Hunt on Demand – das Netflix für Jäger
Von jagdfreuden am 15. Januar 2021

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Die jagdfreie Zeit naht, die Tage sind noch kurz und Corona tut sein Übriges - so manch einem Jäger graut es sicherlich vor der vielen freien Zeit, die bevorsteht. Mit Revierarbeiten und langen Spaziergängen mit dem Hund kann man einiges an Zeit totschlagen. Wenn sich ein Abend oder ein Sonntag auf der Couch dann aber doch nicht verhindern lässt, hätte ich einen Vorschlag um doch noch etwas jagdliche Action bei euch einziehen zu lassen.

Seit knapp einem Jahr nutze ich nun Hunt on Demand, eine Streaming Plattform für Jagdfilme und würde sie euch hier gerne vorstellen.

Mit diesen Worten wird man begrüßt, wenn man Hunt on Demand das erste Mal besucht.

Für 8€ im Monat stellen dort 12 Publisher über 300 Videos zur Verfügung und es kommen jede Woche neue dazu. Es finden sich Videos zu allen heimischen Wildarten wie z.B. Dam-, Rot-, Reh- und Muffelwild. Videos zur Jagd und Hege des Niederwilds und zur Raubwildbejagung, aber auch zur Jagd im Ausland, dem Angeln und Kochen. Die Publisher sind eine bunte Mischung aus Studenten und Hobbyfilmern hin bis zu hauptberuflichen Jagd- und Naturfilmern, wobei fast alle Videos ein professionelles Niveau haben.

Weiterhin bietet die Website die Möglichkeit im Hunting Club hochwertige Preise zu gewinnen. Im August hatte ich die Möglichkeit als einer der Influencer am Outfluence Content Camp, einem wirklich tollen Event im Mecklenburg-Vorpommern teilzunehmen, zu welchem auch der Gewinner des zugehörigen Hunt on Demand Gewinnspiels eingeladen war. Dieser hatte dort die Gelegenheit sein erstes Stück Rotwild, einen Bock und sogar noch seinen ersten Dachs zu erlegen. Andere Preise waren zum Beispiel der Abschuss eines reifen Damschauflers, sowie ein Schalldämpfer der Marke Roedale. Aktuell kann man eine ICUserver Wildkamera gewinnen.

Außerdem gibt es einen Podcast mit sieben Folgen rund um die Jagd, wobei die letzte Folge im Juli 2020 erschienen ist. Hier habe ich ehrlich gesagt aber auch nicht alle Folgen gehört. Was mir gut gefällt sind die Videos!

Als Studentin fehlt aktuell das Budget für die Auslandsjagd und dank Corona ist auch die Anzahl der Drückjagden etwas sparsamer ausgefallen. Da bieten sich die Videos auf Hunt on Demand an. Das Hundegeläut im Hintergrund der Videos zu hören und zu sehen wie die Sauen durch den Hochwald ziehen, lassen zumindest ein kleines bisschen Jagdfieber aufkommen. Bei manchen der Videos aus dem Ausland, habe ich tatsächlich Wild- und Jagdarten kennengelernt, die ich so gar nicht auf dem Schirm hat. Auch bin ich immer wieder erstaunt wie vielfältig auch die Facetten der Jagd in Deutschland sind und denke, Videos, wie die Reihe zur Arbeit der Nachsuchenführer von Publisher JagenNRW, sind auch für erfahrene Jäger sehr interessant und lehrreich.

Eine tolle Ergänzung für die Plattform, wäre meiner Meinung nach, noch eine App, sodass man die Videos auf dem Handy und Tablet leichter aufrufen und anschauen könnte. Das ist über den Browser immer etwas umständlich, aber trotzdem natürlich auch zu schaffen - und es muss ja immer auch noch Luft nach oben geben ;-)

Alles in allem finde ich Hunt on Demand eine echt super Sache und eine tolle Möglichkeit die Publisher in ihrer Arbeit zu unterstützen, denn das in allen Videos viel Zeit und Arbeit steckt ist definitiv zu erkennen. Die 8 € im Monat kann auch ich als Studentin gut verkraften und die Monetarisierung durch Werbung vor und während ihrer Videos bei YouTube blieb den Publishern ja, auf Grund der strengen Guidelines dort, leider verwehrt. 

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jagdfreuden
Enthusiast

Kommentare

Franz Baumann

Hab` aufgrund Deines Berichts nochmal Preise und Qualität verglichen, Angebote angesehen:

HOD pro Monat 8,-- / pro Jahr 80
MOTV pro Monat 8,25 / pro Jahr 98,99

kostenloser Testmonat: beide

Filme HOD 350
Filme MOTV > 10.000

Auf MOTV dazu noch Shows, Live-TV usw.

Der für mich wichtigste Punkt sind aber nicht ein paar Euro hin oder her, 350 oder 1000 Filme, sondern die Qualität. Und hier punktet ganz klar MOTV oder eine YT - Eigenauswahl. Dort sind wirklich namhafte Autoren und Filmemacher vertreten, dort gibt`s deutlich mehr Infos zur Natur und alles, was mit Jagd zu tun hat. HOD erscheint mir mehr und mehr wie ein Sammelbecken der ganzen C-Influencer, die es selbst nicht geschafft haben, aus ihrem Namen eine Marke zu machen. Ein paar Perlen zieht den Rest mit.

Was mir bei Deinem Bericht negativ aufstößt ist "die tolle Möglichkeit, die publisher finanziell zu unterstützen". Sorry, hier sollte man schon mal bei den Fakten bleiben. Einige von denen konnten bis vor kurzem keine Waffe einschießen, versuchten aber als Markenbotschafter von der Jagd zu leben. Hobby sollte Beruf werden. Anfangs, als die Sache mit den Markenbotschaftern neu war, lief es gut, dann prostituierten sie sich für jeden Hersteller, lieferten Kitsch (jeder streichelte plötzlich das tote Tier usw) nur um über Wasser zu bleiben. Man muß sich mal die Gesichter ansehen, die für Leica, Merkel usw. geworben haben. Wenn sie das wollen, dann müssen sie auch liefern und nicht betteln. So einfach ist das eben nicht, wenn man außer vom Filmen wenig bis keine Ahnung von der Schaffung einer Marke oder Öffentlichkeitsarbeit hat. Dann sollte, wie in der Natur auch, der stärkere, der bessere am Markt überleben.

Und wer kostenlose Qualität möchte, YT: Randy Newberg, sitka films, Ovini Expedition, KUIU, Journal of mountain hunting, Thomas Haugland, wirjagen usw.

Schön, dass Du zufrieden bist. Aber es gibt Besseres.

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