Pulsar FN 455: Digitales Nachtsichtgerät
Von Grimbart TV am 3. Juni 2020

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Seit kurzem ist in Deutschland nicht nur der Besitz von Dual-Use Vorsatzgeräten mit Nachtsicht- oder Wärmebildtechnik erlaubt, sondern auch die jagdlicht Verwendung. Zumindest vom Bundeswaffengesetz und Bundesjagdgesetz. Auf Landesebene gibt es natürlich, wie gewohnt, erhebliche Unterschiede. Hessen gehört zu den Bundesländern die das Landesjagdgesetz schnell angepasst haben, und dort hatte ich Gelegenheit das Pulsar FN 455 ausgiebig zu testen. 

Das Pulsar sticht erstmal wegen seines verhältnismäßig niedrigen Preises ins Auge – 1.300€ sind im Vergleich mit anderen Geräten erstmal nicht viel. Dazu kommt die von Pulsar gewohnte, hohe Verarbeitungsqualität. Erster Eindruck ist top – und das bestätigte sich während der Erprobungsphase. Noch wichtiger als der Preis war mir aber, dass man den mitgelieferten IR-Strahler abnehmen kann, weil die Befestigung eines solchen Strahlers an der Waffe in vielen Bundesländern nach wie vor illegal ist. Geräte mit fest integriertem Strahler schieden also aus.

Zusätzlich, hat das FN455 eine SUMLIGHT Funktion. Das bedeutet die Helligkeit des Sensors wird erhöht. So brauchte ich von Viertelmond bis Viertelmond KEINE zusätzliche Lichtquelle, um ausreichend sehen zu können für einen sicheren, waidgerechten Schuss.

Als Erstes ging es natürlich ins Revier, um herauszufinden, ob so ein Vorsatzgerät überhaupt ordentlich trifft. Dafür hatte ich einmal den original Pulsaradapter, als auch einen Adapter von Smartclip zur Verfügung, um das Gerät an der Büchse zu befestigen. 

Beide funktionierten problemlos. Die Büchse mit aufgesetztem Gerät traf hervorragend. Eine Streuung von rund 2-3cm lag eher an mir als an der Ausrüstung, zumal der Test unter Revierbedingungen gemacht wurde. Es machte auch keinen Unterschied, wenn man von Schuss zu Schuss die Adapter wechselte und das Gerät auf- und abmontierte. 

Später, bei der Praxiserprobung in einem Revier in Hessen, traf die Ruger American Ranch in 450 Bushmaster sogar perfekt, als sich, wie ich leider erst nach dem Schuss bemerkte, der Pulsaradapter am Objektiv gelöst hast. Beeindruckend!

Das Gerät ist einfach zu bedienen, und für alle die bereits Pulsarprodukte aus der Helionreihe haben ist es sehr praktisch, dass das FN die selben Akkus benutzt. Nach intensiver Nutzung kann ich das Gerät voll und ganz empfehlen.

Horrido und Waidmannsheil

Euer Henrik von GrimbartTV

Bei Interesse findet ihr hier ein ausführliches Erklärvideo mit Aufnahmen aus dem Jagdbetrieb:

PS: Seit Frühjahr 2020 habe ich das Glück Mitglied im Pulsar Pro Staff Team zu sein. Das bedeutet zwar nicht, dass wir bezahlt werden oder Geräte geschenkt bekommen, aber wir erhalten relativ einfach Produkte zum Testen. Und wir haben einen direkten Draht zum Hersteller, um schnell Fragen zu klären. Das hier vorgestellte Gerät habe ich ganz normal gekauft.

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