Test: Zentron M6 Pro

Felix B.
52 Min. Lesezeit
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Vorbemerkungen

Das Wärmebild-Beobachtungsgerät (M6 Pro) wurde mir von der Firma Zentron für Testzwecke zur Verfügung gestellt. Ich hatte die Möglichkeit, das M6 Pro ein halbes Jahr lang zu testen. Die nachfolgenden Ausführungen spiegeln unabhängig davon meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen wider. Der Bericht wurde nicht mit der Firma Zentron abgestimmt. Geschäftliche Beziehungen bestehen in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht.

 

Zentron als Hersteller

Die Firma Zentron ist bereits seit geraumer Zeit auf dem Markt, fristet in Deutschland und Europa bislang jedoch noch ein gewisses Schattendasein. Anfangs wurden die Produkte hierzulande exklusiv über den Adapter- und Schalldämpferhersteller EP Arms vertrieben, inzwischen hat Seven Oaks den Vertrieb übernommen. In den USA hingegen genießt Zentron bereits einen deutlich höheren Bekanntheitsgrad als so mancher Wärmebildhersteller, der sich auf dem europäischen Markt längst fest etabliert hat. Ein Blick in die sozialen Medien vermittelt davon einen recht guten Eindruck. Gerade auf Instagram finden sich zahlreiche Videos aus der amerikanischen Jagdpraxis, in denen Zentron-Geräte beim dort populären Hog Hunting zum Einsatz kommen. Auch auf der SHOT Show in Las Vegas war die Marke entsprechend präsent und unterstrich damit, welchen Stellenwert der US-amerikanische Markt für den Hersteller inzwischen einnimmt.

 

Hintergrund des Tests

Da ich bereits das Zentron ZEN C50 Wärmebildvorsatzgerät testen durfte (siehe Geartester-Bericht vom 31.03.2025) und es mir anschließend sogar privat gekauft habe, um daraus eine möglichst leichte Pirsch-Kombination zu bauen (siehe Geartester-Bericht des Monats vom 11.10.2025), war Zentron für mich natürlich kein unbeschriebenes Blatt mehr. 

Auf der diesjährigen IWA in Nürnberg führte mich mein Weg deshalb auch am Zentron-Stand vorbei. Dort fiel mir ziemlich schnell das M6 Pro ins Auge. Das M6 Pro ist ein Wärmebild-Beobachtungsgerät mit Wechselobjektiven und integriertem Laserentfernungsmesser. 

Wärmebild-Beobachtungsgeräte mit Wechselobjektiven gibt es doch längst! Ja, das ist grundsätzlich richtig. Wer hier beispielsweise an die Pulsar-Telos-Reihe denkt, liegt damit nicht falsch. Allerdings lässt sich der Objektivwechsel dort nicht mal eben selbst erledigen. Für den Umbau muss das Gerät zum Hersteller beziehungsweise zu einem entsprechenden Service-Point eingeschickt werden. Kurz vor dem Ansitz noch schnell das Objektiv wechseln, weil heute andere Bedingungen herrschen oder spontan eine Jagdeinladung ansteht, ist damit also nicht möglich. Andere Wärmebildgeräte, wie beispielsweise das InfiRay Zoom oder das ThermTec Wild 650D, gehen mit ihrem Dual-Linsensystem einen anderen Weg. Hier stehen zwar unterschiedliche Brennweiten direkt im Gerät zur Verfügung, allerdings bringt diese Bauweise naturgemäß auch entsprechende Abmessungen und zusätzliches Gewicht mit sich. Und genau hier wurde das Zentron M6 Pro für mich interessant: Ein kompaktes Handgerät mit integriertem Laserentfernungsmesser, das problemlos in die Hosentasche passt, mit einem 640er-Sensor ausgestattet ist und gleichzeitig mit wechselbaren 25-, 35- und 50-mm-Objektiven daherkommt, war zumindest für mich neu. 

Und wie das mit interessantem neuen Jagdspielzeug nun einmal so ist: Nur anschauen ist irgendwie unbefriedigend. Also habe ich kurzerhand vor Ort gefragt, ob ich das M6 Pro nicht einmal ausführlich unter jagdlichen Praxisbedingungen testen dürfte. Schließlich ist ein Testgerät die deutlich billigere Variante, um neues Jagdspielzeug ausgiebig auszuprobieren und bekanntlich kommt das nicht nur dem Kontostand, sondern in der Folge auch dem familiären Frieden zugute. Die Anfrage wurde erfreulicherweise direkt bejaht und schon kurze Zeit später hatte ich das M6 Pro zum ausgiebigen Kennenlernen bei mir. Mein Testgerät kam in der TAN-Variante, also in sandfarben. Wer es lieber klassisch und unauffällig mag, greift dagegen einfach zur schwarzen Version. Technisch unterscheiden sich die beiden Varianten natürlich nicht.

