Erfahrungsbericht Hornady ECX .308 win. 125gr

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Moin Geartester,

Hornady hat mit dem ECX-Geschoss das bewährte ETX abgelöst. Ein Geschoss, mit dem ich über viele Jahre intensiv gejagt und insgesamt sehr gute Erfahrungen gesammelt habe. Das ETX wurde in einigen Punkten optimiert und ist nun als ECX auf dem Markt etabliert. Es ist in verschiedenen Gewichten erhältlich und deckt damit ein breites jagdliches Einsatzspektrum ab.

Als bleifreies Deformationsgeschoss profitiert das ECX von einer höheren Geschwindigkeit, weshalb für diesen Test bewusst das 125-Grain-Geschoss ausgewählt wurde. Getestet wurde die Laborierung aus verschiedenen Waffen. Zunächst kam eine Savage 110 Ultralight mit Proof-Research-Lauf zum Einsatz. Aus diesem Lauf erreichte die Munition eine durchschnittliche Mündungsgeschwindigkeit von 833,6 m/s. Beim Einschießen ergab sich mit drei Schuss ein Streukreis von 14 mm, was für eine jagdliche Laborierung ein hervorragender Wert ist.

Weitere Testwaffen waren eine M25 sowie eine S505. Aus allen drei Büchsen zeigte die Patrone eine sehr gute Präzision mit Streukreisen von maximal 22 mm. Damit ist die ECX nicht nur jagdlich überzeugend, sondern auch aus präzisionstechnischer Sicht absolut konkurrenzfähig.

Jagdliche Praxis – Blattzeit 2025

Jagdlich begann der Test zur Blattzeit 2025. Bis zum Beginn der Drückjagdsaison wurden mit der Savage 110 Ultralight und der ECX insgesamt 23 Stück Rehwild sowie 8 Sauen erlegt. Die Fluchtstrecken des Rehwildes lagen, sofern überhaupt vorhanden, unter 10 Metern. Jedes Stück zeichnete deutlich, und Schweiß war stets reichlich vorhanden.

Bei einem Blatttreffer mit Knochenbeteiligung war das betroffene Blatt in der Regel nur noch für Hundefutter zu verwenden. Insgesamt hielt sich die Wildbretentwertung jedoch in einem vertretbaren Rahmen, jedenfalls sowohl beim Reh- als auch beim Schwarzwild. Die stärkste Sau war eine 68 kg schwere Überläuferbache, die ebenfalls im Knall lag. Jede beschossene Sau hatte Ausschuss. Selbst bei eher mittigem Treffer lag die Fluchtstrecke bei etwa 50 Metern, wobei reichlich Schweiß vorhanden war.

Sowohl während der Blattzeit als auch bei der nächtlichen Pirsch auf Schwarzwild erwies sich die ECX als sehr flugstabil. Auch bei leichtem Bewuchs, etwa Gras oder kleinen Ästen in der Flugbahn, zeigte das Geschoss keine negativen Auffälligkeiten. Der weiteste Schuss erfolgte auf ein Stück Rehwild auf 175 Meter. Auch dieses Stück lag nach einem kurzen Satz nach vorne.

Unter anderem wurde diese Waffen-Munitions-Kombination hier verwendet:
Jagd-an-der-Kirrung
https://youtu.be/I1q5Vbeqr3Y

Blattjagd
https://youtu.be/ECpxowEysSw

Erfahrungen während der Drückjagdsaison

Während der Drückjagdsaison kamen die M25 sowie die S505 zum Einsatz. Interessanterweise unterschieden sich die Erfahrungen hinsichtlich der Fluchtstrecken deutlich, obwohl beide Waffen über einen 51-cm-Lauf verfügen.

Mit der M25 wurden 12 Rehe, 7 Sauen sowie 1 Damspießer erlegt. Keines der Stücke lag am Anschuss. Alle Stücke flüchteten noch zwischen 30 und 100 Metern. Der Damspießer erhielt einen tiefen Kammertreffer, flüchtete dennoch etwa 100 Meter und musste mit einem Fangschuss erlegt werden. Bei einem solchen Trefferbild ist dieses Verhalten jedoch nicht ungewöhnlich. Beim Aufbrechen zeigte sich ein deutlich ausgeprägtes Hämatom, was insbesondere beim Aus-der-Decke-Schlagen sichtbar wurde. Allerdings saßen bei diesem Stück auch zwei Schüsse drauf. Auch Kitze sowie Sauen legten nach dem Treffer noch einige Meter zurück.

Es handelte sich dabei nicht um dramatische Fluchtstrecken. Dennoch ist es auf Drückjagden ungünstig, wenn vermeintlich „ungeklärte Anschüsse“ entstehen, obwohl die Stücke lediglich 40 Meter weiter in der Dickung liegen.

Mit der S505 zeigte sich ein gegenteiliges Bild. Mit dieser Testwaffe wurden 14 Rehe und 6 Sauen erlegt. Keines der Stücke hatte eine Fluchtstrecke von mehr als fünf Metern. Die stärkste Sau wog 63 kg. Auch dieser Überläufer lag nach wenigen Metern mit einem Treffer hinter dem Blatt. Teilweise brachen die Stücke wie vom Blitz getroffen zusammen, sodass zunächst ein Rückentreffer vermutet wurde. Dies bestätigte sich jedoch nicht.

Fazit

Das Hornady ECX überzeugt durch sehr gute Präzision, zuverlässige Ausschüsse und eine insgesamt starke Augenblickswirkung, insbesondere beim Einsatz aus der Savage 110 Ultralight und der S505. Die Unterschiede in den Fluchtstrecken bei der M25 zeigen, dass das Zusammenspiel aus Waffe, Lauf und Laborierung weiterhin eine entscheidende Rolle spielt.

Aktuell liegt der Preis für eine Packung bei 75 Euro, was im heutigen Marktumfeld als fair zu bewerten ist.

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Veröffentlicht am 20. Februar 2026
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