German Tactical Systems Schießdreibein Scout‑Serie – Carbonfaser 2.0
Als leidenschaftlicher Biberjäger (mit Sondergenehmigung der unteren Naturschutzbehörde) muss ich zur Biberjagd oft stundenlang am Gewässer stehen, da dort meist keine Ansitzeinrichtungen sind. Aufgrund der Unberechenbarkeit der Biber bei der Wahl ihrer Ausstiege aus dem Wasser würde es auch keinen Sinn machen, hier Ansitzeinrichtungen zu platzieren. Daher wird auf den Biber oft gepirscht, aber manchmal auch angestanden. Bisher stand ich dann immer mit meinem Vierbein-Zielstock am Gewässer und hielt diesen mit einer Hand fest. Das war mir auf Dauer zu lästig, und ich entschied mich, ein leichtes und stabiles Carbondreibein zu kaufen. Die Auswahl ist hier jedoch sehr groß, und von stabilen Fotostativen bis zu Waffenstativen gibt der Markt sehr viel her. Daher habe ich mich vor über einem Jahr gut eingelesen und mich für das German Tactical Systems Schießdreibein Scout‑Serie – Carbonfaser 2.0 entschieden. Meine Bestellung bei Brownells wurde schnell bearbeitet, und nach 3 Tagen hatte ich das Dreibein samt Zubehör bei mir zuhause.
Das Dreibein:
Das Dreibein verfügt (wer hätte es gedacht) über drei Beine aus Carbon, welche mittels Drehklemmen aus- und eingefahren werden können. Weiter ist jedes der Beine mittels eines Scharniers mit einem Kugelgelenk mit ARCA/Picatinny-Schnittstelle verbunden. Jedes der drei Beine verfügt über einen stabilen Gummifuß, sodass das Dreibein sowohl auf rutschigem Untergrund gut hält, als auch bei hartem Untergrund leise aufzustellen ist.
Durch die längenverstellbaren Beine in Verbindung mit den Scharnieren kann mit dem Dreibein sowohl stehend, sitzend als auch liegend geschossen werden. Die Maximalhöhe beträgt 175 cm, im komplett eingefahrenen Zustand hat das Tripod eine Länge von 73 cm. Das Gesamtgewicht beträgt ca. 1,5 kg. Belastbar ist das Dreibein bis ca. 25 kg.
Durch das feststellbare Kugelgelenk kann die Waffe auf dem Dreibein komplett gedreht und in fast jede Richtung nach oben und unten bewegt werden. Ist die richtige Stelle gefunden, kann das Kugelgelenk blockiert werden, und die Waffe bleibt exakt in dieser eingestellten Position.


Auf dem Kugelgelenk ist eine Montage für ARCA-Swiss und Picatinny verbaut. Hier kann mittels eines Klemmhebels jeder der beiden Montageschienen befestigt werden. Sollte die gewünschte Waffe jedoch weder eine ARCA- noch eine Picatinny-Schiene haben, gibt es von German Tactical Systems auch noch eine Stativklemme (hier folgt noch ein passender Geartest).
Wie ich den Tripod nutze:
Wie oben schon erwähnt, nutze ich das Dreibein regelmäßig zur Biberjagd, aber auch ab und an, wenn ich im Feld mal etwas weiter schießen muss. Ein weiterer Einsatzbereich ist bei mir die Ladefläche meines Pickups, wenn ich mal im/am Mais auf Sauen ansitze.
Ich stelle mich dann zur Jagd an die gewünschte Stelle, baue das Dreibein auf, platziere meine Waffe, richte diese über das Kugelgelenk aus, und nach dem Fixieren steht die Waffe exakt so auf dem Dreibein, wie ich sie haben möchte. Die Waffe muss nicht wie beim Zielstock noch mit einer Hand gehalten werden, sondern steht ganz von alleine. Sollte man die Waffe dann brauchen, ist sie sofort einsatzbereit bzw. direkt ausgerichtet. Sollte man jedoch kleine Korrekturen der Schussrichtung machen müssen, ist dies nach Lösen der Klemme problemlos möglich. Auch ein Mitziehen mit sich in Bewegung befindlichem Wild ist dank des Kugelgelenks problemlos möglich.
Für mich hat das Dreibein mehrere Vorteile gegenüber einem herkömmlichen (Zwei-, Drei-, Vierbein) Schießstock. Einzig zum Pirschen auf längere Distanzen ist es etwas unhandlicher als ein Schießstock. Aber auch hier lässt sich mit etwas Ideenreichtum eine Lösung finden. Ein Kumpel von mir befestigt sein Dreibein am Rucksack, ich selbst habe dieses mittels Hundeleine schon auf dem Rücken getragen. Auch ein Umsetzen des Dreibeins mit montierter Waffe ist mit etwas Übung kein Problem.

Fazit:
Mit dem German Tactical Systems Schießdreibein Scout‑Serie – Carbonfaser 2.0 habe ich für mich die perfekte Lösung gefunden, wenn ich an einer Stelle anstehen möchte, wo keine Ansitzeinrichtung vorhanden ist. Dadurch, dass die Waffe nicht ständig im Schießstock fixiert werden muss, bewegt man sich weniger und vergrämt somit das Wild weniger. Auch auf der Pickup-Ladefläche hat es sich durchaus bewährt. Durch den stabilen Stand des Stativs und somit einer exakt ausgerichteten Waffe sind auch weitere Schussdistanzen wie mit normalen Schießstöcken möglich.
Das Dreibein ist zudem sehr hochwertig verarbeitet und macht qualitativ einen sehr guten Eindruck. Auch nach längerer Nutzung im Revier bei Regen, Schnee, Staub und Sonnenschein sieht es noch immer aus wie am ersten Tag.
Ich möchte mein Dreibein, vor allem bei der Biberjagd, nicht mehr missen!
Weitere Bilder und Infos zu meiner Ausrüstung gibt es entweder hier bei Geartester oder auf meinem Instagram-Account:
Zum Schluss noch eine kleine Anmerkung: Ich werde weder von German Tactical Systems, Brownells, noch von sonst einer Firma, Person oder dergleichen finanziert. Ich habe keinen finanziellen oder sonstigen Vorteil durch die Vorstellung des Produkts auf dieser Seite.