Das M6 Pro mit Wechselobjektiven


Es war damit Zeit herauszufinden, ob das interessante Konzept auch draußen im Revier überzeugen kann. Denn gerade in meinem gepachteten Revier ändern sich die Anforderungen im Laufe des Jagdjahres deutlich. Im Winter bin ich viel auf den Wiesen unterwegs und pirsche dort gerne mit einem möglichst großen Sehfeld, entsprechend komme ich mit einem 25mm Objektiv am besten zurecht. Im Sommer verlagert sich die Jagd dagegen zunehmend auf die Felder. Die Entfernungen werden größer und damit greife ich deutlich lieber zu 35 oder sogar 50mm Brennweite. Statt dafür mehrere Geräte vorzuhalten (aktuell nutze ich ein HIKMICRO FQ25 in Kombination mit einem Habrok HQ35L) fand ich die Vorstellung durchaus charmant, künftig mit nur einem Handgerät auszukommen und dieses je nach Revier, Jahreszeit und jagdlicher Situation einfach mit dem passenden Objektiv auszustatten.

 

Technische Details

Das M6 Pro hat folgende wesentliche Spezifikationen:

  • Sensor: 640x512 
  • Objektiv: 25 , 35 & 50mm (F1.0)
  • 25mm: 1,4x Vergrößerung, 35mm: 1,9x Vergrößerung & 50mm: 2,1x Vergrößerung
  • Pitch: 12μm
  • Bildrate: 50Hz
  • OLED Bildschirm in 1920x1080
  • NETD: ≤18mk
  • Laserentfernungsmesser bis 1.200m
  • IP 67 Schutz
  • Akku/Batterie: 1x 18650 (ca. 7 Stunden Laufzeit) 
  • USB-C-Schnittstelle 
  • Gewicht: 330 bis 370 Gramm, je nach Objektivwahl
     

Die technischen Daten zeigen schnell, dass Zentron das M6 Pro in der Premiumklasse der Wärmebild-Beobachtungsgeräte positioniert. Besonders die Möglichkeit, handelsübliche 18650-Akkus zu verwenden, gefällt mir und sorgt im jagdlichen Alltag für ein ordentliches Plus an Flexibilität. Mit gerade einmal 330 Gramm inklusive 25mm Objektiv gehört das M6 Pro zudem sicherlich zu den leichteren Vertretern seiner Klasse. Das ist zumindest ein Punkt, den man gerade auf längeren Pirschgängen schnell zu schätzen weiß.

 

Lieferumfang

Das M6 Pro kommt zunächst recht unspektakulär daher. Statt aufwendig gestalteter Verpackung erwartet einen ein schlichter Pappkarton, in dem sich das Wärmebild-Beobachtungsgerät befindet. Die drei Wechselobjektive sind separat und gut geschützt in einer weiteren Pappverpackung untergebracht. Zum Lieferumfang gehören außerdem ein USB-C-Ladekabel, zwei 18650-Akkus sowie eine passende Tasche samt Trageriemen. Besonders gut gefällt mir, dass die Tasche zusätzlich über eine MOLLE-Aufnahme verfügt. Hier hat tatsächlich jemand mitgedacht! Wow! Dadurch lässt sich das M6 Pro nicht nur klassisch am Riemen tragen, sondern die Tasche auch problemlos an anderer Ausrüstung befestigen. In meinem Fall ließ sie sich hervorragend an meinen Vorn-Rucksack adaptieren.

Auslieferung des M6 Pro

 

Verarbeitungsqualität

Die Verarbeitungsqualität des M6 Pro ist sehr gut und erinnert mich direkt an das damals von mir getestete ZEN C50. Auch hier bewegt sich Zentron meiner Meinung nach klar in der Premiumklasse. Das Gehäuse besteht aus Magnesium, nichts klappert oder wirkt billig und sämtliche Bedienelemente vermitteln einen hochwertigen und robusten Eindruck. Die Objektivschutzklappe wird magnetisch am Gehäuse gehalten und bleibt dadurch im geöffneten Zustand sauber an ihrem Platz. Eine kleine, aber im jagdlichen Alltag durchaus praktische Lösung, die verhindert, dass die Klappe beim Pirschen oder Beobachten unnötig herumbaumelt. Das Prinzip kannte und schätzte ich bereits von meinen Pulsar-Wärmebildgeräten und ist unkompliziert gut.

Besonders gut gefällt mir der Kippschalter mit den drei klar definierten Positionen Off, Standby und On. Dieser lässt sich auch bei völliger Dunkelheit problemlos ertasten und bedienen. Ich bin generell ein großer Freund einer haptischen Rückmeldung. Gerade beim Pirschen möchte ich schließlich wissen, in welchem Betriebszustand sich mein Gerät befindet, ohne erst aufs Display schauen zu müssen. Auf automatische Standby-Funktionen verlasse ich mich dagegen eher ungern. Wer das allerdings anders sieht, muss darauf beim M6 Pro nicht verzichten. In den Einstellungen lässt sich zusätzlich ein sogenannter „Autoschlaf-Modus“ aktivieren, der diese Aufgabe auf Wunsch automatisch übernimmt.

Kippschalter am M6 Pro

 

Die Scharfstellung des Bildes erfolgt ganz klassisch über den Fokusring am Objektiv. Dieser lässt sich sauber bedienen und ermöglicht eine schnelle und präzise Anpassung an die jeweilige Beobachtungsentfernung. Das funktioniert unkompliziert und einwandfrei.

