Pirscher Gear Rugged System im Langzeittest – Mein Begleiter durch den Winter

Wildfood_Selfmade
7 Min. Lesezeit

Wer viel Zeit im Revier verbringt, weiß: Gute Jagdbekleidung erkennt man nicht bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Ihre wahre Qualität zeigt sie dann, wenn das Wetter ungemütlich wird. Genau deshalb möchte ich meine Erfahrungen mit dem Pirscher Gear Rugged System teilen, das mich den vergangenen Winter nahezu rund um die Uhr im Revier begleitet hat.

Dabei beschränkte sich der Einsatz nicht nur auf klassische Ansitze. Das Rugged System musste sich bei sämtlichen Arbeiten im Revier beweisen – vom Kontrollgang durch aufgeweichte Waldwege über das Freischneiden von Pirschpfaden, Fallenkontrollen bis hin zu langen Stunden auf einem offenen Hochsitz bei Regen, Wind und Frost.

Der erste Eindruck

Bereits beim Auspacken fällt auf, dass das Rugged System seinem Namen gerecht wird. Die Materialien wirken hochwertig und äußerst robust. Nichts fühlt sich filigran oder empfindlich an. Stattdessen entsteht sofort der Eindruck, dass diese Bekleidung für den jagdlichen Alltag entwickelt wurde und nicht nur für den gelegentlichen Sonntagsansitz, ganz nach dem Slogan „von Jäger für Jäger“.

Die Verarbeitung macht einen durchweg sauberen Eindruck. Nähte, Reißverschlüsse und Verschlüsse wirken durchdacht und langlebig. Gerade bei Ausrüstung, die regelmäßig Dornen, Ästen und rauen Bedingungen ausgesetzt ist, sind solche Details entscheidend.

Wind- und Wasserdichtigkeit – Das Highlight des Systems

Der größte Pluspunkt des Rugged Systems ist für mich ohne Zweifel die absolute Wetterfestigkeit.

Der vergangene Winter hatte von allem etwas zu bieten: Dauerregen, kalten Wind, Schneeregen und jene typischen nasskalten Tage, an denen man bereits nach wenigen Minuten im Freien das Gefühl hat, dass die Feuchtigkeit durch jede Kleidungsschicht dringt.

Genau hier hat das Rugged System seine Stärken ausgespielt und war stets ein treuer Begleiter.

Während andere Jacken nach längerer Zeit im Regen oft nachgeben oder kalter Wind seinen Weg durch die Bekleidung findet, blieb ich mit dem Rugged System zuverlässig geschützt. Selbst bei längeren Aufenthalten im Freien hatte ich nie das Gefühl, dass Nässe oder Wind die Oberhand gewinnen könnten.

Besonders bei Ansitzen in den frühen Morgenstunden oder während winterlicher Drückjagden macht dieser Schutz einen enormen Unterschied. Wer schon einmal mehrere Stunden bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und gleichzeitigem Wind auf dem Sitz verbracht hat, weiß genau, wie wichtig dieser Faktor ist.

Praxistest im Revieralltag

Viele Bekleidungssysteme funktionieren hervorragend auf dem Hochsitz, stoßen jedoch bei körperlicher Arbeit an ihre Grenzen.

Im Revier sieht die Realität oft anders aus:

  • Kanzeln kontrollieren + reparieren
  • Kirrungen beschicken
  • Wildkameras warten
  • Wege freischneiden
  • Zäune reparieren
  • Holzarbeiten erledigen

Das Rugged System musste all diese Aufgaben mitmachen.

Dabei überzeugte vor allem die Robustheit des Materials. Dornen, Brombeeren und dichter Bewuchs hinterließen kaum sichtbare Spuren. Gerade für Jäger, die ihre Ausrüstung nicht schonen können oder wollen, ist das ein entscheidender Vorteil.

Komfort bei kalten Temperaturen

Ein weiterer Punkt, der mir positiv aufgefallen ist, ist die Wärmeleistung.

In Kombination mit einem vernünftigen Schichtsystem oder meiner geliebten Heizweste konnte ich das Rugged System über einen breiten Temperaturbereich nutzen. Selbst bei frostigen Morgen- oder Abendansitzen blieb der Tragekomfort hoch.

Dabei empfand ich die Kleidung nie als einengend oder störend. Die Bewegungsfreiheit blieb auch bei längeren Wegen durchs Revier oder beim Besteigen von Leitern erhalten.

Alltagstauglichkeit

Was mir besonders gefällt: Das Rugged System ist kein reines Ansitz-Outfit.

Viele Winterbekleidungen sind extrem warm, aber für aktive Arbeiten schnell zu schwer oder zu unbequem. Das Rugged System schafft hier einen guten Kompromiss zwischen Schutz, Robustheit und Alltagstauglichkeit.

Dadurch musste ich deutlich seltener zwischen verschiedenen Bekleidungssätzen wechseln und konnte viele Aufgaben direkt mit derselben Ausrüstung erledigen.

Gibt es auch Nachteile?

Ein ehrlicher Testbericht sollte nicht nur die positiven Seiten beleuchten.

Auch wenn ich persönlich keine gravierenden Schwächen festgestellt habe, gibt es einige Punkte, die je nach Einsatzprofil relevant sein können.

Gewicht

Die robuste Konstruktion und die umfassende Wetterfestigkeit bringen zwangsläufig etwas mehr Gewicht mit sich als ultraleichte Jagd- oder Outdoorbekleidung.

Wer überwiegend lange Strecken pirscht oder große Tagesmärsche zurücklegt, wird dies möglicherweise stärker wahrnehmen als ein klassischer Ansitzjäger.

Übergangszeit und Frühling

Während das Rugged System für Herbst und Winter hervorragend geeignet ist, könnte es an wärmeren Tagen schnell zu viel des Guten werden.

Wer ein Ganzjahressystem sucht, wird wahrscheinlich zusätzlich auf leichtere Bekleidung für Frühling und Sommer zurückgreifen wollen, wie zum Beispiel der Pirscher Allseason System.

Mein Fazit nach einem Winter

Nach einer kompletten Saison im jagdlichen Dauereinsatz hat mich das Pirscher Gear Rugged System überzeugt.

Besonders die zuverlässige Wind- und Wasserdichtigkeit hat mich immer wieder beeindruckt. Gerade an den Tagen, an denen man eigentlich lieber vor dem Kamin sitzen würde, hat die Bekleidung genau das geliefert, was sie verspricht: Schutz vor den Elementen und die Gewissheit, sich voll auf die Jagd oder die Arbeit im Revier konzentrieren zu können.

Dazu kommen eine robuste Verarbeitung, hoher Tragekomfort und eine Alltagstauglichkeit, die weit über den reinen Ansitz hinausgeht.

Würde ich mich wieder dafür entscheiden? Ganz klar: Ja.

Und während viele Jäger sich bereits auf den Frühling freuen, ertappe ich mich dabei, wie ich schon wieder an frostige Morgenstunden, knackige Minusgrade und dieses typisch nasskalte Winterwetter denke.

Denn, wenn die Bedingungen richtig unangenehm werden, zeigt gute Ausrüstung erst, was sie wirklich kann – und genau dort fühlt sich das Pirscher Gear Rugged System zu Hause.

Ein weiteres Highlight sind die gefütterten Taschen für die Hände, optimal wenn man mal seine Handschuhe im Auto oder zu Hause vergessen hat.

Für weitere interessante Themen lohnt sich wie immer ein Blick auf mein Instagram-Profil und Homepage:

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www.wildfood-selfmade.de

Waidmannsheil und Horrido euer Christian von @wildfood_selfmade

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