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Nosler E Tip 30.06 168 Grain
Von jannis_hellmuth am 6. Mai 2021

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2 Jahre lang führe ich die Nosler E-Tip nun auf der Jagd. Dabei hat mich das 168 Grain schwere Geschoss immer wieder aufs Neue überrascht.


Anfänglich möchte ich gleich erwähnen, dass ich diese Munition selber geladen habe. Es handelt sich hier also um einen reinen Test des Geschosses. Meine Ladedaten möchte ich absichtlich hier nicht veröffentlichen, was allerdings ausschlaggebend ist, sind die von mir gemessen 785 Meter/Sekunde V0.

Nosler Geschosse stehen für Zuverlässigkeit und Präzession, der Name sollte jedem Wiederlader bekannt sein. Bei diesem Geschoss handelt es sich um ein Deformationsgeschoss aus Tombak. Hier haben wir den ersten Vorteil! Durch das Geschoss aus Tombak haben wir keine Wechselschüsse zwischen unserer teureren Jagd- und unserer günstigen Trainingsmuniton. Auch ein chemisches Reinigen ist so nicht zwingend erforderlich. Eure „alten reinigungs Ritualien“ können also trotz Bleifreien Geschoss fortgesetzt werden.



Die Präzession ist, wie man sie für eine wiedergeladene Patrone auch erwarten sollte, hervorragend. Unterstützt wird dies durch die Boat Tail Konstruktion. Ein BC-Wert von 0.503 spricht für sich. Auf 100 Metern berührt sich jeder Schuss, wenn der Schütze auch ordentlich schießt.

Am wichtigsten für uns ist allerdings die Wirkung auf unser heimisches Schalenwild. Ich konnte pro Jagdjahr ca. 50 Stück Wild strecken. Von kleinem Raubwild bis Rotwild.



Sind beide Blätter getroffen, ist die Wildbret entwertung immer noch vertretbar.

Anders wie im Lehrbuch versuche ich das Wild immer leicht schräg stehend zu schießen. Ein- oder Ausschuss soll auf einen der Blätter sitzen und das gegenüberliegende Blatt soll möglichst geschont werden. So hatte ich immer eine gute Mischung aus Wildbret Entwertung und Augenblickswirkung.





Alle der ca. 100 Stück Schalenwild konnte ich mit „bloßen Auge“ finden, in den jeweiligen kurzen Fluchtfährten (maximal 70 Metern) war immer reichlich Schweiß und andere Pirschzeichen zu finden.

Hier ein paar Anschüsse bzw. Pirschzeichen in der Fluchtfährte:



Außer auf eine 70 kg Sau, welche ich zu spitz geschossen habe (Einschuss auf dem Blatt – Kugel steckte auf der anderen Seite in der Leber) hatte ich bei jedem Stück Ausschuss. Schüsse, die hinter die Blätter gingen, wurden meistens mit Fluchten um die 30 Meter Quittiert. Dies scheint mir aber ein generelles „Problem“ von Bleifreien Deformationsgeschossen zu sein.

Das Geschoss hatte nach dem bergen aus dem Wildkörper ein Restgewicht von 97%. Mit dieser Erfahrung setze ich das Geschoss nun auch beruhigt bei Nachsuchen oder in meiner Durchgehwaffe ein.

Für mich ist das E-Tip aus dem Hause Nosler ein echtes Arbeitstier. Es ist präzise und zuverlässig.

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Kommentare

FrostNRost

Hallo,

danke für den aufschlussreichen Bericht. Mir gefällt, dass Du trotz der vermeintlich geringen v0 gute Ergebnisse hast. Das widerlegt auch so ein bisschen den Mythos, dass bleifreie Deformatoren immer unbedingt eine hohe Geschwindigkeit haben müssen.

Habe diese Geschosse selbst in .308 in 150grain verladen und bin auf die ersten jagdlichen Ergebnisse gespannt. Die Präzision ist schon mal top!

Waidmannsheil.

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