Auf der Oberseite des M6 Pro befinden sich drei übersichtlich angeordnete Bedientasten:

  • Camera Button = Kurzes Drücken = Screenshot; langes Drücken = Videoaufnahme
  • M = Öffnet bei langem Drücken das Einstellungsmenü
  • Laser-Entfernungsmessung / Zoom = Kurzes Drücken = Laser-Entfernungsmessung; langes Drücken = Digitaler Zoom

Die Bedientasten sind haptisch gut voneinander getrennt und lassen sich auch bei Dunkelheit sowie mit Handschuhen problemlos ertasten und bedienen. Gerade in der jagdlichen Praxis gefällt mir das deutlich besser als eine Vielzahl ähnlich geformter Tasten, bei denen man erst überlegen muss, wo der Finger gerade gelandet ist.

Oberseite des M6 Pro

 

Neben der inzwischen obligatorischen USB-C-Schnittstelle verfügt das M6 Pro auch über einen integrierten Laserentfernungsmesser. Ein solches Feature findet sich mittlerweile bei vielen Wärmebild-Beobachtungsgeräten und gehört für mich persönlich fast schon zum Standard. Gerade bei Dunkelheit können Entfernungen bekanntlich schnell täuschen, weshalb ich die Möglichkeit sehr schätze, mit einem kurzen Knopfdruck Gewissheit zu haben. Besonders beim Ansprechen und Einschätzen von Wild ist der Entfernungsmesser für mich daher ein Ausstattungsmerkmal, auf das ich nur ungern verzichten möchte.

Seitenansicht des M6 Pro

 

An der Unterseite des M6 Pro befindet sich die obligatorische 1/4-Zoll-Gewindeaufnahme. Darüber lassen sich beispielsweise entsprechende Tragegurte oder anderes Zubehör befestigen. Keine große Besonderheit, aber ein praktischer Standard.

Unterseite des M6 Pro

 

Der 18650-Akku sitzt hinter einem verriegelbaren Batteriedeckel, der sich mit wenigen Handgriffen öffnen lässt. Die korrekte Polung ist direkt am Gehäuse eingraviert, zusätzlich verfügt das M6 Pro über einen Verpolungsschutz. Ein versehentlich falsch eingesetzter Akku sollte damit also kein Problem darstellen. Besonders wichtig ist für mich: Der Akkuwechsel funktioniert auch im Dunkeln problemlos. Die Verriegelung wird einfach am Gehäuse aufgedreht, der alte Akku entnommen und der neue eingeschoben. Anschließend den Deckel wieder schließen und verriegeln. Fertig! Das Ganze lässt sich weitgehend „blind“ erledigen, ohne erst mit der Taschenlampe im Mund hantieren zu müssen.

Batteriefachdeckel des M6 Pro

 

Der Objektivwechsel

Kommen wir nun zum Kernthema und für mich zur eigentlichen Besonderheit des M6 Pro: Wie funktioniert der Objektivwechsel in der Praxis? Die kurze Antwort: Es ist so einfach, dass der Wechsel vermutlich schneller erledigt ist, als dass ich diese Zeilen darüber schreiben kann. Denn Werkzeug wird dafür erfreulicherweise nicht benötigt. Das aktuell montierte Objektiv wird einfach (dauert etwas) herausgeschraubt und gegen das gewünscht Objektiv eingeschraubt, vergleichbar mit einem Objektivwechsel an einer Spiegelreflexkamera. 

Ein wenig Sorgfalt sollte man beim Objektivwechsel natürlich trotzdem walten lassen. Mit dreckigen oder gar blutigen Händen würde ich den Wechsel nicht unbedingt mitten im Revier durchführen. Klinische Raumbedingungen braucht es allerdings ebenso wenig. Genau über diesen Punkt hatte ich mich bereits auf der IWA mit dem Personal am Zentron-Stand unterhalten. Der Sensor des M6 Pro ist zusätzlich geschützt beziehungsweise beschichtet und soll sich im Fall der Fälle vorsichtig mit einem geeigneten Brillenputztuch reinigen lassen. Gleiches gilt für die Wechselobjektive. Man muss den Objektivwechsel also nicht mit Samthandschuhen angehen, ein vernünftiger Umgang mit der Optik versteht sich aber von selbst. In der Praxis habe ich es ohnehin etwas anders gehandhabt: Vor dem Ansitz oder der Pirsch habe ich mich je nach Revierverhältnissen für die passende Brennweite entschieden und das Objektiv noch zu Hause am Schreibtisch gewechselt. Der Zeitaufwand? Keine 60 Sekunden. 

Mit dem Wechsel der Objektive verändert sich natürlich auch die jeweilige Grundvergrößerung des M6 Pro: Mit dem 25mm Objektiv liegt sie bei 1,4-fach, mit dem 35mm Objektiv bei 1,9-fach und mit dem 50mm Objektiv bei 2,1-fach. 

Objektivwechsel

 

25mm, 35mm und 50mm mit den jeweiligen Grundvergrößerungen im Vergleich

 

Bildqualität

Die Bildqualität des M6 Pro hat mich im Test überzeugt und ist auch bei widrigeren Wetterbedingungen wie Regen oder Nebel auf einem sehr guten Niveau. Als direkte Referenz konnte ich meine beiden HIKMICRO-Geräte heranziehen, die ebenfalls mit 640er-Sensoren ausgestattet sind. Im direkten Vergleich muss sich das Zentron vor den etablierten großen Playern keineswegs verstecken.

