Die SureStrike Cartridge mit .308 Adapter
Von Deutscher Jagdblog am 3. September 2020

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Das Schießtraining zu Zeiten von Corona ist ein großes Thema, da viele Schießstände gschlossen waren und nun ein weiterer lockdown droht. Um sich trotzdem sicher auf die Drückjagdsaison vorzubereiten haben wir verschiedene Produkte getestet und geschaut, wie man sich damit auf die Jagd vorbereiten kann.

Das man Trockentraining durch Laserpatronen sinnvoll ergänzen kann haben wir im vierten Teil unserer Artikelserie Dry Fire Training gezeigt. Nun möchten wir genauer auf eine Laserpatrone, die Sie benutzen können, eingehen. Die Firma Laser Ammo hat das sog. SureStrike System entwickelt. Hierbei handelt es sich um eine 9mm Laserpatrone, die mit Hilfe von Adapter für verschiedene Kaliber eingesetzt werden kann. Die Firma Laser Ammo will durch diese Modulbauweise erreichen, dass man die Laserpatrone einmal kaufen und für verschiedene Zwecke einsetzen kann. In unserem Fall haben wir die 9mm SureStrike Cartridge mit dem .308 Win Adapter für unsere Waffe angepasst und die zuletzt beschriebenen Drills erprobt.

Funktionsweise der Laserpatrone

Die Funktionsweise der Patrone ist denkbar einfach. Sie besteht aus der sog. Action Cap, was letztendlich der Auslösemechanismus für den Laser ist. Drei L726 Batterien, die mittels eines Schrumpfschlauchs zusammengefasst wurden. Und der Laserbaugruppe, die je nach Bedürfnis einen Rotlaser oder IR-Laser beinhalten kann.

Der Adapter besteht aus einem Korpus, der die 9mm SureStrike Patrone aufnimmt und einer Schraubkappe, die in die SureStrike Cartridge eingedreht wird. Zusammengesetzt kann man diese Laserpatrone in das Patronenlager einführen und mit dem Training beginnen. Die Laserpatrone hat keine Rille, wodurch sie beim Repetieren nicht aus dem Patronenlager gezogen wird.

Der Laserimpuls wird kurzzeitig ausgelöst, sobald der Schlagbolzen auf die Action Cap schlägt. Man kann die Patrone allerdings auch zu einer Boresight Patrone umfunktionieren, hierzu muss man lediglich den Auslösemechanismus der Patrone 7 Sekunden halten und das Doppelte Aufleuchten des Lasers abwarten. Danach betätigt man den Laser erneut und es wird ein dauerhafter Laserstrahl ausgesendet.

Praxistest

Wir haben die bereits beschriebenen Drills mit einer Blaser R8 und einer Savage Precision geschossen. Bei beiden Waffen hat die Patrone einwandfrei funktioniert. Durch die fehlende Rille an der Patrone muss man diese nach der Benutzung mit einem Reinigungsstab aus dem Patronenlager drücken. Die Patrone sitzt aber nicht übermäßig fest im Patronenlager, so dass dies sehr einfach vollzogen werden kann. Was nicht immer einwandfrei funktioniert hat, war das ins Patronenlager Repetieren. Die Patrone ist auch nicht dafür vorgesehen (ist nebenbei bemerkt auch nicht sinnvoll), dennoch haben wir es probiert, was zu Fehlzuführungen führte. Die Boresightfunktion ist ebenfalls einfach anzuwenden, es kann allerdings sein, dass Sie nochmal etwas nachjustieren müssen. Sobald der Laser auf Ihr Visier eingestellt ist, funktioniert dieser wiederholgenau.

Wir haben den Laser mit verschiedenen Hilfsmitteln und Softwares getestet. Bei der L.A.S.R. App kam es zu keinen Störungen, der Laser wurde bei jedem Schuss von der Software bzw. der Kamera erkannt. Allerdings kostet die L.A.S.R. App sowie die Kamera Geld und wir empfehlen Kunden, die die Software mit Kamera über uns beziehen wollen, immer zunächst die kostenlose Variante zu testen, bevor man das Geld in die Hand nimmt. Die kostenlose Variante einer Laser App ist die Software der Firma LaserHit. Sie finden die App im Google Playstore unter der Bezeichnung LaserHitApp (wer hätte es gedacht?). Die App ist aus unserer Sicht ebenfalls empfehlenswert allerdings ist die Funktionsweise der App und das genaue Erkennen des Lasers durch die App, stark von Ihrem Endgerät abhängig. Wir benutzten ein Galaxy Tab S2. Mit der Kamera des Galaxy Tabs erkennt die Software 90% der Schüsse, was aus unserer Sicht für einen Heimanwender reicht. Natürlich hat die LaserHitApp weitere Einschränkungen gegenüber der L.A.S.R. App. So kann man seine Trainings nicht dokumentieren, die Einrichtung der App ist unnötig aufwendig, da man ständig gebeten wird irgendwelche Produkte zu kaufen aber am Ende funktioniert es und das kostenlos! Anmerkung: Die LaserHitApp funktioniert nicht mit IR-Laser! Im zweiten Drittel unseres Videos „Der Einzelschuss“ können Sie die Anwendung der LaserHitApp sehen.

Auf der nebenstehenden Abbildung sehen Sie einen Aufbau des Tablets und der LaserHitApp mit Stativ aus einem unserer ersten Versuche. Im Freundeskreis haben wir verschiedene Anwendungsmöglichkeiten ausprobiert. Natürlich wurden wir darauf hingewiesen, dass bei dem gezeigten Bild die Treffer falsch liegen. Auf der rechten Seite Abbildung sehen Sie die korrigierte letale Zone des Papageis (wir entschuldigen uns natürlich für die mangelnde Erfahrung in der Papageienjagd).

Fazit

Aus unserer Sicht ist das Trockentraining mit Laserpatrone deutlich spannender und abwechslungsreicher. Aus diesem Grund empfehlen wir diese technische Spielerei für jeden, der gerne zu Hause Handlungstraining machen möchte. Für die von uns beschriebenen Übungen reicht die LaserHitApp aus. Möchten Sie allerdings Wettkampfvorbereitung betreiben, sollten Sie über den Kauf der L.A.S.R. App nachdenken. Zusammen mit unseren Targets (im Bereich Lehrmaterial oder Trockentraining/ Ziele zum kostenlosen Download) kann die L.A.S.R. App einen deutlichen Schritt nach vorne im Trockentraining bedeuten. Wir würden uns über einen Besuch von Ihnen auf unserer Homepage freuen oder rufen Sie einfach zur Beratung im Büro an.

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