PARD Phoenix 4K 2.0 – Das erste legale digitale Tageslicht-Zielfernrohr in Deutschland

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Moin Geartester! Heute haben wir etwas ganz Besonderes für euch im Test: Das PARD Phoenix 4K 2.0 (50er Modell). Es handelt sich hierbei um eine absolute Innovation auf dem Markt und eine direkte Konkurrenz zu normalen Tageszieloptiken. Wir sprechen hier über ein rein digitales Tageslicht-Zielfernrohr – und um es gleich vorwegzunehmen: Es geht in diesem Testbericht ausschließlich um die Nutzung am Tag, nicht um die Nachtjagd!

Viele von euch werden beim Begriff "digitales Zielfernrohr" sofort an das strenge deutsche Waffengesetz denken, welches echte Nachtzielgeräte (also Nachtsichtgeräte mit integriertem Absehen) grundsätzlich als verbotene Gegenstände einstuft. Das PARD Phoenix 4K 2.0 bildet hier jedoch eine Ausnahme.

Die rechtliche Sicherheit steht bei diesem Gerät im Vordergrund:

  • Der IR-Filter: Das Phoenix 4K 2.0 verfügt über einen Infrarotfilter, der Licht oberhalb einer Wellenlänge von 660 Nanometern blockiert. Selbst wenn ihr nachts einen IR-Strahler einschalten würdet, kann das Gerät diese Wellenlängen schlichtweg nicht wahrnehmen. Es ist damit technisch auf die Nutzung am Tag beschränkt.
  • BKA-Feststellungsbescheid: Durch diese bauliche Eigenschaft (analog zur bereits erfolgten Einstufung des "WOLF x10" https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/UnsereAufgaben/Aufgabenbereiche/Waffen/Feststellungsbescheide/Schusswaffenzubehoer/210127FbZ519_WOLF.html?nn=119048)) gilt das Gerät offiziell als Tageslichtzielfernrohr. Laut Anlage 2 zu § 2 Absatz 3 WaffG (Waffenliste – Abschnitt 1 Nr. 1.2.4.2) ist es KEIN verbotener Gegenstand.
  • VDB-Rechtsgutachten: Zusätzlich zur BKA-Einstufung gibt es ein fundiertes Rechtsgutachten von Anwälten des VDB, welches den jagdlichen Einsatz des Gerätes am Tag in allen 16 Bundesländern ausdrücklich bestätigt und rechtlich absichert.

Zukunftssicherheit: Solltet ihr das Gerät jetzt erwerben und unsere Politiker in Zukunft Zielgeräte für die Nachtjagd bundesweit erlauben, ist das Phoenix 4K 2.0 bereits vorbereitet. Über ein Software-Update durch den Händler könnte das Gerät dann aufgewertet und in Kombination mit einem IR-Strahler legal als Nachtzielgerät genutzt werden.

Technische Features und Ausstattung

Obwohl es optisch einem klassischen analogen Zielfernrohr ähnelt (Montage mit 30er Ringen, drei Türme, Objektivdeckel), steckt im Inneren viel Technik:

  • Bildqualität: Verbaut ist ein 4K-Sensor mit einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln.
  • Vergrößerung: Das Zielfernrohr bietet eine 4,6-fache Grundvergrößerung. Da es sich um ein digitales Gerät handelt, wird beim Heranzoomen (über den oberen Turm) nicht optisch, sondern rein digital vergrößert (bis 18,4-fach).
  • Laser-Entfernungsmesser (LRF) & Ballistikrechner: Ein riesiger Pluspunkt ist der direkt in die Frontlinse integrierte Laser-Entfernungsmesser. Es steht also kein störendes Bauteil seitlich ab. Auf Knopfdruck wisst ihr exakt, wie weit das Ziel entfernt ist. Gibt man seine Munitionsdaten in den integrierten Ballistikrechner ein, kann das Gerät sogar den berechneten Haltepunkt anzeigen.
  • Waffenprofile: Ein Feature, das analoge Gläser nicht bieten: Ihr könnt mehrere Waffenprofile anlegen. Mit einer entsprechenden Montage (im Test wurde z. B. eine Rusan-Montage mit seitlichen Hebeln für Blaser verwendet) lässt sich das leichte Glas einfach zwischen der Raubwildbüchse und der klassischen Bockjagdwaffe hin- und herwechseln.
  • Videoaufzeichnung (RAV): Für Übungsschützen und zur Analyse auf der Jagd ideal: Das Zielfernrohr kann das Absehen und den Schuss direkt auf einer Micro-SD-Karte in 4K-Qualität aufzeichnen – inklusive rückstoßaktivierter Aufzeichnung (RAV).
  • Stromversorgung & Gewicht: Betrieben wird das Glas mit einem fest verbauten 21700er und einem 18650er Wechselakku, die problemlos für über 6 Stunden Dauerbetrieb sorgen. Dabei wiegt es mit Akkus nur knapp über 900 Gramm.
  • Preis: Ein echtes Argument ist der Preis von knapp über 1000 Euro für das 50er Modell, was es im Vergleich zu klassischen Tageszieloptiken extrem attraktiv macht.

Der Praxistest am Tag (Bockjagd)

Im Testrevier kam das PARD Phoenix 4K 2.0 auf der spätsommerlichen Bockjagd am helllichten Tag zum Einsatz. Das Einschießen über das Menü (Verschieben der X/Y-Achse) funktionierte mit wenigen Schüssen tadellos.

Bei Tageslicht liefert der 4K-Sensor ein klares und helles Bild, bei dem auch Details (wie Äste im Schussfeld) gut angesprochen werden können. Auf rund 100 bis 115 Meter konnte im Test ein passender Gabler sauber und präzise erlegt werden, der Streukreis auf 100 m lag bei 2,5 cm.

Die physikalischen Grenzen am Abend: Der Test unterstreicht deutlich, dass es sich um eine Tagesoptik handelt. Geht die Sonne unter, muss die Bildschirmhelligkeit hochgedreht werden. Ungefähr 20 Minuten nach Sonnenuntergang wird das Bild durch das Hochregeln des Sensors (ISO) bereits merklich schlechter. Eine Stunde nach Sonnenuntergang nimmt das Farbrauschen (rote Störpixel) massiv zu, die Bildqualität nimmt derart ab, dass ein sauberes Ansprechen oder Jagen selbst bei Mondlicht nicht mehr waidgerecht möglich ist.

Fazit

Das PARD Phoenix 4K 2.0 ist das perfekte Einsteigergerät und eine geniale Lösung für Technikbegeisterte, die eine sehr günstige, leichte und vielseitige Optik für die Tagesjagd suchen. Ob für den Jungjäger, das Training auf dem Stand oder den ambitionierten Schützen, der seine Treffer per Video analysieren will.

Durch die wegweisende rechtliche Abklärung (BKA-Bescheid / VDB-Gutachten) ist das Gerät völlig legal am Tag zu führen. Und der Gedanke, bei einer künftigen Gesetzesänderung durch ein einfaches Update sofort auf eine Nachtsichtlösung aufrüsten zu können, macht es zu einer sehr zukunftssicheren Investition.

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Vorstellung - das erste erlaubte Zielgerät in Deutschland - Pard Phoenix 4k 2.0
https://youtu.be/iVPZpj98dcI

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