Unterschiede zeigten sich allenfalls bei schwierigeren Witterungsbedingungen und selbst dann waren sie eher gering. Je nach Wetterlage hatte mal das Zentron, mal eines der HIKMICRO-Geräte minimal die Nase vorn. Einen eindeutigen Sieger konnte ich hier nicht ausmachen. Für mich ein gutes Zeichen, denn letztlich zeigt es, auf welchem Niveau sich das M6 Pro bei der Bilddarstellung bewegt.

Die Auswahl an Farbpaletten ist erfreulich groß. Praktischerweise lassen sich im Menü die persönlichen Favoriten festlegen, sodass man sich im jagdlichen Alltag nicht jedes Mal durch sämtliche Varianten klicken muss. Da ich ohnehin fast ausschließlich White Hot und Black Hot nutze, waren dies auch während meines Tests die mit Abstand meistgenutzten Farbpaletten. Interessant fand ich allerdings den ebenfalls verfügbaren Modus „Grün Weiß“. Gerade bei längerer Beobachtung in der Nacht empfand ich die grünliche Darstellung subjektiv als angenehm und vergleichsweise augenschonend.

Das sichere Ansprechen von Wild war mit allen drei Objektiven gut möglich, wobei die jeweilige Brennweite natürlich ihre Stärken in unterschiedlichen Situationen ausspielt. Auf größere Entfernungen bietet das 50mm Objektiv erwartungsgemäß deutliche Vorteile gegenüber der 25mm Variante. Umgekehrt punktet das 25er mit seinem großen Sehfeld auf kürzere Distanzen. Gerade für die sogenannte „Gummi-Pirsch“ (so umstritten diese Form der Revierkontrolle teilweise auch sein mag) finde ich das 25mm Objektiv ausgesprochen praktisch. In meinem Revier bietet es sich beispielsweise an, von der Bundesstraße aus kurz einen Überblick über die angrenzenden Felder zu bekommen. Hier spielt das große Sehfeld des 25ers seine Vorteile voll aus.

Nachfolgend noch einige Impressionen, die unter normalen Witterungsbedingungen entstanden sind. Dabei sollte man berücksichtigen, dass die Aufnahmen die tatsächliche Darstellung nur bedingt wiedergeben können. Direkt im Gerät wirkt das Bild noch einmal etwas besser als auf den gespeicherten Fotos beziehungsweise Videos.

M6 Pro Bildqualität: 25mm Objektiv, 1,4-fache Vergrößerung (ideal für Wald und Pirsch) 

M6 Pro Bildqualität: 35mm Objektiv, 1,9-fache Vergrößerung („Allrounder-Objektiv“) 

M6 Pro Bildqualität: 35mm Objektiv, 1,9-fache Vergrößerung, Rehwild auf 55m

M6 Pro Bildqualität: 35mm Objektiv, 1,9-fache Vergrößerung, Schwarzwild auf 80m

M6 Pro Bildqualität: 35mm Objektiv, 1,9-fache Vergrößerung

 

Ebenfalls mit an Bord ist ein integrierter Ballistikrechner. Hinterlegt man die entsprechenden Munitions- und Ballistikdaten (in meinem Fall die Daten meiner selbst wiedergeladenen Munition), zeigt das M6 Pro nach der Entfernungsmessung direkt die berechnete Geschossabweichung sowohl in MOA als auch in Zentimetern an. Auf den eingebundenen Videos lässt sich das gut erkennen. Das finde ich im Übrigen in der Praxis ausgesprochen hilfreich. Denn nicht nur auf große Entfernungen spielt die Geschossflugbahn eine Rolle: Gerade auf sehr kurze Distanzen kann der Treffpunkt bei einer auf 100 Meter eingeschossenen Waffe deutlich tiefer liegen. Und wer nachts auf der Pirsch unterwegs ist, weiß, dass man sich im Eifer des Gefechts bei Entfernung und Haltepunkt durchaus einmal verschätzen kann. Der eine oder andere Nachsuchenführer dürfte davon vermutlich ein Liedchen singen können.

Das häufig gehörte Argument „So etwas brauche ich nicht, ich kenne schließlich mein Revier“ lasse ich daher nur bedingt gelten. Den Spruch kennt vermutlich jeder, meistens kurz bevor aus geschätzten 80 Metern auf einmal doch nur 30 werden. Gerade auf den vermeintlich einfachen, kurzen Distanzen kann das Auge nachts erstaunlich großzügig schätzen. Wenn das M6 Pro die Entfernung ohnehin per Laser misst und mir anschließend direkt die passende ballistische Korrektur mitliefert, nehme ich diese kleine mathematische Nachhilfestunde gerne an. Besser das Gerät rechnet einmal zu viel, als dass der Nachsuchenführer später vorrechnet, wo man eigentlich hätte anhalten sollen.

M6 Pro Ballistik-Daten (Beispiel)

 

Eine praktische Funktion ist zudem die geräteinterne Medienwiedergabe. Aufgenommene Fotos und Videos lassen sich direkt auf dem M6 Pro ansehen und verwalten, ohne dafür erst das Smartphone bemühen zu müssen. Diese Funktion kenne ich bereits von meinen HIKMICRO-Geräten und habe sie dort sehr zu schätzen gelernt. Gerade im Revier finde ich es ausgesprochen praktisch, eine Aufnahme direkt noch einmal ansehen und eine beobachtete Situation kontrollieren zu können, ohne erst das Smartphone aus der Tasche holen und eine Verbindung zum Gerät herstellen zu müssen.

