Hallo Geartester,
Ferngläser scheinen auf der Jagd seltener zu werden.
Ich für meinen Teil setze nach wie vor darauf, denn sie helfen beim Ansprechen und bieten einfach einen besseren Überblick.
Ich habe natürlich mehr als eines. Für den Ansitz setze ich auf den Klassiker 8 x 56, aber für die Revierrunde oder das Spazierengehen habe ich das Primary Arms SLx 10×42. Für mich ist es das passende „immer dabei“-Glas: robust und mit guten optischen Leistungen für Tageslicht- und Dämmerungsbeobachtung und noch zu einem guten Preis (161,00 Euro).
Dank der kompakten Abmessungen und dem Gewicht (gerade einmal knapp unter 600 Gramm) lässt sich das SLx leicht in größeren Jackentaschen oder in der Innentasche einer Jagdjacke unterbringen — vorausgesetzt die Taschen sind nicht winzig.
Für viele Jäger bedeutet das: Glas schnell zur Hand, ohne großes Gepäck aufzureißen. In der Praxis empfehle ich, den Riemen, der im Lieferumfang inbegriffen ist, nicht zu nehmen. Lieber die Tasche in eine Tasche stecken. Zumal der Riemen sich auch nicht einfach montieren lässt – manchmal frage ich mich, wieso man nicht einfach Karabiner, Clips oder etwas anderes verwenden kann? Das gilt aber bei vielen Herstellern.
Im Revierauto habe ich das Glas auch dabei.
Das SLx nimmt wenig Platz auf dem Beifahrersitz oder in der Türablage ein und passt problemlos in Handschuhfächer oder kleine Aufbewahrungsboxen — praktisch, wenn das Glas ständig im Auto liegen soll.
Die Fokussierung ist mittig platziert, mit griffigem Rändelrad — schnell und präzise genug für Beobachtungen bei wechselnden Entfernungen auf der Revierrunde. Der Nahfokus bei ~1.8 m ist gut, um bei Bedarf auch nahe Bewegungen oder Details auf kurze Distanz zu prüfen.
Hier eine kleine Checkliste, wie ich das Glas einschätze:
Alltagsleistung: Für das Preisniveau liefert das SLx sehr gute Helligkeit und Kontrast; die voll mehrfachvergüteten Linsen sorgen für eine gute Lichttransmission, was bei Morgen-/Abenddämmerung spürbar hilft.
- Rand-zu-Rand-Schärfe: Das Glas bietet eine ordentliche Bildschärfe über das Gesichtsfeld; bei sehr harten Gegenlichtsituationen oder extremen Randbereichen merkt man jedoch die Grenzen gegenüber teureren ED-Gläsern (z. B. der GLx-Reihe).
- Farbtreue / Kontrast: Natürlich wirkende Farben, guter Kontrast — für Revierrunden (Tiersuche, Bewegungsbeobachtung) absolut tauglich.
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Gehäuse: Faserverstärkertes Polymer mit Gummiüberzug (robust, rutschfest). Das Gehäuse fühlt sich stabil und stoßresistent an; kein High-End-Magnesium, aber für Feldgebrauch vollkommen ausreichend. Wasserdicht und beschlagfrei (Stickstofffüllung / Dichtung laut Hersteller).
Die Primary Arms SLx 10×42 ist ein sehr gutes „Arbeitsfernglas“ für Jäger, die ein bezahlbares, leichtes und kompaktes Glas wollen, das man ohne Bedenken auf die Revierrunde mitnimmt oder im Jagdauto bereithält. Die optische Leistung übertrifft viele Erwartungen in dieser Preisklasse; die praktischen Maße und das geringe Gewicht machen es zum idealen Begleiter für Tages- und Dämmerungsbeobachtungen.