Improvisierte Anschlagarten
Von Sven Loki am 15. März 2016

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Hallo liebe GearTester.
Wer kennt es nicht: Man ist unterwegs zum/ vom Ansitz, die Waffe über der Schulter und plötzlich taucht vor einem Wild auf. Entweder eine Sau oder ein abnormer Bock, dem man schon lange nachstellt. Eines steht fest: Man möchte dieses Stück gerne erlegen. Was wir aber trotzdem alle anstreben sollten ist, der sichere und saubere Schuss. Egal wie sehr ich in diesem Moment Beute machen möchte. Den Anschlag stehend angestrichen kennen wir alle durch unsere Jagdausbildung, diese ist aber erfahrungsgemäß manchmal trotzdem eine eher wackelige Angelegenheit, gerade wenn man dies nicht weiterhin übt.

Deshalb hier einige nützliche Tipps zu alternativen Anschlagarten.




Beide Bilder zeigen ein unterstützen des Anschlag "stehend angestrichen" durch Mittel, die man als Jäger meiste dabei hat. Hier zu sehen die Auflage durch ein in den Baum getriebenes Messer. Beachten sollte man hierbei, dass das Messer im Verhältnis zum Gewicht der Waffe tief genug im Baum steckt. Noch als Tipp: Nutzt einen dickeren Baum, hinter dem ihr vom Wild unentdeckt den Anschlag gut vorbereiten könnt. Hat das Wild das Haupt zum Äsen gesenkt lässt sich dieser Zeitpunkt gut zum schnellen Einschlagen des Messers nutzen. Achtet bereits im Vorfeld auf die Richtige Höhe des Messers, um ein korrigieren zu vermeiden. Das Ganze schon einmal im Revier zu üben lohnt.




Der zweite Vorschlag: Eine Schlinge die ich mir zu Hause vorbereiten kann und in der Hosen- oder Jackentasche keinen Platz wegnimmt. Die Schlinge wird hierbei um den Baum gelegt und durch das Seilauge durchgeschlauft. Die am Ende entstehende Schlaufe kann man als sicheren Auflagepunkt für die Waffe nutzen. Durch das Eigengewicht der Waffe zieht sich die Schlaufe automatisch sicher zu. Je nach Belieben kann man die Schlaufe weiter vorn oder hinten um die Waffe legen. So wie auf dem Bild zu sehen stört die Schnur im Glas keineswegs. Auf den ersten Blick mag diese Anschlagart unsicher und "wacklig" erscheinen, in der Praxis bietet diese einfache Schlaufe aber eine sehr feste Auflage und guten Halt. Es funktioniert auch bei unterschiedlich dicken oder dünnen Bäumen, jedoch bleibt hier zu beachten, dass das Seil entsprechend höher gehangen werden muss, da sich das Seilauge (Schlaufe in der die Waffe liegt) entsprechend verschiebt.

Ich würde empfehlen, das Ganze im Revier zu testen, bevor man es in der Praxis anwendet.

Bitte beachtet jederzeit, durch euren Stand am Boden statt auf einem Sitz stets das Vorhandensein eines geeigneten Kugelfangs. Das kann man schnell mal aus den Augen verlieren wenn der Lebensbock auf der Wiese äst.

Ich hoffe, diese Möglichkeiten verhelfen euch vielleicht zu dem ein oder anderem Stück Wild. Viel Spaß beim Üben und allzeit Waidmannsheil!

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Sven Loki
Spezialist

Kommentare

Carl M. Lidl

Super Tipp, vielen Dank!! Vor allem die Schlaufe gefällt mir, weil das weniger invasiv ist, als ein Messer in einen Baumstamm zu treiben. Aber das mit dem Messer ist ja nur eine Notlösung. Coole Sache.

Sven Loki

Hallo @INT806 freut mich, wenn ich dir einen guten Anreiz bieten konnte. Das mit der Schlaufe sieht oft instabil aus, wenn man es aber mal getestet hat, bietet es wirklich guten Halt. Waidmannsheil!

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