Das M6 Pro lässt sich über die integrierte WLAN-Schnittstelle mit der ZEN LINK App verbinden. Die Verbindung funktionierte während meines Tests schnell und zuverlässig. Über die App steht unter anderem eine Live-View-Funktion zur Verfügung, außerdem können aufgenommene Fotos und Videos bequem auf das Smartphone übertragen werden. Auch Firmware-Updates lassen sich auf diesem Weg unkompliziert durchführen.

 

Fazit

Unterm Strich hat mich das Zentron M6 Pro rundum überzeugt. Die sehr gute Verarbeitung, die überzeugende Bildqualität, der integrierte Laserentfernungsmesser und natürlich insbesondere das Konzept der schnell und werkzeuglos wechselbaren Objektive ergeben ein Gesamtpaket, das in der Praxis einfach Spaß macht. Gerade die Möglichkeit, mit 25, 35 und 50mm gleich drei unterschiedliche Brennweiten mit nur einem Handgerät abzudecken, ist für mich der eigentliche Clou des M6 Pro. 

Auch beim Preis-Leistungs-Verhältnis gibt es wenig zu meckern. Oder etwas weniger vornehm ausgedrückt: Hier bekommt man ziemlich viel „Bang for the Buck“. Und das ist toll! Hätte ich nicht bereits meine beiden HIKMICRO-Geräte, wüsste ich ziemlich genau, welches Wärmebildgerät jetzt in meinem Warenkorb liegen würde. So wird es allerdings schwierig, meiner Frau die Neuanschaffung schlüssig zu begründen, insbesondere dann, wenn man den finanziellen Verlust beim Verkauf der vorhandenen „Altgeräte“ mit in die Rechnung einbezieht. Manchmal steht dem Haben-wollen eben nicht die Technik, sondern die heimische Finanzaufsicht im Weg.

Positiv zu erwähnen ist außerdem die Garantiezeit von insgesamt 3,5 Jahren. Zentron gewährt auf das M6 Pro regulär drei Jahre Garantie, die sich durch eine Registrierung des Gerätes um weitere sechs Monate verlängern lässt. Gerade bei einem technisch aufwendigen und nicht ganz günstigen Wärmebildgerät ist eine solche Garantiezeit aus meiner Sicht ein durchaus erwähnenswerter Pluspunkt.

Wer meine bisherigen Testberichte kennt, weiß aber auch, dass bei mir nicht alles Gold ist, nur weil mir ein Testgerät zur Verfügung gestellt wurde. Meine Berichte werden nicht „abgestimmt“ und wenn mir etwas negativ auffällt, dann schreibe ich das auch. Vermutlich ist das meinem Hauptberuf geschuldet, der an dieser Stelle zum Glück weiterhin inkognito bleiben darf.

Also: Was gibt es beim M6 Pro zu kritisieren? Zum einen würde ich mir ein Shutterless-System, wie man es beispielsweise von den aktuellen 3.0-Geräten von HIKMICRO kennt, wünschen. Das bietet das M6 Pro leider nicht. Wer ausdrücklich komplett ohne die bekannten Kalibrierungsunterbrechungen waidwerken möchte, muss sich daher derzeit bei anderen Geräten umsehen. Der zweite Kritikpunkt betrifft die Einhändigkeit der Bedienung. Durch die kompakten Abmessungen lässt sich das M6 Pro bereits weitgehend gut mit einer Hand bedienen. Beim Fokussieren ist aber noch Luft nach oben. Andere Hersteller zeigen mit einem Fokussierrad in unmittelbarer Nähe zur Dioptrienverstellung, dass sich ein Wärmebildgerät noch konsequenter auf die einhändige Nutzung auslegen lässt. Gerade beim Pirschen, wenn die zweite Hand vielleicht am Pirschstock oder anderweitig beschäftigt ist, lernt man solche Kleinigkeiten schnell zu schätzen.

Das M6 Pro ist und bleibt aber ein kompaktes, hochwertig verarbeitetes und ausgesprochen vielseitiges Wärmebild-Handgerät, dessen Wechselobjektiv-Konzept in der Praxis tatsächlich einen echten Mehrwert bietet. Zentron liefert hier ein verdammt gutes Gesamtpaket ab!

 

Englischer Bericht / English Review

Abschließend noch ein kleiner Blick über den heimischen Tellerrand: Im Anschluss folgt dieser Testbericht erstmals auch in englischer Sprache. Auf eine erneute Einbindung der Bilder verzichte ich dabei bewusst, um den Bericht nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Damit möchte ich der zunehmenden Internationalität der Jagd- und Ausrüstungsszene Rechnung tragen und vielleicht gleichzeitig einen kleinen Beitrag dazu leisten, Geartester auch über den deutschsprachigen Raum hinaus noch etwas bekannter zu machen.

