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CatchAlive ONE - der neue Stern am Fallenmelder Himmel?
Von Hunting Photographer am 18. August 2021 in Niederwild, Fallen, Dem Raubwild auf der Spur- Wie bejage ich das Raubwild richtig?
Dieser Bericht enthält gesponserte Inhalte

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Lange Zeit gab es nur zwei wirklich relevante Optionen für zuverlässige und gesetzeskonforme Fallenmelder, das waren MinkPolice und Trapmaster, beide lagen bei ca. 200€ pro Stück. Da man für jede Falle auch einen Fallenmelder inklusive der laufenden Kosten einplanen muss, wird die Fangjagd schnell zum kostspieligen Unterfangen.

Ich habe mich irgendwann mal für die Melder von MinkPolice entschieden und für jede Falle die 200€ für den Melder in Kauf genommen. Ich war mit den Meldern stets zufrieden, aber die Kosten waren schon recht hoch. Anfang des Jahres bin ich dann auf die Melder von CatchAlive aus Dänemark aufmerksam gemacht worden, welche bereits ab 111,95€ verfügbar sind. Bei Abnahme größerer Mengen senkt sich der Preis sogar unter 100€. Das Jahresabo für das erste Jahr ist immer inklusive, danach kostet es pauschal 20€ pro Melder. Meine Neugierde war geweckt und so hielt ich schnell den ersten Melder in meinen Händen.

Erster Eindruck und Inbetriebnahme:

Der Lieferumfang bestand aus dem Melder, der Montagehalterung, Batterien, Sim-Karte (bereits eingelegt), einem Magneten und einigen Kabelbindern.
Als erstes fiel mir auf, dass der Melder vergleichsweise klein war, was eine verdeckte Montage natürlich vereinfacht. Vier kleine Torx Schrauben mussten gelöst werden, um an das Batteriefach zu gelangen, in das die zwei mitgelieferten Energizer Ultimate Lithium AA Batterien eingelegt werden konnten. Mit den Energizer Ultimate habe ich in der Vergangenheit auch bei kalten Temperaturen bereits extrem gute Erfahrungen gemacht, hier gab es also schon mal einen Pluspunkt für den Lieferumfang.


Das Gehäuse wirkt insgesamt sehr solide und hochwertig. Eine Status-LED an der Vorderseite zeigt an, ob der Melder „OK“ ist oder ggf. ein „Error“ vorliegt.

Interessant fand ich die separate Kunststoffhalterung. Diese kann mittels verschiedener Montagelöcher entweder mit Kabelbindern oder Schrauben an Fallen jeglicher Art befestigt werden. Der Melder wird dann einfach in die Halterung geschoben und mit dem mitgelieferten Gummiband fixiert. Hier wäre für die Zukunft noch eine Möglichkeit zur Diebstahlsicherung wünschenswert, da der Melder selbst nicht verschraubt ist, allerdings wurde mir auch so noch nie ein Melder geklaut und der Melder kann über die CatchAlive App geortet werden, was ich echt genial finde. Einem Kumpel ist zum Beispiel bei Hochwasser mal eine Falle weggespült worden. Hätte er damals seinen Melder orten können, wäre er sicher froh gewesen.

Nach dem Einlegen der Batterien, folgt die Anmeldung in der CatchAlive App. Diese ist selbsterklärend, es gibt aber auch eine sehr detaillierte Anleitung, die jeden Schritt genau erläutert. So sollte wirklich jeder klar kommen. In der App kann dann auch der Modus gewählt werden, in dem der Melder verwendet werden soll.


Detektion:

Der Melder kann auf verschiedene Arten verwendet werden:

  • Klassisch mit Abreißmagnet: Nicht ideal, da der Magnet nicht am Melder haftet, sondern von dem Gummiband gehalten wird, funktioniert aber, wenn die Falle bauartbedingt keine andere Option zulässt. Auf meine Nachfrage hin, sagte man mir bei CatchAlive, dass es in Kürze ein Abreißmagnet Kit als Zubehör geben wird. Ich werde es mir bestellen und meinen Bericht aktualisieren, wenn ich Gelegenheit zum Testen hatte.
  • Magnet Detektion: Hier wird die Nähe zum Magneten gemessen, der Melder kann also z.B. am Fallenkorpus befestigt werden und der Magnet wird an der Klappe befestigt, sodass beide Teile im geöffneten Zustand Kontakt haben. Diese Methode habe ich an einer Drahtkastenfalle genutzt, da man hier sehr flexibel mit der Befestigung ist.
  • Winkeldetektion: Ideal für Kofferfallen, klassische Kastenfallen oder auch Fallen wie die Trapperprofi Neozoen. Hier misst der Melder den Winkel, in dem er sich befindet und meldet eine Veränderung. Definitiv ein Feature, dass ich bei einem kostengünstigen Melder nicht erwartet hätte. Großer Pluspunkt!
  • Vibrations Detektion: Der Melder kann zum Beispiel auch als Kirrungsalarm oder für Schlagfallen verwendet werden. In diesem Fall reagiert er auf Erschütterungen

Zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten laut Website sind die Überwachung von GoodNature Rattenfallen und Kirrautomaten. Bei letzterem wird gemeldet, wenn der Füllstand des Automaten einen vordefinierten Punkt erreicht hat. Wer sich für diese Anwendung interessiert, findet Infos auf der CatchAlive Website. Für mich war das auf Grund der hiesigen Kirrverordnung uninteressant. 



Test:

Das wichtigste ist natürlich ein gesetzeskonformer Betrieb. Ich habe den Melder zunächst an einer Falle angebracht, die ich problemlos auch analog kontrollieren kann, um zu prüfen, wie zuverlässig er ist. An diesem Standort hatte der Melder 49% Signalstärke, was absolut ausreichend war. Da der Melder nur 2G Netz benötigt, um zuverlässig zu kommunizieren, sollten die allermeisten Jäger keine Probleme mit dem Empfang bekommen. In meinem Fall sendete der Melder ausnahmslos jeden Tag zwei mal pünktlich eine detaillierte Statusmeldung. Zusätzlich kann man den Status des Melders jederzeit in der App nachschauen, wenn man sich nicht sicher ist oder morgens im Halbschlaf voreilig alle Benachrichtigungen auf dem Telefon gelöscht hat.

Mindestens genau so wichtig sind natürlich die unverzüglichen Meldungen, wenn die Falle ausgelöst wird.

Aus Gewohnheit habe ich zunächst die Detektion des Magneten genutzt, wobei ich den Melder außen an einer Drahtkastenfalle und den Magneten direkt daneben an der Klappe befestigt habe. Sobald der Magnet aus der direkten Nähe des Melders entfernt wurde, also wenn die Klappe zugefallen ist, bekam ich eine Meldung auf mein Telefon. Diese Methode gefiel mir schon ganz gut, allerdings musste man darauf achten, dass Melder und Magnet nah genug beieinander waren, damit die Falle als offen erkannt wurde. Ein Mal hat sich der Magnet etwas verdreht und die Falle wurde mir als zu angezeigt. Anhand des prozentualen Wertes in der Meldung konnte ich allerdings trotzdem erkennen, dass die Falle offen war und hätte eine Veränderung erkennen können.

Nachdem die Magnet Detektion schon gut funktioniert hatte, wollte ich auch die Winkeldetektion testen, die von CatchAlive empfohlen wird. Es wird sowohl eine seitliche Veränderung des Winkels (z.B. bei Befestigung an der Seite einer Kofferfalle) als auch eine Veränderung aus der Waagerechten (z.B. bei Befestigung auf der Klappe einer Kastenfalle) detektiert. Diese Variante ist absolut genial, da man sich keine Gedanken mehr über den Melder machen muss. Einfach die Falle scharf stellen und der Melder erkennt eigenständig, dass er wieder in der „Ready“ Position ist.

Übrigens werden die Batterien, nachdem ich den CatchAlive Melder seit Januar im Dauerbetrieb habe, immer noch mit 100% angezeigt. Besser geht es nicht.



Fazit:

Der CatchAlive One stellt eine zuverlässige und preislich attraktive Option für die Überwachung von Lebendfallen dar. Die App bietet umfangreiche Funktionen und bis auf ein paar ungewöhnliche Übersetzungen von dem Dänischen in das Deutsche, sind mir keine Probleme aufgefallen. 

Weitere Informationen zum Melder findet Ihr auf der Website des Herstellers: https://catchalive.com

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Kommentare

Tim Berger

Gute Alternative für alle die neu anfangen wegen des Preises, wer schon eine Melderflotte hat wird denke ich mal bei einer Marke bleiben. Der Jahresbeitrag von 20 Euro ist vergleichbar mit dem vom Trapmaster wenn ein Melder 365 Tage läuft kommt man auf 18,25 Euro da dies aber ja nicht der Fall ist in den meisten Fällen zumindest sind die Melder der Konkurrenz in den Jahreskosten billiger.
LG Tim

Hunting Photographer

@Tim Berger, dem würde ich so zustimmen.

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