Swarovski Z6i 5-30x50P - Für kleine Ziele auf weite Distanz
Von Minos Dobat am 1. Dezember 2015

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Hallo an alle hier in der Community,

heute möchte ich euch mein Longrange Spezialisten vorstellen, das 5-30x50P der ersten Generation von Swarovski. Warum? Weil es für mich die perfekte Lösung auf der Jagd wie auch auf dem Stand ist. Lest hier warum:

Das Produkt:
Das Z6i sollte jedem hier ein Begriff sein. Es hat den Optikmarkt auf den Kopf gestellt! Der 6-fache optische Zoom hat damals eingeschlagen wie eine Bombe. Mich hat vor allem der Zoombereich des hier vorgestellten Longrange Spezialisten aus der Z6 Serie interessiert, da ich sowohl jagdlich wie sportlich schieße und wenn jagdlich, dann auch gern weit. Das Glas bietet einen Vergrößerungsbereich von 5 bis 30-fach. Der Ojektivdurchmesser ist 50mm und das Glas bietet ein Sehfeld von 7,9 bis 1,3m auf 100m. Der maximale Höhenverstellweg liegt bei 1,20 bei 1cm Klicks. Die Austrittspupille liegt bei 9,5 bzw 1,7mm. Die Transmission liegt nach Angabe des Herstellers bei 90%.
Das Glas gibt es nur ohne Schiene bei einem Mittelrohrdurchmesser von 30mm. Die HD-Optik im inneren sorgt für detailreiche Bilder. Das Glas kommt serienmäßig mit der Parallaxeeinstellung an der Seite sowie dem Ballistikturm von Swarovski. Das Absehen ist das feine 4A-i, welches für mich für Jagd wie Sport bestens geeignet scheint. Die Gesamtlänge des Glases ist 398mm und das bei einem Gewicht von 620 Gramm.

In der Praxis:
Wie ich schon schrieb, ich nutze es auf der Jagd wie auch gern auf dem Stand auf Distanzen bis 600m. Bei beiden Anwendungen überzeugt die Optik mit extrem detailreichen Bilden. Zudem mag ich die "Bildanmutung" von Swarovski irgendwie, sie ist warm und farbenfroh. Auf der Jagd nutze ich die volle Vergrößerung jedoch nur zum Ansprechen aus. Es ist ein Genuss auf der Bockjagd, dreimal (!!!) so genau hingucken zu können, wie mit dem 10-fachen Fernglas. Zum Schießen unter jagdlichen Bedingungen eignet sich die Maximalvergrößerung jedoch weniger, da mache ich bei 18 oder 20-fach Schluss. Grund hierfür ist die verständlicherweise angespannte Optik. Die Austrittspupille wird derartig klein, das man nur im perfekten Anschlag ein klares und rundes Bild hat. Jagdlich fehlt einem dazu bekanntlich die Zeit. Auf dem Stand ist das jedoch anders. Wenn man sich dort perfekt einrichten kann ist das natürlich ein Traum, die Löcher auf der Scheibe zu sehen, wenn andere ein Spektiv brauchen. Die kleinste Vergrößerung ist auf der Pirsch oder auf den laufenden Keiler ebenso brauchbar. Da ich den Keiler eh mit etwas höherer Vergrößerung schieße, vermisse ich die 1-fache Vergrößerung der Drückjagdzielfernrohre nicht. Natürlich fehlt es hier an Sehfeld und die Austrittsspupille, so das ich es für die Drückjagd nicht empfehle. Dafür ist es einfach nicht schnell genug.
In der Dämmerung ist fährt man das Glas selbstredend auf den dafür üblichen Vergrößerungen von ca. 7- oder 8-fach. Dreht man hoch, sieht man nichts mehr, so ist das nun mal mit Super-Zoom Zielfernrohren.
Der Ballistikturm arbeitet mechanisch einwandfrei. Die farblichen Markierungen sollen Distanzmarkierungen darstellen, welche ich jedoch nicht immer nutze. Ich Setze sie meist nur auf 200m, um dann die Klicks für weitere Distanzen einer Tabelle zu entnehmen, welche ich in der Regel im Kopf habe. Jagdlich überschreite ich nur im Notfall die 200m. Das Absehen ist fein und bestens in der Praxis brauchbar. Der Leuchtpunkt ist in der Nacht klar definiert, überstrahlt aber leicht im Tagjagdmodus. Das macht mir jedoch nichts aus, da ich am Tag ihn eh kaum nutze.

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Verbesserungspotentiale der ersten Generation:

Ich möchte darauf hinweisen, das es sich bei meinem Gerät um ein Zielfernrohr der ersten Generation handelt und die nun folgenden Verbesserungsansätze tatsächlich in der zweiten Generation schon angegangen worden sind! Der Ballistiktum der ersten Generation lässt sich nicht feststellen, so das man bei der Jagd vor dem Schuss einen Blick drauf werfen sollte, ob er sich nicht doch verstellt hat. Der Leuchtpunkt schaltet sich gelegentlich bei Kontakt mit der Jacke ein oder aus. Das wiederum hat die ein oder andere Batterie auf dem Gewissen. Ich habe somit gelernt, Ersatzbatterien im Jagdrucksack zu haben. Alles nicht kriegsentscheidend aber ihr sollt es wissen, falls ihr euch für ein gebrauchtes Produkt der ersten Generation entscheiden solltet.
Ich würde mich an dieser Stelle über Kommentare von Nutzern der neuen Generation freuen, die mir sagen können, ob das alles wirklich Geschichte ist.

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Fazit:
Das 5-30x50 von Swarovski ist ein extrem leistungsstarkes Zielfernrohr für Jagd und Sport. Es ersetzt das Spektiv und erlaubt auch weite Schüsse auf kleine Ziele. Ich als Rehwild- und Fuchsjäger im Feld bin begeistert und schreibe euch deshalb diesen Bericht. Es ist auch für die Pirsch geeignet aber es ist kein echter Allrounder, der auch noch perfekt für die Drückjagd ist. Wenn ihr ein gebrauchtes der ersten Generation findet, zuschlagen. Sollte ihr die ca. 2.500 Euro für ein aktuelles Modell haben, dann auch. Wenn ihr in das neue investiert, sind auch die Kinderkrankheiten des hier beschriebenen "Longrang Pioniers" Geschichte...

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Minos Dobat
Spezialist

Kommentare

Gerald Auer

Für den leuchtpunkt schalter habe ich eine lösung gefunden. Swarovski bietet so eine art schutzkappe die man darüber steckt. Leider kann man dann den leuchtpunkt nicht mehr ein und ausschalten...aber wenn man die 2 plastikstege wegschneidet gehts und man kann ungehinderts ein und ausschalten...die kappe kann man oben lassen denn man stellt den leuchtpunkt eh nur 1 mal ein

Minos Dobat

Cool, danke für den Tipp, Autschi!!! Hast Du einen Link für mich, wo ich das Teil bekomme?

Gerald Auer

http://www.titanium-gunworks.de/swarovski-transportschutz-fuer-z6i-zielfernrohre.html

Direkt swarovski anschreiben sollte auch gehen

Einfach den unteren steg wo das loch ist wegschneiden vorsichtig...dann kannst die kappe oben lassen und trotzdem hin und herschalten

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