Finally, a brief look beyond the domestic horizon: for the first time, an English-language version follows this test report. I deliberately chose not to include the images again to keep the report from getting unnecessarily long. In doing so, I want to acknowledge the increasing international nature of the hunting and equipment scene and, at the same time, make a small contribution toward making Geartester a little better known beyond the German-speaking world as well.

 

Preliminary Remarks

Zentron provided me with the M6 Pro thermal imaging monocular for testing. I tested the M6 Pro for six months. Regardless, the following remarks reflect my personal impressions and experiences. I did not coordinate this report with Zentron. I also have no business relationship related to this review.

 

Zentron as a Manufacturer

Zentron has been on the market for quite some time, but so far it has remained something of a shadowy presence in Germany and Europe. Initially, the products were distributed here exclusively by the adapter and suppressor manufacturer EP Arms; Seven Oaks has since taken over distribution. In the USA, by contrast, Zentron already enjoys a considerably higher level of brand recognition than some thermal imaging manufacturers that have long since established themselves firmly on the European market. A look at social media gives a fairly good impression of this. Instagram in particular features numerous videos from American hunting practice in which Zentron devices are used for the popular local pastime of hog hunting. The brand was also correspondingly present at the SHOT Show in Las Vegas, underlining just how important the US market has now become for the manufacturer.

 

Background to the Test

Since I had already been able to test the Zentron ZEN C50 thermal clip-on device (see the Geartester report dated 31 March 2025) and subsequently even bought one privately in order to build the lightest possible stalking setup around it (see the Geartester Report of the Month dated 11 October 2025), Zentron was of course no longer unfamiliar territory for me.

At this year’s IWA in Nuremberg, my route therefore also took me past the Zentron stand. The M6 Pro caught my eye fairly quickly. The M6 Pro is a thermal imaging monocular with interchangeable lenses and an integrated laser rangefinder.

But thermal imaging monoculars with interchangeable lenses have been around for ages! Yes, that is basically true. Anyone thinking, for example, of the Pulsar Telos range would not be wrong. However, on those devices you cannot simply change the lens yourself on the spot. For the conversion, you have to send the unit to the manufacturer or an appropriate service point. So quickly swapping the lens shortly before a high-seat session because conditions are different today, or because a spontaneous hunting invitation has come up, is not possible. Other thermal imagers, such as the InfiRay Zoom or the ThermTec Wild 650D, take a different approach with their dual-lens systems. Different focal lengths are available directly in the device, but this design also naturally brings larger dimensions and added weight. And that is exactly where the Zentron M6 Pro became interesting to me: a compact handheld unit with an integrated laser rangefinder that fits easily into a trouser pocket, has a 640 sensor, and at the same time comes with interchangeable 25, 35, and 50 mm lenses was, at least for me, something new.

And as is always the case with interesting new hunting toys: simply looking at them is somehow unsatisfying. So I asked on the spot whether I could test the M6 Pro extensively under real hunting conditions. After all, a test unit is by far the cheaper way to put new hunting gear through its paces, and as we all know, that benefits not only the bank balance but, as a result, domestic harmony as well. Happily, the request was approved straight away, and only a short time later I had the M6 Pro with me for a thorough getting-to-know-you period. My test unit came in the TAN version, i.e., sand-colored. Anyone who prefers a more classic and discreet look can choose the black version instead. Technically, of course, there is no difference between the two versions.

It was therefore time to find out whether the interesting concept could also prove itself out in the hunting ground. In my leased hunting ground in particular, the requirements change significantly over the course of the hunting year. In winter I spend a lot of time out on the meadows and like to stalk there with as wide a field of view as possible, so a 25 mm lens suits me best. In summer, by contrast, hunting increasingly shifts to the fields. Distances become greater, and I therefore much prefer to reach for a 35 or even 50 mm focal length. Rather than keeping several devices for this purpose (I currently use a HIKMICRO FQ25 in combination with a Habrok HQ35L), I found the idea quite charming to get by with only one handheld device in the future and equip it with the right lens depending on the territory, season and hunting situation.

 

Technical Details

The M6 Pro has the following key specifications:

  • Sensor: 640x512
  • Lens: 25, 35 & 50mm (F1.0)
  • 25mm: 1.4x magnification, 35mm: 1.9x magnification & 50mm: 2.1x magnification
  • Pixel pitch: 12μm
  • ·Frame rate: 50Hz
  • OLED display in 1920x1080
  • NETD: ≤18mk
  • Laser rangefinder up to 1,200m
  • IP67 protection
  • Battery: 1x 18650 (approx. 7 hours runtime)
  • USB-C interface
  • Weight: 330 to 370 grams, depending on lens choice

The technical data quickly show that Zentron is positioning the M6 Pro in the premium class of thermal imaging monoculars. I particularly like the option of using standard 18650 batteries, which provides a significant extra degree of flexibility in everyday hunting use. At just 330 grams including the 25 mm lens, the M6 Pro is also certainly one of the lighter representatives of its class. That is at least one point you quickly learn to appreciate on longer stalks.

 

Scope of Delivery

At first, the M6 Pro arrives in rather unspectacular fashion. Instead of elaborate packaging, you get a simple cardboard box containing the thermal imaging monocular. The three interchangeable lenses are packed separately and well protected in another cardboard package. The package also includes a USB-C charging cable, two 18650 batteries, and a suitable carrying case with a shoulder strap. I especially like that the case also has a MOLLE attachment. Someone actually thought this through! Wow! This means the M6 Pro can be carried conventionally on the strap, and the case can also be easily attached to other equipment. In my case, it fitted excellently onto my Vorn backpack.

