Zweibein im Praxischeck – Stabilität und Handling im Test

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5 Min. Lesezeit

Hallo Geartester,

heute widme ich mich mal einem Ausrüstungsgegenstand, der jagdlich nicht so präsent ist, aber durchaus sinnvoll sein kann: das Zweibein.

Im sportlichen Segment zu Hause, können diese kleinen Unterbauten wahrlich gute Dienste leisten, denn ein Zweibein hat vor allem drei große Vorteile:

  • Stabilität beim Schuss
    Es reduziert das Zittern und sorgt für einen ruhigeren Haltepunkt.
  • Konstante Trefferlage
    Gerade bei Serien oder auf längere Distanzen bleibt die Waffe reproduzierbar ausgerichtet.
  • Entlastung des Schützen
    Besonders beim Liegend- oder Benchrest-Schießen wird das Gewicht der Waffe nicht mehr komplett vom Körper getragen.

Ein weit vorne montiertes Zweibein verbessert zusätzlich die Stabilität, da der Hebel größer wird und die Waffe ruhiger aufliegt.
Eine Glaubensfrage ist aber, in welche Richtung die Beine geklappt werden. Dabei ist das eigentlich simpel: Bei den meisten professionellen Setups werden die Beine nach vorne geklappt, um sich mehr „in die Waffe zu lehnen“.

Andernfalls kann es passieren, dass die Beine sich einklappen – unbeabsichtigt – wenn zu viel Druck nach vorne gegeben wird.
In manchen Fällen und aus Erzählungen hört man immer wieder mal, dass es jagdlich sinnvoll sein soll (kann), die Beine in die andere Richtung zu klappen, um weniger hängenzubleiben, aber das dürfte wie so vieles Geschmackssache sein.

Für sportliches Schießen und Präzision (z. B. Stand, PRS, Training) sollte es dennoch nach vorne geklappt werden; für die reine Jagd-Anwendung ebenso, wie man damit am sichersten umgehen kann.

Kommen wir aber zu dem Zweibein von FERKINGHOFF International.

Für einen Preis von rund 70,- Euro ein wirklich gutes und günstiges Zweibein. Mittels Rändelschraube kann man es einfach an die vordere Riemenbügelöse schrauben. Zwei „Schoner" sorgen dafür, dass der Schaft geschützt wird.

Die Verarbeitung wirkt solide, die Beine rasten sauber ein und vermitteln ausreichend Stabilität – auch bei häufiger Nutzung.
Die federgelagerten Beine lassen sich in mehrere Positionen sicher arretieren und auch mit Gewicht „in die Waffe“ bleibt alles stabil.

Fazit

Ja, es gibt massivere und anders verarbeitete Zweibeine, die aber schnell dreistellig kosten. Hier hat man aber ein Zweibein, das günstig und gut und eben nicht billig ist.
Die Montage ist einfach, das Gewicht an der Waffe fällt kaum auf und man hat mehr Präzision, gerade wenn man auf die längere Distanz schießt – wenn die Sicherheit gegeben ist und es die eigenen Fähigkeiten hergeben.

Find' ich gut!

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