Eberlestock Gunslinger II
Von Michael Linkenbach am 11. Februar 2017

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Die US Firma Eberlestock hat sich zu einem Spezialisten für Waffenrucksäcke entwickelt. Sowohl für den taktischen Einsatz als auch für Jäger finden sich Produkte. Auf dem deutschen Markt setzen sich Eberlestock Produkte mittlerweile immer mehr bei Bundeswehr aber auch im jagdlichen Bereich durch.


Der Gunslinger II ist ein Top-/Frontloaderrucksack mit integrierter Waffentasche. Er hat ein Ladevolumen von 51l, davon 40l im eigentlichen Rucksack. Gewicht: 2,6 kg. Material: 1000 denier Cordura, hier in der Farbe "dry earth".


Das Tragegestell ist sehr stabil und bequem ausgeführt, die Schultergurte sind höhenverstellbar. Durch den breiten und gut gepolsterten Beckengurt lassen sich auch relativ große Lasten bequem über längere Strecken tragen.



Das Waffenfach ist zwischen Tragegestell und Rucksack platziert, so das die Waffe nahe am Körper und damit bequemer getragen wird. Wird das Waffenfach nicht genutzt, kann der untere Teil eingeklappt und mittels Fastex fixiert werden.




Der Rucksack ist sowohl von oben (Toploader) als auch von vorne (Frontloader) zugänglich. Das erleichtert den Zugriff auf die Ausrüstung wenn der Rucksack liegt. Darin besteht auch der Unterschied zum Gunslinger GS05M. Die Innenausstattung ist aus hellblauen Nylon gefertigt, die Farbe irritiert am Anfang etwas hat jedoch den Vorteil das sie einen guten Kontrast zum Inhalt bildet und das Auffinden erleichtert.

Im Inneren des Rucksack befinden sich an der Rückseite insgesamt 6 Einschubtaschen verschiedener Größen.


Außen auf dem Deckelfach sind 5 Reihen MOLLE-Bänder abgebracht um zusätzliche Taschen zu befestigen. Außerdem ein Klettstreifen um IR-Patches, etc. anzubringen. Die integrierte Tasche bietet Platz für Unterlagen, Karten oder ähnliches.


Am Deckelinneren sind nochmal 9 Reihen MOLLE-Bänder angebracht, hier sind in meinem Fall zwei zusätzliche Taschen befestigt.



Seiten

An den Seiten des Rucksacks sind insgesamt 6 Reihen MOLLE angebracht, im unteren Teil befindet sich jeweils eine Tasche um z.b. Ski-Stöcke, etc. unterzubringen.
Mit Hilfe von zwei breiten Kompressionsriemen kann der Rucksack je nach Bedarf komprimiert werden um auch bei nicht genutztem Waffenfach nicht aufzutragen.


An jeder Seite befindet sich ein stabiler Tragegriff, der es ermöglicht den Rucksack wie eine Art Tasche zu tragen. Die Griffe können bei Bedarf verstaut werden.


Deckel

Der Toploaderdeckel ist oben mit vier Reihen MOLLE-Bändern bestückt, dazu kommen noch eine große und eine kleinere Innentasche, letztere mit gummiertem Reissverschluss.


Das große Innenfach ist in diverse Taschen unterteilt, die beiden größeren fassen je ein AR15 Magazin.



Am Eberlestock Gunslinger II ist in meinen Augen nichts auszusetzen. Etwas weniger MOLLE-Bänder hätten es auch getan, allerdings ist das typisch Amerikanisch. Der Rucksack besitzt eine Menge Detailslösungen, die man auf den ersten Blick gar nicht erkennt. Material- und Fertigungsqualität sind sehr gut, lediglich der hellblaue Innenstoff ist etwas dünn.


Bei dem hier gezeigten Modell handelt es sich um eine ältere Version des Gunslinger II. Das aktuelle Modell besitzt zusätzlich einen internen Metallrahmen, den Intex-II Frame. Das Rahmengestellt bietet bei schweren Lasten mehr Halt, kann aber bei Bedarf auch entfernt werden.

Preis: ca. 350 €

Bezugsquellen: Takwrk, Lindnerhof-Taktik

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Kommentare

Jürgen P.

Gutes Review über den wirklich guten Gunslinger Ii. Hab ich vor 2 Jahren auch schon geschrieben 😉 (https://www.geartester.de/s/categories/74/stories/599).

Michael Linkenbach

Gutes kann man nicht oft genug erwähnen. ;-)

Huntavaria

Besitze ihn selbst und bin hoch zufrieden. Hab allerdings noch das Gestell gegen das Kunststoff-Rückenteil ersetzt. Spart etwas Gewicht und ich hab es als bequemer empfunden.

Welche Taschen sind das denn, die du innen an den Deckel montiert hast?

Michael Scholz

Welche Gesamtlänge kann die Waffe haben, damit diese ins Fach passt?
Ist das Waffenfach abschließbar (nach WaffG) und passt auch Waffe mit Optik hinein ?

Michael Linkenbach

Die Gesamtlänge ist im Prinzip unbegrenzt, die obere Abdeckung ist komplett abnehmbar. Allerdings ist dann irgendwann mal ein Teil der Waffe exponiert.
Abschließbar ist so eine Sache. Ich habe mal mit einem Stahlseil experimentiert, das ginge schon, ob das bei jeder Kontrolle durchgeht ist ungewiss. Waffe mit Optik ist kein Problem, dafür ist der Rucksack ja ausgelegt.

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