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Als Neuauflage in PUMA's SGB-Linie: Klassische „Cowboy“-Taschenmesser im US-Stil
Von Jörg Hübner am 13. Dezember 2022 in Jagdmesser- vom Allrounder bis zum Spezialisten
Dieser Bericht enthält gesponsorte Inhalte

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Manchmal ist das „Schlichte“ die beste Wahl. Das trifft auch oftmals auf Taschenmesser zu. Zumindest auf solche, die als hilfreiche Schneidgeräte für den täglichen Gebrauch gedacht sind und einfach nur praxistauglich sein müssen. Diesem Grundsatz folgend entstanden bereits vor mehr als zweihundert Jahren Arbeitsmesser mit klappbaren Klingen, die hauptsächlich für die Tier-, Land- und Weidewirtschaft konzipiert waren. Besonders in den USA, wo auch heute noch jeder Farmer und Rancharbeiter ein solides „Jackknife“ bei sich trägt, gehören sie einfach zum Leben dazu. In den 1970'er Jahren legte auch die Solinger Messermanufaktur PUMA eine Reihe solch einfach gehaltener „Cowboy“-Taschenmesser auf, die oftmals keine Klingenverriegelung besaßen und typisch amerikanische Bezeichnungen trugen. „Pocket Friend / Stockman / Gelder / Bantam / Prospektor / Pony / Hound / Junior und Senior“ sind nur einige dieser Modelle, die inzwischen sogar zu begehrten Sammelobjekten avancierten und heute - zumindest hierzulande - so manch interessiertem „Youngster“ erscheinen mögen, als wären sie aus der Zeit gefallen.

Diese ursprünglich für den US-Markt gefertigten Taschenmesser werden schon lange nicht mehr von der Firma PUMA in Solingen hergestellt, sind nun aber seit geraumer Zeit im Rahmen deren amerikanischer Markennebenlinie SGB („Sharp German Blade“) als Nachbauten wieder erhältlich. Die Produktion erfolgt als Auftragsarbeit in China, der für die rostfreien Klingen verwendete Stahl nach DIN WN 1.4116 stammt jedoch aus Deutschland und sorgt so für die gewünschte Qualität. Wie auch bei den Originalen wird für die Griffschalen meistens Jacaranda-Holz, teilweise auch Hirschhorn, verwendet. Die Backen bestehen aus massivem Messing.

Folgende Slipjoint-Arbeitsmesser werden als SGB-Nachbau zur Zeit von PUMA angeboten:



Beispielhaft für die gesamte Messerreihe sind im Folgendem noch einige detaillierte Angaben zum PUMA SGB-Modell „Stockman“ aufgeführt. Dieses dreiteilige Taschenmesser gehört zu den ältesten Designs und ist wahlweise mit Griffschalen aus Jacaranda-Holz oder Hirschhorn erhältlich.

 50 Jahre altes Anzeigenblatt von PUMA's ehemaligem USA-Importeur „Gutmann Cutlery“

Das „Stockman“ besitzt eine 6 cm lange Clip-Point-Klinge, dessen ausgeprägte Spitze sich bestens zum Stechen, Schneiden sowie für filigrane Schnitzarbeiten eignet. Auf der gleichen Klingenachse befindet sich zusätzlich eine sog. Sheepfoot-Klinge, die typischerweise eine gerade Schneide ohne Bauch besitzt, jedoch über keine echte Spitze verfügt und einen stumpfen Messerrücken aufweist, der in einem Radius nach unten zur Schneide zuläuft. Für einen präzisen Schnitt kann hier der Zeigefinger aufliegen und auch das Abschaben oder Rasieren von Tierhaaren vorgenommen werden. Gegenüber (am Griffende) ist eine dritte Klinge vernietet. Diese als „Spay-Point“ bekannte Form hat neben der geraden Schneide, die im Ortbereicht einen bauchigen Verlauf nimmt, eine sehr stabile Spitze, mit der auch feine Bohrarbeiten vorgenommen werden können. Grundsätzlich lässt sich mit so einer Klinge auch das Abhäuten kleinerer Tiere vornehmen. Früher lag der ursprünglich zugedachte Verwendungszweck jedoch im Kastrieren von Kleinvieh.

Fazit:

Die Arbeitsmesser aus der PUMA SGB Linie sind robust und bewusst einfach gehaltene Taschenmesser ohne Klingenverriegelung für den täglichen Gebrauch. Sie besitzen allesamt den Nimbus klassischer „Cowboy-Messer“ aus vergangenen Zeiten, ohne jedoch etwas an Funktionalität verloren zu haben. Angemerkt sei noch, daß alle Modelle der Reihe aktuell bei einem Verkaufspreis zwischen 40 und 75 Euro liegen, wobei die mit Hirschhorn beschalten Stücke jeweils rund 25 Euro teurer ausfallen als ihre Pendants mit Jacaranda-Beschalung. Bezugsquelle: PUMA GmbH IP Solingen (www.pumaknives.de)

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