Nightlux NV PVS Mono Nachtsichtgerät
Von Hunters_View am 3. April 2020

Anzeige

Servus zusammen,

Seit eineinhalb Jahren habe ich in Bayern meine Sondergenehmigung für die Verwendung von Nachtsichtgeräten bei der Jagd bekommen. Damals war ich sehr verunsichert, welches Gerät ich mir kaufen sollte. Ich wollte auf keinen Fall eine Treffpunktverlagerung wie es bei einigen schweren Vorsatzgeräten passieren kann. Zudem sollte es handlich und einfach in der Bedienung sein. Außerdem hatte meine damalige Waffe noch eine Kimme, wodurch die meisten Vorsatzgeräte auch nicht zu verwenden waren. Mittlerweile hat sich zwar mein Waffensetup verändert aber für meine damaligen Anforderungen gab es nur eine Lösung. Das Nachsatzgerät von Nightlux. Es lässt sich mit diversen Gummiadaptern leicht auf jedes Zielfernrohr montieren. Auch auf die Leuchtpunkt-Türme von Swarovski etc. Einen IR-Laser braucht man aber für die praxisgerechte Nutzung trotzdem. Mittlerweile nutze ich das Gerät auf meiner R8 mit einem DD Optiks Zielfernrohr. Das Wichtige an der Kombination ist, dass das DD Optiks einen Parallaxenausgleich besitzt, der bis 25m runter geht. Deswegen habe ich mein Swarovski verkauft und mit das DD Optiks 5-30x50 geholt. Denn nur bei einer Parallaxeneinstellung von 25m lässt sich das Bild und das Fadenkreuz richtig scharfstellen. Der Kontrast ist sehr hoch und ich kann selbst mit einer hohen Vergrößerung gut sehen. Das hilft ungemein beim Ansprechen. Das Gerät wird in den Gummiadapter gesteckt und der Adapter wird auf das Okular geschoben. Dadurch verringert sich der Abstand zu den Augen. Am Anfang habe ich noch mit einer Schaftkappenerweiterung gearbeitet, mittlerweile kann ich aber dank Schalldämpfer die .308 und die .3006 problemlos auch so schießen. Den IR-Strahler klemme ich einfach mit einer Ringmontage an das Zielfernrohr. Als Laser nutze ich einen Laserluchs 850. Das Gerät hat eine Helligkeitsregelung, wodurch ich auch noch auf 150m ein sehr gutes und helles Bild habe. Betrieben wird es mit einer CR2 Batterie, die aber lange hält, da ich das Gerät nur anschalte, wenn ich auch schießen will. 

    


Anzeige

Kommentare

Huntingmen

Schöner Bericht...
leider haben die Röhrengeräte mehrere entscheidende Nachteile. Die Röhre altert und wird damit von der Qualität her schlechter. Ohne IR Laser nur bei sehr hellen Nächten nutzbar, da das ZF sehr viel Licht schluckt. Variable Gläser noch mehr als feste Vergrößerungen. Die Röhrengeräte können am Tag nicht eingesetzt werden. Bei der Beobachtung muss ich das gesamte Sichtfeld "scannen" damit ich das Wild entdecke. Ich brauche insgesamt 3 Komponenten, die perfekt zusammenarbeiten: Röhrengerät, IR Laser und einen Parallaxenausgleich für ein scharfes Absehen und Zielbild.
Insgesamt hat aus meiner Erfahrung die Wärmebildtechnik die Röhrentechnik zwischenzeitlich überholt. Ich entdecke sofort nach dem Einschalten alle Wärmequellen (Wild) und kann sogar zwischen den Zweigen oder Bäumen ziehendes Wild ausmachen und den Weg verfolgen.
Selbst habe ich über 5 Jahre mit der Röhre gearbeitet.
Natürlich ist meine Meinung subjektiv und bezieht sich nur auf meine eigenen Erfahrungswerte bei der Jagd und Sicherheitstechnik.
Waidmannsheil

Saujaga313

@Huntingmen

Dem muss ich in einigen Positionen widersprechen. Ja eine Röhre altert und jetzt kommt das ABER, alle am Markt neu produzierten Röhren habe eine Laufleistung von ca. 10.000 Stunden. D.h. um die Röhre kaputt zu bekommen müsste man, 20 Jahre jede Woche für 9 Stunden das Gerät anhaben um auf die Laufleistung von 10.000 Stunden zu kommen. Eine und ich betone damit ausdrucklich "eine" beleibte Methode ist das auffinden mit Wärmebildtechnik und für den Schuss die Nachtsichttechnik. Nutzt man die o.g. Methode nur für den Schuss, ist die Röhre bei sachgemäßer Nutzung in einem Jägerleben faktisch nicht kaputt zu bekommen. Das ist eine Anschaffung fürs Leben! Der große Vorteil der Nachtsichttechnik ist meiner Meinung nach, dass man auf weitere Entfernungen ansprechen und auch schießen kann. Geht der durchschnittliche Jäger für 30 Jahre zur Jagd so, bei einem Anschaffungspreis von 4.000,- Euro, gibt er im Jahr 133 Euro für diese Technik aus -> Das ist nichts! Günstige ZF mit einem sehr guten Parallaxenausgleich gibts von Vixen und DDoptics zu einem echt erschwinglichen Preis anders als Zeiss und Swaro.

Nicht zu unterschätzen ist, dass Wärmebildtechnik i.V.m. Neben/Regen ein milchiges Bild darstellt. Konturen der Umgebungen können so gut wie nicht mehr wahrgenommen werden und somit verschindet auch der Ast der im Weg ist. (Kugelfang vorhanden?)

Wärmebildtechnik ist bombe, keine Frage aber für den Schuss auf Wild würde ich nach Stand der Technik aktuell immer zu Nachtsichttechnik greifen.

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklärst du dich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren