal zu fixieren. Dies ermöglicht z.B. das Schärfen von Stechbeiteln oder Rasiermessern, oder dem freihändigen Schleifen beliebiger Winkel. Die Rille in den Keramik-Schleifstäben ermöglicht das Schärfen von z.B. Angelhaken oder Nadeln, weitere Anwendungen wie das Schärfen von Kartoffelschälern oder Fräsern ist detailliert in der Gebrauchsanweisung und der DVD erklärt.

Erfahrungen und Fazit zum Spyderco Messerschärfer

Insgesamt ist der Spyderco Sharpmaker ein sehr einfaches System, das ich vor allem für meine Jagdmesser verwende. Hier nutze ich gerne einen Schleifwinkel von 30°, da dieser eine sehr gute Schärfe bei guter Schnitthaltigkeit bietet. Auch meine Küchenmesser halte ich auf 30 ° Schneidenwinkel, so hält die Schärfe länger. Die Stäbe können mit der Kante oder der Flächenseite der dreieckigen Schleifstäbe nach innen in die Halterung gesteckt werden, dabei ermöglicht die Kante eine relativ schnelle Grundschärfe, während die Fläche im Anschluss für eine sehr glatte Schneide sorgt. Dieses Vorgehen mit je 10-15 Durchgängen auf dem mittleren Keramik-Schleifstab und anschließend auf dem feinen Keramik-Schleifstab reicht bei einem vorhandenen Grundschliff aus, um ein Messer das nur noch zum Tomaten zerquetschen zu gebrauchen ist auf Rasierschärfe zu bringen. Ist der Grundschliff verloren kann bei Klingen mit schmalerem Klingenrücken mit Hilfe der Diamant-Schleifstäbe wieder ein passender Grundschliff angebracht werden. Bei breiteren Klingenrücken nutze ich hierfür eine Tormek T4.

Insgesamt muss man sich mit dem System recht wenig befassen, um es richtig einzusetzen. Für exotischere Anwendungen als das simple Schärfen eines Messers bietet die Anleitung schnell Erklärung. Nach ein paar geschärften Messern geht das Schärfen wie von alleine und sehr schnell von der Hand. Die Schleifstäbe lassen sich für den Transport oder die Aufbewahrung in die Halterung als sehr kompakte Verpackung einlegen. Das System ist für den Heimgebrauch gedacht, dient also dazu, das Werkzeug nach Verwendung und vor dem nächsten Einsatz wieder bereit zu machen. Ein schnelles Nachschleifen im Wald ist prinzipiell möglich, dafür ist das System jedoch nicht optimal geeignet. Es besteht schlicht und einfach aus zu viele Teile, die man verlieren kann. Ich bin bis heute sehr zufrieden mit dem System und würde es jederzeit wieder erwerben.

Das Fazit kurz im Überblick zusammengefasst:

Positiv

- Einfache Handhabung

- Gute und wertige Verarbeitung

- Sichere Bedienung

- Für fast alle Werkzeuge geeignet

- Halterung dient auch als Verpackung für die Schleifstäbe

- Umfangreiche Anleitung

- Ohne Vorkenntnisse ist Rasierschärfe erreichbar

Negativ

- Nicht das günstigste System, Zubehör teuer

- System für zu Hause, weniger für Unterwegs


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Lukas K
Greenhorn

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Kommentare

XXX YYY

Hab keine Probleme mit dem Versorgen mehrerer Stücke.

Einfach ein Messer führen mit einem hochwertigen Stahl, zb, ATS 34.

Ist im Gegensatz zu den gängigen 440er C Stählen sehr viel Schnitthaltiger.

Zuhause darf dann Tormek das Messer wieder schärfen.

Lukas K

Die Tormek ist super, aber für ein einfaches Nachschärfen mit der Standardscheibe mit 220er Korn doch etwas zu stark materialabtragend. Wenn ein neuer Grundschliff benötigt wird, ist sie aber für mich aktuell das Mittel der Wahl. Um einer Klinge mit gutem Grundschliff wieder frische Schärfe zu geben, benutze ich den Spyderco Sharpmaker. Funktioniert mit jedem Stahl, schnell, einfach und eben auch nicht nur für Messer zu gebrauchen.

XXX YYY

Du weißt ja auch das Tormek einen Stein mitliefert der die Körnung auf 1000 verringert wenn man ihn gegen den rotierenden Stein hält.

Diese Kombi benutze ich zum nachschärfen, den Grundschliff natürlich wie du bereits darstellst mit der 200er Körnung.

Manchmal reicht auch nur die Lederscheibe zum schärfen.

Wh.!!

Jörg Friedrichsen

Hallo und Waidmannsheil,
ich habe den Spyderco auch in Benutzung gehabt.
Für das schnelle Nachschärfen ist das Teil nichts. Auch die Handhabung ist zu umständlich. Ich habe keine Rasiermesser scharfen Klingen hinbekommen. Das Preis -Leistungverhältnis stimmt meiner Meinung nach überhaupt nicht.
Fällt ein Schleifstab mal runter, zerspringt er sofort in zwei und mehr Teile.
Zuletzt habe ich die Schleifstäbe so benutzt und bessere Schleifergebnisse erzielt.
Ich finde das Teil zu unpraktisch und zu teuer.

Lukas K

Hallo Jörg,
Jeder hat natürlich sein favorisiertes Werkzeug! Der eine kommt gut mit etwas zurecht, der andere weniger. Für eine entsprechende Rasierschärfe muss natürlich der Grundschliff stimmen, sonst hilft der Sharpmaker auch nicht. Deshalb habe ich z.B. die Diamantstäbe zugekauft um auch balliger gewordene Schneiden wieder scharf hinbekommen zu können. Leider ist die Sprödigkeit ein Problem bei allen Keramikstäben, unabhängig vom Schleifsystem. Ich hoffe du hast zum Schärfen ein passendes Tool für deine Bedürfnisse gefunden. Danke für deinen zusätzlichen Blickwinkel, eine Community lebt vom Meinungsaustausch!

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