Langzeittest HIKMICRO Thunder

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Dadurch, dass wir als Geartester die komplette Entwicklung der Thunderserie von HIKMICRO begleiten konnten, möchten wir hier unsere Meinung und Erfahrung teilen.

Die erste Generation hatte, verglichen mit heute, einige Schwächen. Doch zu der damaligen Zeit stellte sie einen Meilenstein in der Vorsatzgerätegeschichte dar.

Bereits in der 2.0 Version wurden viele Verbesserungen umgesetzt, so zum Beispiel der Wechselakku. Musste man die 1.0 Version noch mit CR123 Akkus betreiben, so besaß Version 2.0 bereits den leistungsfähigen Akku (HM-3544DC). Auch die Probleme mit der Kollimatorlinse waren Geschichte. Ebenfalls wurden die Fokussierung und das Gewinde für den Adapter verbessert.

Die dritte Generation brachte noch einmal deutliche Verbesserungen in Hard- und Software. Das Gehäuse ist deutlich kompakter geworden, die Bildqualität hat sich natürlich ebenfalls verbessert und Features wie die rückstoßaktivierte Videoaufzeichnung sowie das Fadenkreuz in den aufgezeichneten Videos haben das Vorsatzgerät auf ein neues Level gehoben.

Das Einschießen hatte in der Vergangenheit viele Nutzer vor eine Herausforderung gestellt. Nun ist es über die App möglich, einfach die Abweichung des ersten Schusses einzugeben und die Software korrigiert den Haltepunkt. Damit ist es jetzt jedem möglich, mit wenigen Schüssen sein Vorsatzgerät einzuschießen. Möchte man nicht die App nutzen, geht dies natürlich auch weiterhin über das Menü und die X- und Y-Achsenverstellung. (Thunder 3.0 einschießen)

Die Palette an Modellen hat sich ebenfalls etwas verändert. Mittlerweile startet die Thunder 3.0 Serie beim TH35C und nicht mehr beim TE19. Weitere Modelle sind das TQ35 mit und ohne Entfernungsmesser und natürlich das TQ50, ebenfalls mit und ohne Entfernungsmesser. Dieser hat sich im Laufe der Zeit ebenfalls als ein „Must-have“ entwickelt, da so die genaue Entfernung direkt vor dem Schuss geprüft werden kann. Besonders bei der Nachtjagd mit Wärmebild kommt es immer wieder dazu, dass Entfernungen falsch eingeschätzt werden, weshalb ein LRF ein sehr nützliches Tool ist, das dem Jäger zusätzliche Sicherheit gibt.

Im Laufe der Jahre haben wir mehrere Dutzend Thunder eingeschossen. Absolut jedes brachte eine brauchbare Präzision, die meisten sogar eine hervorragende. Wie gut die Präzision ist, haben wir auf einer Longrangebahn in Dänemark auf Entfernungen bis zu 540 m getestet: (Longrange mit dem Thunder). Die dort erprobte Präzision bestätigte uns, dass moderne Vorsatzgeräte und Klemmadapter keinerlei Schwächen mehr darstellen und so auf jede jagdliche Entfernung eingesetzt werden können.

Genutzt haben wir die Thunder Geräte auf einer Vielzahl von Waffen in unterschiedlichsten Kalibern. Angefangen bei einer .223 für die Jagd auf Raubwild und Nutria (Nutria-Jagd) über die 6,5 Creedmoor und die klassische .308 bis hin zur 8,5x55 Blaser. Mehr als 150 Stück Schwarzwild konnten wir allein mit der 3.0 Version erlegen. Dadurch können wir aus Erfahrung sagen, dass die Ansprache auf Entfernungen bis mindestens 100 m gar kein Problem war. Selbst unter schlechten Wetterbedingungen wie Nebel oder Regen bestand dank der sehr guten Bildleistung nie ein Zweifel an der richtigen Auswahl des Stücks. Auch in Sachen Robustheit und Verlässlichkeit bei der Präzision ist das Thunder ein Gerät, dem man vertrauen kann. Die einzige Schwachstelle, die wir finden konnten, ist, dass das eingeblendete Fadenkreuz im Video nicht immer exakt dort liegt, wo es eingestellt wurde.

Auch im Vergleich zu anderen Geräten schlägt sich die Thunder 3.0 Serie sehr gut(Vergleich Vorsatzgeräte). Jeder ambitionierte Schwarzwildjäger macht also mit der Thunder 3.0 Serie von HIKMICRO nichts falsch. Ehrlicherweise muss man dazu sagen, dass sie nicht zu den billigsten Geräten gehören.

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Veröffentlicht am 14. März 2026
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