Gute Bilder: Lahoux Spotter Elite 35
Von Jagdzeit Magazin am 12. Juni 2020

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Hallo Geartester,

Gerade bei der Jagd auf Schwarzwild sind Wärmebildgeräte (WBG) eine enorme Hilfestellung. Wer nachts nicht nur wissen möchte, ob da etwas steht, sondern was genau da steht, benötigt ein sehr gutes Handgerät, wie zum Beispiel das Lahoux Spotter Elite 35. Das Bild dieses WBG ähnelt einem Schwarz-Weiß-Film und begeistert mich seit einem halben Jahr jedes Mal von Neuem. Namensgebend ist das 35 mm-Objektiv, mit dem leichtgängig fokussiert werden kann. Herzstück ist der Vanadiumoxid (VOX)-Sensor mit einer Auflösung von 640x480 Pixeln, einer Pixelgröße von 17 Mikrometer und einer bemerkenswerten Temperaturempfindlichkeit von unter 50 Millikelvin. Durch die Bildwiederholungsrate von 50 Hz läuft das Schwarzwild sehr flüssig über das große 1 280×960 Pixel- LCoS-Display. Das Beobachten macht mir deutlich mehr Spaß und ist ermüdungsfreier im Vergleich zu der normalen Spotter-Serie, die nur über ein kleines 720 Pixel-Display verfügt. Auf Grund des sehr großen Sehfelds von 31 Meter auf 100 Meter und einer hohen Detektionsreichweite von 1 361 Meter, eignet sich das Spotter Elite 35 ausgezeichnet für die Pirsch im Wald sowie für die Jagd im Feld. Ein echter Allrounder.

Die scharfe, kontrastreiche Abbildung ermöglicht es, auch auf weitere Entfernungen Details zu erkennen. Wie zum Beispiel den Unterschied zwischen einem Keiler und einer Bache. Mit der optischen Grundvergrößerung von 2,5 gelang es mir, eine über 1 000 Meter entfernte Rotte zu entdecken und anzugehen. Zusätzlich lässt sich digital zwei- oder vierfach zoomen. Der Bild-in-Bild-Modus erleichtert es, den Überblick zu behalten und gleichzeitig in einem zweiten Bild mit höherer Vergrößerung anzusprechen. Ein Feature, welches ich nicht mehr missen möchte. Neben dem praxistauglichen „White-Hot“-Modus, bei dem die Wärmequellen weiß angezeigt werden und sofort ins Auge fallen, kann zwischen vier weiteren Farbmodi gewählt werden. Mit seinen 435 Gramm liegt das Gerät gut in der Hand und ist auch in der Nacht intuitiv über die drei Tasten zu steuern. Auch ohne die Bedienungsanleitung gelesen zu haben. Das Spotter Elite 35 ist IP 67-zertifiziert und damit vor Staub und starkem Regen geschützt. Die Laufzeit der Wärmebildkamera betrug im normalen Jagdbetrieb gut vier Stunden. Der fest verbaute LI-Akku ohne Wechselmöglichkeit stört mich dennoch nicht, da das Gerät per Micro-USB-Kabel über eine kleine Powerbank in der Brusttasche betrieben werden kann. Neben dem USB-Anschluss verfügt die Wärmebildkamera über einen PAL-Videoausgang, welcher aber nicht benötigt wurde. Der Grund: Bilder und Videos können intern gespeichert oder das Bild per App live auf das Smartphone übertragen werden. Die dafür vom Gerät erstellte WLAN-Verbindung reichte im Test ganze 42 Meter. Die UVP liegt bei stolzen 3.650 Euro. Das Modell liefert meiner Meinung nach aber das beste Bild in der Preisklasse unter 4.000 Euro und ist aus diesem Grund sein Geld wert. 


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Kommentare

Titus Degener

Vielen Dank für den interessanten Bericht.

Ist das Gerät nicht Baugleich mit Liemke Keiler Pro 2019 etc. und kommt von Xingfrared?
Oder ist dies wirklich ein anderes Modell?

Waidmannsheil

Jagdzeit Magazin

Hallo Titus,

das Gerät ist Baugleich zum Liemke Keiler 36 Pro. Unterschiede sind hauptsächlich Software und Service-Möglichkeiten.

Titus Degener

Danke!

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