Inhalt
Ich habe kürzlich ein Video über die neue XSpecter App gemacht und möchte hier noch einmal den Inhalt für diejenigen zusammenfassen, denen die Textform lieber ist.

Wer regelmäßig mit Wärmebildtechnik im Revier unterwegs ist, kennt das Problem: Während der Fahrt aus dem geöffneten Fenster zu beobachten, ist unbequem, kalt und nicht gerade sicher. Genau hier setzt das XSpecter-System an. Der ferngesteuerte "T-Crow" Schwenkneiger ermöglicht es, Wärmebild- oder Nachtsichttechnik außen auf dem Fahrzeug zu montieren und komfortabel aus dem Fahrzeuginneren zu bedienen.

Mit der neuen XSpecter App wurde das System jedoch deutlich weiterentwickelt. Sie dient längst nicht mehr nur als Fernbedienung für den Schwenkneiger, sondern entwickelt sich zur zentralen Steuerzentrale für das gesamte System.

Offene Plattform statt Hersteller-App
XSpecter verfolgt den Ansatz einer offenen Plattform. Statt für jedes Wärmebildgerät die jeweilige Hersteller-App nutzen zu müssen, können zahlreiche Geräte direkt über die XSpecter App eingebunden werden.
Bereits heute werden viele bekannte Hersteller unterstützt. Darunter befinden sich unter anderem Hikmicro, Pulsar, Zeiss, Nocpix, Guide, ThermTec, Steiner und viele weitere. Die Kompatibilitätsliste wird kontinuierlich erweitert.
Gerade für Anwender, die ihr Wärmebildgerät irgendwann ersetzen oder aufrüsten möchten, ist das ein großer Vorteil. Der Schwenkneiger bleibt erhalten und lässt sich weiterhin mit neuer Optik verwenden.
Deutlich stabilere Verbindung
Ein häufiger Kritikpunkt früherer Versionen war die Verbindung zwischen App und Gerät. Genau hier wurde nachgebessert.
Im Praxistest stellte die neue App die Verbindung zuverlässig und sehr schnell her. Nach dem Einschalten des T-Crow und der WLAN-Verbindung zum Wärmebildgerät koppelt sich das System praktisch automatisch. Auch die Fernbedienung lässt sich mit einem Tastendruck verbinden.
Gerade während nächtlicher Revierfahrten spart das Zeit und sorgt für einen deutlich angenehmeren Arbeitsablauf.
Besonders interessant für Hikmicro-Nutzer
Die größte Funktionsvielfalt bietet die App derzeit in Verbindung mit der HIKMICRO HABROK Serie.
Während viele Systeme lediglich den Videostream übertragen, lassen sich bei aktuellen Hikmicro-Modellen zahlreiche Kamerafunktionen direkt innerhalb der XSpecter App bedienen. Dazu gehören beispielsweise:
- Wechsel zwischen Wärmebild-, Tages- und Nachtsichtmodus
- Auswahl der Farbpaletten
- Digitalzoom
- Laser-Entfernungsmesser
- Kompass
- künftig auch Foto- und Videoaufnahme
Dadurch muss während der Revierfahrt nicht mehr zwischen verschiedenen Apps gewechselt werden.
Gerade in Kombination mit einem Hikmicro Habrok entsteht so ein äußerst leistungsfähiges Gesamtsystem, das Wärmebild, digitale Tag- und Nachtsicht sowie Entfernungsmesser in einer einzigen Bedienoberfläche vereint.
Vier Modi für unterschiedliche Einsatzzwecke
Im Revier kommen je nach Situation unterschiedliche Betriebsarten zum Einsatz.
Fernsteuerungsmodus
Der klassische Modus dient zum manuellen Ausrichten der Kamera. Schwenkgeschwindigkeit und Blickrichtung lassen sich individuell einstellen. Praktisch ist dabei die Möglichkeit, die Kamera jederzeit automatisch wieder exakt in Fahrtrichtung auszurichten.

