PUMA hunter’s pal
Von Hunting Photographer am 19. Dezember 2020

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Das Leben ist einfach zu kurz um mit scheußlichen Messern zu jagen, deshalb wollte ich einen klassischen Nicker als vielseitiges Gebrauchsmesser haben. Ein klassischer Nicker muss von PUMA sein, das war klar. So habe ich mir vor ein paar Jahren auf der Jagd & Hund in Dortmund einige verschiedene Modelle zeigen lassen und mich letztendlich für den PUMA hunter’s pal entschieden. Der Preis erschien mir für ein Gebrauchsmesser absolut angemessen, er lag gut in der Hand und die Größe schien auch ideal.

Eckdaten: 

Das Messer verfügt über Griffschalen aus Hirschhorn und hat eine 103mm lange und 4mm starke Klinge aus 1.4116 Stahl. Dieser Stahl hat eine Härte von 55-57 Rockwell und ist somit recht schnitthaltig, lässt sich aber auch gut zwischendurch mit dem Diamantstahl abziehen. Das Messer wird mit einer braunen Steckscheide aus Sattelleder geliefert, die am Gürtel getragen werden kann.

Erfahrungen:


Wie das mit neuen Errungenschaften so ist, habe ich es mit dem neuen Messer zunächst langsam angehen lassen und einen Jährlingsbock aufgebrochen.

Ich konnte meinen Zeigefinger bequem entlang des Klingenrückens an die Spitze legen um zu verhindern, dass ich beim aufschärfen der Bauchdecke in das Gescheide steche.

Die Klinge glitt problemlos durch das Brustbein und das Schloss des Jährlings und ich war mit dem ersten Test überaus zufrieden. Auch schien die Klinge durch diesen ersten Einsatz kein bisschen stumpfer geworden zu sein und ich habe meinen Nicker sofort lieb gewonnen.

Seither war das hunter’s pal mein permanenter Begleiter auf der Jagd. Ich habe damit etliche Rehe aufgebrochen, Taubenbrüste ausgelöst und auch ein Reh abgefangen, dass von einem Auto erwischt wurde.

Dank der relativ schmalen Klinge ist auch ein Ringeln von Rehwild kein Problem, was ich bei Rehwild normalerweise bevorzuge.

Zugegeben war ich auf Drückjagden häufig der Jäger mit dem kleinsten Messer und einmal, als ich eine Sau aufbrechen wollte, kamen von einem anderen Jäger hämische Sprüche, ob ich sein Messer leihen wollte, da mein Nicker ja eher ungeeignet sei. Er wurde schnell eines besseren belehrt, als die Klinge mühelos durch das Schloss des Überläufers glitt.

Im weiteren Verlauf des Tages habe ich mit dem Nicker noch drei weitere Stücke Schwarzwild und zwei Rehe aufgebrochen und dennoch war es am Abend nach ein paar Strichen über den Diamantstahl wieder einsatzbereit, als eine Wildwurst aufgeschnitten werden sollt.


Pflege:

Die einzige Pflege, die der Nicker von mir bekommen hat, war eine gründliche Reinigung nach der Jagd und hin und wieder ein schnelles abziehen mit dem Diamantstahl.


Fazit:

Ich würde zwar nicht versuchen eine Sau mit dem Nicker abzufangen und ich würde starke Stücke entweder ringeln oder eine Säge für das Schloss verwenden, aber ansonsten ist das hunter’s pal für mich ein absolut universeller Begleiter bei der Jagd. Es sei dazugesagt, dass ich primär im Niederwildrevier unterwegs bin. Wenn ich häufiger auf Schwarz- oder Rotwild waidwerken würde, wäre ich vielleicht auch geneigt zu einem etwas gröberen Messer zu greifen. 


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Kommentare

Prof.Keiler

Sehr schöner Bericht. Ich bin der Meinung, dass es nicht auf die Größe eines Messers beim Aufbrechen von Rot- und Schwarzwild kommt. Vielmehr ist es wie man selbst damit zurecht kommt (es in der Hand bei der roten Arbeit liegt) und auf die Schnitthaltigkeit. Ich selber jage in einem Revier mit gutem Schwarzwildbestand und führe seit vielen Jahren mit vollster Zufriedenheit das Linder ATS 34 Super Edge 1. (Klingenlänge 93mm)
Wenns ums Abfangen geht führe ich was größeres.

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