Leica Rangemaster 1200 - Klein und präzise
Von Ober Jäger am 31. August 2015

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Hallo an alle Geartester,

ein treuer Begleiter in meinem Jagdrucksack ist der kleine Entfernungsmesser von Leica. Der Leica Rangemaster 1200 hat mir schon oft zu meiner Beute verholfen oder dazu, das ich keinen Mist mache. Ich nutze ihn im Zusammenspiel mit einem jeweils passenden Fernglas ohne Entfernungsmessung und natürlich meinem Zielfernrohr mit Absehenschnellverstellung. Das bedeutet in der Praxis: Ich glase mit dem Fernglas, messe bei Anblick mit dem Rangefinder und mache dann die entsprechenden Klicks mit meiner Absehenschnellverstellung. Das hat den Vorteil, das ich den Entfernungsmesser sowohl im Zusammenspiel mit meinem Pirschglas auf der Bockjagd oder im Ausland nutzen kann oder ihne bei Nacht mit meinem 56er sprechen lasse. Der Nachteil ist natürlich, das man ein zusätzliches Gerät mit sich trägt. Ich denke aber, das ein Gerät, welche in eine Hemdtasche passt nicht wirklich zu den belastenden Geräten bei der Jagd gehört und deshalb immer mit kann.

Zum Produkt:
Der kompakte Messaparat wiegt nur 220 Gramm und fällt damit buchstäblich nicht ins Gewicht. Gemessen habe ich an einem klaren Wintertag stole 1097 Meter, das ist bislang mein Rekord, welcher sich auch mit den Angaben des Herstellers deckt. Die 1200 im Namen ist wohl etwas großzügig bemessen oder die Angabe bezieht sich auf Yards. Aber 1100 Meter reicht auch dicke aus, denn wer nutzt das bitte jagdlich aus!? Der Unterschied zu billigeren Geräten ist vor allem die optische Leistung. Das extra große Sehfeld von 115m auf 1000m ist gerade bei einem Monukolar wichtig, um schnell das Wild auszumachen und anmessen zu können. Bei kleinen Sehfeldern sucht man sich oft dumm und dösig... Die 7-fache Vergrößerung bietet dabei auch die Möglichkeit, Details erkennen zu können. Auffällig ist, dass das Gerät mit nur einer Taste auskommt. Das steht für einfaches Handling im Feld. Billigere Produkte haben oft mehr Tasten und Funktionen, welche dann aus dem Golfsport oder ähnlichem stammen und mehr im Weg sind, als helfen. Für mich ist hier weniger eher mehr: Taste drücken und schon liefert das Gerät super präzise Ergebnisse. Die Anzeige ist immer gut lesbar und richtet sich nach den Lichtverhältnissen. Das ist insbesondere Nachts von Vorteil oder aber auch am Tag im Schnee.

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Mein Fazit:
Er ist klein und leicht und ist deshalb immer dabei, ob auf Drückjagd oder auf Reisen. Schon oft konnte ich dank ihm einen präzisen Schuss anbringen, der einem auf Grund von fehlerhaften Entfernungsschätzung ansonsten misslungen wäre. Es lohnt sich für einen Entfernungsmesser Geld auszugeben, denn die billigeren haben schlechtere Optik und sind nicht so intuitiv bedienbar. Optimierbar sind lediglich die Augenmuscheln, welche aus Gummi sind und nach mehrfachen umstülpen sicher irgendwann den Geist aufgeben werden. Aber noch halten sie...

Den Rangemaster 1200 gibt es im Netz für unter 500 Euro. Leicht zu finden...

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