Scan-Modus
Der Scan-Modus eignet sich hervorragend für das Absuchen größerer Flächen.
Nach dem Festlegen des gewünschten Suchbereichs fährt der Schwenkneiger diesen automatisch in einer Endlosschleife ab. Die Geschwindigkeit kann individuell angepasst werden. Langsame Bewegungen eignen sich beispielsweise für Wildzählungen oder Dokumentationen, während schnelle Bewegungen einen zügigen Überblick über große Flächen ermöglichen.
Gerade bei Niederwildzählungen oder der Kontrolle von Wildschadensflächen hat sich dieser Modus im Test als besonders praktisch erwiesen.

Target-Modus
Wird während der Fahrt Wild entdeckt, lässt sich die aktuelle Blickrichtung speichern.
Anschließend hält der Schwenkneiger diese Himmelsrichtung automatisch bei – auch wenn das Fahrzeug Kurven fährt oder sogar wendet. Das System verfolgt dabei nicht das Wild selbst, sondern stabilisiert konsequent die gewählte Blickrichtung. So kann man sich einem Stück annähern, ohne die Orientierung zu verlieren.
Ausgleichsmodus
Während der Fahrt gleicht der Schwenkneiger Fahrzeugbewegungen über seine Sensorik aus und sorgt für eine deutlich ruhigere Bilddarstellung.
Dadurch bleibt das Bild auch auf unebenen Wegen wesentlich besser nutzbar als bei einer starren Montage.
Nicht nur für die Revierfahrt
Obwohl der T-Crow hauptsächlich für den Fahrzeugeinsatz entwickelt wurde, eignet sich das System ebenso für stationäre Anwendungen.
Wer eine häufig genutzte Kanzel besitzt, kann den Schwenkneiger dauerhaft montieren und bequem aus dem geschlossenen Ansitz heraus steuern. Gerade bei niedrigen Temperaturen oder schlechtem Wetter bleibt das Fenster geschlossen, bis tatsächlich Wild in Anblick kommt.
Auch ältere Geräte profitieren
Besitzer eines vor 2025 gekauften T-Crow müssen keineswegs auf die neue App verzichten.
Die neue Software sorgt bereits bei älteren Geräten für eine deutlich stabilere Verbindung und unterstützt sämtliche bisherigen Funktionen. Wer zusätzlich die neuen Features nutzen möchte, kann das Gerät über einen Platinenwechsel auf den aktuellen Stand bringen. Nach Angaben von XSpecter kostet dieses Hardware-Upgrade einmalig 99 Euro.
Mein Fazit
Die neue XSpecter App ist weit mehr als ein optisches Update. Sie entwickelt das gesamte System von einer einfachen Fernsteuerung zu einer zentralen Bedienplattform für Schwenkneiger und Wärmebildtechnik.
Besonders überzeugt haben mich die stabile Verbindung, die einfache Einrichtung sowie die sehr gelungene Integration aktueller Hikmicro-Geräte. Die verschiedenen Betriebsmodi erleichtern die Arbeit bei Wildzählungen, Revierkontrollen und der Beobachtung von Wild erheblich.
Durch die offene Plattform bleibt das System zudem auch langfristig interessant, da zukünftige Wärmebildgeräte weiterhin integriert werden können.
Wer bereits einen XSpecter T-Crow besitzt, sollte die neue App in jedem Fall ausprobieren. Und wer häufig vom Fahrzeug oder stationär mit Wärmebildtechnik arbeitet, erhält hier ein durchdachtes Gesamtsystem mit großem Funktionsumfang.
Anmerkung: Ich kennzeichne diesen Bericht als Werbung, da ich beauftragt wurde, die App zu erklären. Wo immer ich meine Meinung zum Ausdruck bringe, handelt es sich um meine persönliche Meinung, allerdings dient dieser Bericht explizit zur Information interessierter Nutzer.