A printed instruction manual was not included, at least with my test unit. In fairness, however, it cannot be ruled out that this was simply because it was a test device rather than regular retail stock. Although I personally usually manage perfectly well without instructions for devices like these, I know from older fellow hunters that a traditional printed manual is still very much appreciated.

 

Build Quality

The M6 Pro's build quality is very good and immediately reminds me of the ZEN C50 I tested at the time. Here too, Zentron is clearly operating in the premium class. The housing is made of magnesium;; nothing rattles or feels cheap, and all controls convey a high-quality, robust impression. The lens cap is held magnetically against the housing and therefore stays neatly in place when open. A small but genuinely practical solution in everyday hunting use, as it prevents the cap from dangling around unnecessarily while stalking or observing. I already knew and appreciated this principle from my Pulsar thermal imagers, and it's a good, uncomplicated solution.

I particularly like the toggle switch with its three clearly defined positions: Off, Standby, and On. You can find and operate it easily, even in complete darkness. In general, I am a big fan of tactile feedback. When stalking in particular, I want to know my device's operating state without first looking at the display. By contrast, I am rather reluctant to rely on automatic standby functions. Anyone who sees it differently does not have to go without one on the M6 Pro, though. A so-called “Auto Sleep Mode” can also be activated in the settings to handle this task automatically if desired.

Adjust image focus the traditional way using the focus ring on the lens. It operates smoothly and lets you adjust the image quickly and precisely to the relevant observation distance. It works simply and flawlessly.

There are three clearly arranged control buttons on the top of the M6 Pro:

  • Camera Button = Short press = screenshot; long press = video recording
  • M = Opens the settings menu when held down
  • Laser Rangefinding / Zoom = Short press = laser rangefinding; long press = digital zoom

The control buttons are clearly distinguishable by touch and can be located and operated without difficulty even in the dark or while wearing gloves. In actual hunting use, I like this much better than having a large number of similarly shaped buttons where you first have to work out where your finger has landed.

In addition to the now-practically-obligatory USB-C interface, the M6 Pro also features an integrated laser rangefinder. This feature is now common on many thermal imaging monoculars and, for me personally, has almost become standard equipment. Distances can be notoriously deceptive in the dark, which is why I greatly appreciate being able to obtain certainty at the press of a button. Especially when identifying and assessing game, the rangefinder is therefore a feature I would be very reluctant to do without.

The M6 Pro has the obligatory 1/4-inch threaded mount on the underside. You can use it, for example, to attach suitable carrying straps or other accessories: nothing particularly special, but a practical standard feature.

The 18650 battery sits behind a lockable battery cap that opens in just a few simple steps. The correct polarity is engraved directly on the housing, and the M6 Pro additionally features reverse-polarity protection. Accidentally inserting the battery the wrong way around should therefore not cause a problem. Particularly important to me: changing the battery also works without difficulty in the dark. You twist the locking mechanism open on the housing, remove the old battery, and slide in the new one. Then close and lock the cap again. Done! You can do most of the process “blind,” without first having to juggle a flashlight between your teeth.

 

Changing the Lens

Now we come to the central topic and, for me, the M6 Pro's standout feature: how does changing the lens work in practice? The short answer: it is so simple that the change is done faster than I can write these lines. Thankfully, no tools are required. The lens currently fitted is simply unscrewed (which takes a little while), and the desired lens is screwed in instead, comparable to changing a lens on a DSLR camera.

A little care should of course still be taken when changing lenses. I would not necessarily perform the change out in the hunting ground with dirty or even bloody hands. On the other hand, you do not need clean-room conditions either. I had already discussed precisely this point with the staff at the Zentron stand at IWA. The M6 Pro sensor is additionally protected or coated and, if necessary, should be cleaned carefully with a suitable spectacle-cleaning cloth. The same applies to the interchangeable lenses. So there is no need to handle the lens change with kid gloves, although sensible care when dealing with optics should go without saying. In practice, I handled it slightly differently anyway. Before heading out for a high-seat session or a stalk, I selected the appropriate focal length according to the conditions in the hunting ground and changed the lens at my desk at home. The time required? Less than 60 seconds.

Changing lenses also changes the M6 Pro's base magnification: 25 mm is 1.4x, 35 mm is 1.9x, and 50 mm is 2.1x.

 

Image Quality

The M6 Pro's image quality impressed me during testing and remains very good even in adverse conditions such as rain or fog. As a direct reference, I compared it with my two HIKMICRO devices, which are also equipped with 640 sensors. In direct comparison, the Zentron has absolutely no need to hide from the established major players.

Differences only really became apparent in more difficult weather conditions, and even then they were fairly minor. Depending on the weather, sometimes the Zentron had a slight edge; sometimes one of the HIKMICRO devices did. I could not identify a clear winner here. To me, that is a good sign because, ultimately, it shows the level at which the M6 Pro operates in terms of image rendering.

