Jeder aktive Fangjäger braucht eine gewisse Grundausstattung. Dazu zählen neben der fangschusstauglichen Waffe auch ein Abfangschieber und ein Abfangkorb. In diesem Bericht soll es um den Abfangkorb bzw. seinen Nachfolger gehen.
Ich habe da eine recht typische Evolution meiner Ausrüstung durchlebt. Zunächst habe ich zusammen mit meiner ersten Krefelder Betonrohrfalle einen Krefelder Abfangkorb gekauft, der mir bis heute noch regelmäßig gute Dienste leistet. Als die Krefelder Waschbärfalle auf der Jagd & Hund vorgestellt wurde und auch schnell bei mir Einzug erhielt, habe ich den vorhandenen Abfangkorb so umgebaut, dass ich den runden Adapter hochklappen kann und denselben Korb auch an der eckigen Falle nutzen kann. (Siehe dazu auch meinen Bericht zur Krefelder Waschbärfalle, wo ich den Umbau erläutere). Krefelder verkauft den Korb seit der Einführung der Waschbärfalle ebenfalls mit dem hochklappbaren Vorderteil.
Die nächste Stufe war dann das Funke bzw. WEKA Abfangnetz (siehe Bericht hier: Funke Abfangnetz) das vor allem bedeutend besser und dezenter zu transportieren war. Zusätzlich hatte es den großen Vorteil, dass das Wild sich darin nicht so viel bewegen kann, wodurch ein schneller sauberer Fangschuss wesentlich erleichtert wird. Ich habe das Netz zwar auch vor der Kastenfalle eingesetzt aber nur wenn ich größeres Wild abfangen wollte. Ein Hermelin wäre problemlos durch die Lücken zwischen Ring und Korb geschlüpft. Der zweite Nachteil des Netzes ist, dass es nach einer gewissen Zeit anfängt streng zu riechen und man es wegen Verunreinigungen und Geruch nicht so recht im Auto transportieren mag . Und genau hier kommt der Krefelder Abfangeimer ins Spiel.

Das Krefelder Abfangkorbnetz
Das Abfangkorbnetz ist eine Art Hybride aus Abfangkorb und Abfangnetz. Das Netz an sich ist das gleiche bewährte Netz, das ich bereits kannte (1,5m lang, 10mm Maschenweite).

Das Netz ist jetzt allerdings an einem eckigen Korpus von 30x30cm befestigt (Maschenweite 25x25mm, Drahtstärke 2,5mm - also im Prinzip wie der Abfangkorb), sodass es perfekt an der Kastenfalle genutzt werden kann. An dem Korpus ist ein Griff befestigt, sodass sich das Ganze angenehm tragen lässt.

Eine runde Reuse, vergleichbar mit dem Vorderteil des bekannten Abfangkorbs, kann an diesem eckigen Korpus eingehängt und in die Betonrohrfalle eingeschoben werden, so wird aus dem eckigen ein rundes System. Fixiert wird das ganze mit zwei Federsteckern (D5x400), sodass nichts verrutscht, wenn das Wild springt.

Für mich neu war außerdem das kleine Glöckchen, das es einem erlaubt vom anderen Ende der Betonrohrfalle beim Bedienen des Abfangschiebers zu hören, wenn das Wild im Netz ist.

Der Krefelder Anfang Eimer
Der Krefelder Abfang Eimer ist die optimierte Transportlösung für das Krefelder Abfangkorbnetz. Dieser eckige 30l Kunststoffeimer (Maße: 40x31x36cm) verfügt über einen Klappdeckel mit sicherem Schnappverschluss und ist ein wahres Raumwunder. Hier wurde wirklich jedes Detail bedacht und eine ausgereifte Lösung entwickelt, denn in den Eimer passen:
- Krefelder Abfangkorbnetz
- runde Reuse für Abfangkorbnetz
- Fangschieber rund
- Fangschieber eckig
- 2 Federstecker
- Kirrmittel, Handschuhe, etc.
- (ein schwaches Stück erlegtes Raubwild - schätzungsweise bis Jungwaschbär- oder Jungfuchsgröße)



So muss nur noch der Abfangeimer, die Gardena Teleskopstange und die Fangschusswaffe mit zur Falle transportiert werden und vor allem kann anschließend alles wieder im Eimer verstaut werden und das Auto bleibt sauber und frei von unangenehmen Gerüchen.

Praxistest
Als der Abfangeimer auf der Jagd & Hund vorgestellt wurde, musste dieser natürlich sofort mit. Allerdings war die Fangjagdsaison zu dem Zeitpunkt auch schon fast vorüber. Es sollte sich aber dennoch eine Gelegenheit finden, um dieses Setup in der Praxis zu testen, als sich wenige Tage später ein Iltis in der Krefelder Betonrohrfalle gefangen hatte. Die Komponenten im einzelnen waren mir ja bereits bekannt und hatten sich bewährt, jetzt ging es vor allem um das Zusammenspiel von Korbnetz und runder Reuse, sowie dem Transport im Eimer.
Das Aufstellen war denkbar simpel: Reuse in das Betonrohr, Korb einhängen, mit den Federsteckern in Position fixieren, Netz auslegen und öffnen. Ab da war alles wie gewohnt. Klappen hoch, Schieber vom anderen Ende durchschieben und wenn das Glöckchen am Netz klingelt den Fangschuss antragen.



Bonus: Nachdem alles wieder ordentlich im Eimer verstaut war, bot dieser noch genug Platz um den Iltis ebenfalls darin mitzunehmen, also waren auch auf dem Rückweg nur Eimer und Gardena Stab zu transportieren.

Fazit
Was mich bei dem Team von Krefelder Fuchsfalle immer wieder beeindruckt ist der Innovationsgeist. Sie ruhen sich nie auf guten Produkten aus, sondern optimieren stetig weiter. Man merkt einfach, dass die Produkte nicht aus der Theorie stammen, sondern von echten Praktikern im Revieralltag optimiert werden.
So ist diese absolut geniale Lösung entstanden, die den Alltag als Fangjäger merklich erleichtert, denn Iltisgeruch im Familienwagen ist noch nie gut angekommen.
