Moin Moin GearTester,
ich möchte euch heute eine Marke vorstellen, deren Bekleidung mich nach Kanada begleitet hat und die ich inzwischen auch hier in Deutschland viel auf der Jagd trage: Järnheimr aus Norwegen.
Aufmerksam geworden bin ich durch den Kontakt mit Andreas von Järnheimr. Wir haben über die Bekleidung und unsere Kanada-Reise gesprochen. Sachen für die aktive Jagd, die auch unter rauen Bedingungen Schutz bieten sollen: Das passte gut zu unserem Vorhaben. Also kamen die Teile mit.
Und ich muss sagen: Das hat richtig Spaß gemacht! Die Sachen tragen sich sehr angenehm, sind für mich hochwertig verarbeitet und haben viele durchdachte Details. Ich habe sie nach Kanada weitergetragen und werde sie auch wieder mitnehmen.
Zur Zusammenarbeit: Järnheimr hat unsere Kanada-Dokumentation mit Bekleidung unterstützt und Produktionskosten übernommen. Die Kleidung darf ich behalten. Für die Bewertung der Bekleidung gab es keine inhaltlichen Vorgaben und keine Verkaufsvereinbarung. Was ich hier über die Sachen schreibe, ist meine persönliche Meinung.
Was steckt hinter Järnheimr?
Die Norweger beschreiben ihren Ansatz so: Jedes Produkt soll einen klaren Einsatzzweck haben. Material, Schnitt und Ausstattung sollen zu dem passen, was bei der jeweiligen Jagd gebraucht wird. Dabei geht es laut Hersteller um eine Mischung aus einfacher Handhabung und sinnvollen Funktionen.
Bei mir sind vor allem drei Serien im Einsatz: Reinheimen 2.0, Vuldr und Brokkr. Von allen drei habe ich die Hose getragen, von Brokkr außerdem die Jacke. Dazu kamen weitere Schichten, die ich unterschiedlich miteinander kombiniert habe.

Reinheimen 2.0
Reinheimen 2.0 ist bei Järnheimr als Allround-Bekleidung gedacht. Zur Serie gehören neben Hosen auch Jacken und Anoraks. Die 3L-Hose hat laut Hersteller einen dreilagigen Aufbau mit gebürstetem Außenstoff und wasserdichter Membran. Järnheimr gibt dafür eine Wassersäule von 20.000 mm an.
Ein verstellbarer Bund, ein höher geschnittener Rücken, große Seitentaschen und Belüftungsöffnungen innen und außen an den Beinen gehören laut Produktbeschreibung dazu. Die Serie soll damit einen breiten Einsatzbereich abdecken.
Vuldr
Die Vuldr-Hose ist für mich eine richtig bequeme Jagdhose. Sie trägt sich fast wie eine Leggings und ist dabei nach meinem Empfinden nahezu geräuschlos. Ich habe sie bei der Sommerjagd und jetzt im Herbst auf der Hirschjagd viel getragen. Gerade diese Kombination aus Bewegungsfreiheit und leisem Material gefällt mir ausgesprochen gut.
Das passt zur Ausrichtung der Serie: Järnheimr beschreibt Vuldr als Bekleidung für die Pirsch bei eher trockenen, milden Bedingungen. Die Hose besteht laut Hersteller aus zwei weichen, beweglichen Materiallagen. Auf eine wasserdichte Membran wird verzichtet.
Wasserdicht ist sie also nicht. Das muss man wissen. Vom Tragekomfort her macht mir die Hose aber wirklich viel Freude.
Brokkr
Brokkr ist die äußere Wetterschutzschicht im Sortiment. Jacke und Hose sind laut Hersteller dreilagig aufgebaut, haben abgedichtete Nähte und eine Membran mit 20.000 mm Wassersäule. Dazu kommen Belüftungsöffnungen, über die sich bei Anstrengung Wärme abgeben lässt.
Ich habe sowohl die Jacke als auch die Hose getragen. Beide sind für die aktive Jagd richtig gut geschnitten und lassen sich sehr komfortabel tragen. Bei meinen bisherigen Einsätzen haben sie Wind und Regen zuverlässig abgehalten. Damit bin ich wirklich sehr zufrieden.
Einen Kritikpunkt habe ich allerdings: Für den Hochsitz ist mir das Material zu laut. Järnheimr beschreibt es zwar als geräuscharm, ich empfinde es beim Tragen anders. Für die aktive Jagd gefallen mir die Sachen dagegen ausgesprochen gut.

Schichten und Tarnmuster
Meistens habe ich mehrere Schichten miteinander kombiniert. Auch die Hoodies tragen sich sehr angenehm. Was ich mir dort wünschen würde, wäre eine Bauchtasche. Die fehlt mir, auch wenn das nur ein kleines Detail ist.
An die Tarnmuster musste ich mich erst etwas gewöhnen. Rein von der Optik her kann ich sie mir je nach Farbvariante gut in Kanada, in nordischen Landschaften oder auch im Gebirge vorstellen. Es gibt außerdem unifarbene Teile. Die grüne Hose ist für mich einfach eine richtig gute Arbeitshose.
Was mir bei den getragenen Sachen insgesamt besonders gefällt: Ich fühle mich darin wohl. Der Schnitt, die Bewegungsfreiheit und der Tragekomfort passen für mich. Deshalb ziehe ich die Bekleidung weiterhin gerne an und kann die von mir genutzten Teile nach meinen bisherigen Erfahrungen guten Gewissens empfehlen.
Ihr könnt euch also auf die nächsten Beiträge freuen: Reinheimen 2.0, Vuldr und Brokkr werde ich euch in den kommenden Tagen und Wochen noch einmal einzeln vorstellen. Dann geht es um jedes Outfit für sich, meine Erfahrungen aus Kanada und Deutschland und darum, was mir gefallen hat und wo ich Verbesserungsbedarf sehe.
Beste Grüße und Waidmannsheil!
Jan