Praxistest GM Munition

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Moin Geartester,

Die Munition der Geschossmanufaktur konnte ich jetzt knapp ein Jahr in unterschiedlichen Kalibern auf der Jagd testen. Die Kaliber waren: .308 Win., 6,5 Creedmoor, .30-06 Springfield, .300 WSM und 8,5x55 Blaser.

Die .308 Win. wurde aus der M25 hauptsächlich auf der Einzeljagd verwendet. Die Präzision war in allen Kalibern sehr gut, und auch aus allen Waffen wurden hervorragende Streukreise geschossen.

Mit der .308 aus der M25 kamen 14 Stück Rehwild und 4 Sauen zur Strecke. Beim Rehwild gab es bei Treffern ohne Knochenbeteiligung eine maximale Fluchtstrecke von 20 m. Alle anderen Stücke lagen an Ort und Stelle.

Da es sich bei dem GM-Geschoss um einen bleifreien Teilzerleger aus Messing handelt, zeigte sich eine entsprechend deutliche Wirkung im Stück. Beim Auftreffen auf den Wildkörper zerlegt sich die Spitze des Geschosses in vier Teile. Diese Splitter sorgen für eine starke Zerstörung im vorderen Wirkbereich. Der verbleibende Restbolzen gewährleistet auch bei stärkerem Wild einen sicheren Ausschuss und damit eine gute Schweißfährte.

Je nach Trefferlage gab es mehrere Stück Rehwild mit faustgroßen Ausschüssen. Beim Schwarzwild wurden ausschließlich Frischlinge und ein Überläufer erlegt. Der Überläufer hatte ein Gewicht von etwa 45 kg. Die Frischlinge zeichneten nicht, sie lagen im Knall. Der Überläufer flüchtete mit viel Schweiß noch etwa 60 m.

https://youtu.be/qOz4Gi_og3o?si=9KLIGz9c05H2ueWZ
https://youtu.be/Y4P2ooAkSBg?si=0t8CPX2JNLqUsbEV

Die 6,5 Creedmoor kam hauptsächlich beim Rehwildansitz im Feldrevier zum Einsatz. Es wurden 8 Rehe und eine Sau erlegt. Die Sau kam auf der Geartester-Drückjagd zur Strecke.

https://youtu.be/BHbZh4uZSS0?si=iezECzyu0H1cGrRQ

In der 6,5 Creedmoor ist das Tip-Geschoss, anders als in den anderen getesteten Kalibern, nicht verfügbar, sondern lediglich das Crown und das Splinter. Im Test wurde das Splinter-Geschoss verwendet.

Die Wirkung war sehr gut. Die weiteste Fluchtstrecke lag bei 40 m. Es gab deutlich weniger Wildbretentwertung als bei der .308 Win., was insbesondere bei Blatt- oder Kammertreffern positiv auffiel. Die weiteste Schussdistanz betrug 210 m auf ein Stück Rehwild. Die Testwaffe war hier die Bergara Wilderness. Auch auf diese Distanz war die Präzision absolut überzeugend.

Mit der .30-06 Springfield wurden sieben Stück Rehwild erlegt. Hier ist eine Ricke erwähnenswert, die auf eine Distanz von 100 m beschossen wurde. Sie flüchtete mit einem Treffer hinter dem Blatt und wenig Schweiß noch etwa 50 m. Hier kann es sein, dass ein kleiner Ast getroffen wurde und nicht mehr das intakte Geschoss den Wildkörper erreichte, was die verminderte Wirkung erklären würde. Solche äußeren Einflüsse können bei Feldrevieren nie vollständig ausgeschlossen werden.

Die .300 WSM wurde selbst verladen, da es dieses Kaliber noch nicht als Fabrikmunition gibt. Mit dieser Laborierung kamen 25 Stück Rehwild und 18 Sauen zur Strecke. Gejagt wurde sowohl auf der Einzeljagd als auch auf der Bewegungsjagd.

Hier ist besonders zu erwähnen, dass selbst bei mittigen oder weichen Treffern die Fluchtstrecken sehr gering waren, meist unter 20 m. Die Augenblickswirkung war insgesamt sehr überzeugend. Teilweise gab es beim Rehwild stärkere Wildbretentwertung, was der hohen Geschwindigkeit und Energie dieses Kalibers geschuldet sein dürfte. In einem Fall fand sich ein Splitter vor der Keule und einmal im Pansen, obwohl ein Treffer auf dem Blatt vorlag. Dies zeigt die ausgeprägte Splitterwirkung des vorderen Geschossteils.

Aus der R8 in 8,5x55 Blaser zeigte die GM-Munition ebenfalls einen sehr guten Streukreis. In diesem Kaliber wurden 7 Rehe, 3 Stück Damwild, 4 Stück Rotwild und 6 Sauen erlegt. Gemessen wurde die Geschwindigkeit der Patrone und diese lag mit knapp über 1000mps immer im sehr schnellen Bereich.

Nur ein Rotalttier, das nach dem Kalb erlegt wurde, hatte überhaupt eine Fluchtstrecke. Ausgenommen war zudem ein Überläufer, der bei der Nachtjagd auf 130 m beschossen wurde. Mit einem tiefen Kammertreffer flüchtete er mit sehr viel Schweiß noch etwa 70 m.

https://youtu.be/MqTK7vmDR74?si=y667dlwBpHtr07Ic

Alle anderen Stücke, die mit der 8,5x55 Blaser und dem GM-Geschoss erlegt wurden, lagen am Anschuss. Die weiteste Entfernung betrug 180 m auf einen Rotspießer. Auch dieser machte nur einen Satz und lag wenige Meter vom Anschuss entfernt. Ein zur Brunft erlegter Damhirsch zeigte ebenfalls keine nennenswerte Todesflucht, obwohl Damwild allgemein als schusshart gilt.

https://youtu.be/yuLRYR3yQjI?si=YNZoyM_A95fet9K1

Auch die 8,5x55 Blaser wurde auf der Drückjagd genutzt und zeigte dort eine sehr gute Augenblickswirkung. Beim Rehwild gab es etwas Wildbretentwertung, jedoch nicht übermäßig mehr als bei der .308 Win.

Fazit:
Wer eine Patrone sucht, die sehr präzise ist und das Wild überwiegend am Platz bannt, ist mit dem GM-Geschoss sehr gut beraten.

Wenn man hauptsächlich auf Rehwild und nur gelegentlich auf Sauen und Rotwild jagt, sollte man überlegen, eine 6,5 Creedmoor oder .308 Win. zu nutzen.

Jagt man hingegen überwiegend auf Sauen und Rotwild, sind die .300 WSM oder die 8,5x55 Blaser eine sehr gute Wahl, insbesondere wenn Wert auf hohe Augenblickswirkung und zuverlässigen Ausschuss gelegt wird.

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Veröffentlicht am 28. Februar 2026
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