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Kastenfalle für Waschbär, Katzen & Co
Von Constantin_W am 15. Juli 2018 in Fallenjagd

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Die Waschbären überrennen unsere Kirrungen und wenn einen 10 maskierte Augenpaare auf der Wildkamera angucken, wird schnell klar, das kein Einzelansitz diesen Ansturm unserer invasiven Freude auch nur annähernd in den Griff bekommen kann. Eine Falle muss her!

Die Wahl der richtigen Falle

Die Auswahl an Fallen ist riesig, das Wissen darum gering und so beginnt die übliche Sucherei. Als Niedersachse habe ich die Qual der Wahl, da mir das Gesetz weitestgehend freie Hand lässt. Für den Anfang wollte ich eine möglichst flexible Falle, weshalb ich mich gegen eine Koffer- oder Betonrohrfalle entschieden habe. Auch der Preis der Kastenfallen war mir etwas sympatischer. Drahtgeflecht hat den Ruf öfter mal dem gefangenen Wild Verletzungen zuzufügen. Ob das nun stimmt oder nicht weiß ich nicht, aber ich muss es auch nicht ausprobieren. Zuletzt entfällt bei einer geschlossenen Kastenfalle die Notwendigkeit zur Verblendung und so war zumindest der Typ der Falle schon gesetzt.

Bei der Suche nach dem richtigen Modell bin ich über sehr viele Anbieter aus aller Herren Länder gestolpert mit massiven Preisunterschieden. Das verwendete Holz ist oft sehr unterschiedlich und definiert scheinbar den Preis. Da die Kastenfalle dauerhaft den Witterungsverhältnissen ausgesetzt ist, wollte ich das Risiko aufquellender Holzteile möglichst ausschließen. Schlußendlich bleibt mir langfristig bei aus Holz gefertigten Fallen nichts anderes übrig, als einen geschützten Platz auszuwählen, aber alle positiven Erfahrungsberichte ließen darauf schließen, dass beschichtetes Schichtholz am Besten geeignet ist.


Die Kastenfalle von Jagdfallen.eu

So stieß ich auf die Fallen von www.jagdfallen.eu und blieb bei der längsten, verfügbaren Kastenfalle für Waschbären hängen. Mit 130cm ist die Falle noch gut transportabel, nicht zu schwer und funktional. Zu der Kastenfalle habe ich auch noch den Abfangkorb bestellt, da der direkt an den Ausgang passt. Vorweg genommen würde ich das nicht noch einmal machen, sondern eine einseitig offene Drahtkastenfalle nehmen mit eigener Auslösung. Der bestellte Abfangkorb hat eine Holzplatte als Boden, der zwar das gefangene Tier leichter bewegt sich dort hin zu begeben, aber der Kasten schließt nicht selbstständig und wird beim Abfangen mit größeren Kalibern u.U. beschädigt. Die Kastenfalle selbst ist mit 91 EUR im oberen Mittelfeld der Preise angesiedelt, der Abfangkasten mit 54 EUR im oberen Segment.

Mit einem Innenmaß von 30x30cm ist die Falle für die ganz dicken Klopper schon eng und wird wohl eher auf die Masse der durchschnittlich breiten Waschbären abzielen. Auch für ausgewachsene Füchse ist die Kastenfalle nicht geeignet. Das soll mir aber recht sein.

Die Funktion der Auslösung ist einwandfrei und simpel gelöst. Dadurch ist die Falle nicht fehleranfällig und zuverlässig. Die Verarbeitung ist ebenfalls ohne Tadel und zeigt auch im Inneren keinerlei spitzen oder scharfen Kanten, die zu einer Verletzung führen könnten. Die Spaltmaße sind vorbildlich und so herrscht bei geschlossener Kastenfalle im Inneren Dunkelheit. Das ist wichtig, um das gefangene Tier zu beruhigen.

Das Beködern und Prüfen des Inhalts funktioniert einfach, ohne die Kastenfalle vollständig zu öffnen und ist praktisch gelöst. Als störend empfinde ich die fehlende Möglichkeit die Falle auf dauerhaften Durchlauf zu stellen. Dadurch ist eine Gewöhnungsphase in der fangfreien Zeit nur schwer zu realisieren. Natürlich kann man die beiden Gestänge in der fangfreien Zeit mit Tesafilm oder anderem Klebeband zusammen kleben, aber ich empfinde solche Lösungen als unprofessionell und habe mir einen kleinen Hebel dazu gebaut. Dazu gibt es hier ebenfalls einen kleinen Bericht.


Die Kastenfalle in der Praxis

Nach der Anlieferung und der Montage des Fallenmelders habe ich die Kastenfalle verwittern lassen (Mist hilft immer, alternativ eine Sardinendose einen Tag bei 30 Grad geöffnet in die Falle stellen und das Ding duftet nur noch Sardine - damit kommt dann auch jede Katze im Galopp).

Die Kastenfalle wurde auch auf eine verwilderte Katze bereits getestet und hat innerhalb der ersten Nacht Erfolg gezeigt. Inzwischen bekommt sie regelmäßigen Besuch von Waschbären und erfüllt mich voller Vorfreude auf die Jagdzeit. Hierbei kann ich die Installation einer Wildkamera mit Blick auf die Kastenfalle sehr empfehlen, da sie nicht nur die Falle bewacht, sondern auch noch verrät, ob ich bei der Fahrt zur Falle etwas zum Abfangen benötige, oder nur etwas "Beifang" freilassen muß. Sollte der Langzeittest den sehr positiven Eindruck der ersten Zeit bestätigen werden weitere Fallen des Typs folgen.



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Constantin_W
Spezialist

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