The selection of color palettes is pleasingly large. Conveniently, personal favorites can be defined in the menu, so in everyday hunting use you do not have to click through every single option each time. Since I use White Hot and Black Hot almost exclusively anyway, these were also by far the most frequently used color palettes during my test. I did, however, find the also-available Cold Green mode interesting. Especially during longer observation sessions at night, I subjectively found the greenish display pleasant and comparatively easy on the eyes.

All three lenses made reliable identification of game possible, though each focal length naturally plays to its strengths in different situations. At greater distances, the 50 mm lens offers clear advantages over the 25 mm version, as expected—conversely, the 25 mm scores with its wide field of view at shorter distances. I find the 25 mm lens particularly practical for so-called “rubber stalking” (however controversial this form of checking the hunting ground may sometimes be). In my hunting ground, for example, it is useful for quickly getting an overview of the adjoining fields from the main road. Here, the 25 mm lens makes full use of its wide field of view.

Below are a few more impressions recorded under normal weather conditions. It should be borne in mind that the recordings can only reproduce the actual display to a limited extent. 

Viewed directly through the device, the image looks somewhat better again than it does in the saved photos or videos.

It also includes an integrated ballistic calculator. Once you enter the relevant ammunition and ballistic data (in my case, data for my own hand-loaded ammunition), the M6 Pro displays the calculated bullet deviation immediately after rangefinding, in both MOA and centimeters. This is clear in the embedded videos. Incidentally, this is extremely useful in practice. Bullet trajectory matters not only at long range: at very short distances in particular, the point of impact can be considerably lower with a rifle zeroed at 100 meters. And anyone who stalks at night knows that, in the heat of the moment, it is entirely possible to misjudge both distance and hold point. More than one tracking-dog handler could probably tell a story or two about that.

I therefore accept the frequently heard argument, “I don’t need something like that; after all, I know my hunting ground,” only to a limited extent. Everyone has probably heard that line, usually shortly before an estimated 80 meters suddenly turns out to be only 30. Especially at supposedly easy, short distances, the eye can be surprisingly generous with its estimates at night. If the M6 Pro is measuring the distance by laser anyway and then immediately provides me with the appropriate ballistic correction, I am happy to accept this little mathematics refresher. Better for the device to calculate once too often than for the tracking-dog handler later to explain where you should actually have held.

Another practical feature is the device’s built-in media playback. Recorded photos and videos can be viewed and managed directly on the M6 Pro without first having to reach for a smartphone. I already know this feature from my HIKMICRO devices and have come to appreciate it greatly there. Especially out in the hunting ground, I find it extremely practical to be able to review a recording immediately and check an observed situation without first taking the smartphone out of my pocket and establishing a connection to the device.

The M6 Pro can be connected to the ZEN LINK app via its integrated Wi-Fi interface. During my test, the connection worked quickly and reliably. Among other things, the app provides a live-view function, and you can also transfer recorded photos and videos conveniently to your smartphone. Firmware updates can also be done easily this way.

 

Conclusion

All in all, the Zentron M6 Pro convinced me across the board. The very good build quality, convincing image quality, integrated laser rangefinder and, of course, above all, the concept of lenses that can be changed quickly and without tools combine to create an overall package that is simply enjoyable to use in practice. For me, the real highlight of the M6 Pro is precisely the ability to cover three different focal lengths—25, 35 and 50 mm—with a single handheld device.

There is also little to complain about in terms of value for money. Or, to put it somewhat less elegantly: you get a lot of “Bang for the Buck” here. And that is great! If I did not already own my two HIKMICRO devices, I would know pretty much exactly which thermal imager would be sitting in my shopping cart right now. As things stand, however, it becomes difficult to give my wife a convincing justification for the new purchase, especially once the financial loss from selling the existing “old devices” is factored into the equation. Sometimes it is not the technology that stands in the way of wanting something, but the domestic financial controller.

Another positive point worth mentioning is the total warranty period of 3.5 years. Zentron provides a standard three-year warranty on the M6 Pro, which can be extended by a further six months by registering the device. Particularly with a technically sophisticated and not exactly inexpensive thermal imaging device, I consider such a warranty period a noteworthy advantage.

Anyone familiar with my previous test reports also knows, however, that I do not declare everything golden just because a test device has been provided to me. My reports are not “coordinated,” and if something strikes me negatively, I write that as well. That is probably due to my main profession, which fortunately may continue to remain incognito at this point.

So: what is there to criticize about the M6 Pro? First, I would like to see a shutterless system, such as the one familiar from HIKMICRO’s current 3.0 devices. Unfortunately, the M6 Pro does not offer this. Anyone who expressly wants to hunt completely without the familiar calibration interruptions will therefore currently have to look at other devices. The second point of criticism concerns one-handed operation. Thanks to its compact dimensions, the M6 Pro can already be operated quite well with one hand for the most part. There is still room for improvement when it comes to focusing, however. Other manufacturers show that a thermal imaging device can be designed even more consistently for one-handed use, with a focus wheel positioned close to the diopter adjustment. Especially when stalking, when the second hand may be occupied with a shooting stick or something else, you quickly learn to appreciate such small details.

The M6 Pro nevertheless is and remains a compact, very well-made, and exceptionally versatile handheld thermal imaging device whose interchangeable-lens concept genuinely delivers real added value in practice. Zentron has put together one hell of an overall package here!

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