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Das Kaliber 17 Hornet sowie die Hornady NTX und V-Max

Horrido liebe Geartester.

Heute möchte ich euch kurz zwei Munitionssorten in einem Kaliber vorstellen, welches ich jagdlich führe, von denen man noch nicht so viel gehört hat.



Ich war lange auf der Suche nach einem Kaliber, mit dem ich alles Niederwild, sowie Raubwild und Raubzeug erlegen kann. Es sollte zudem ein Kaliber sein, dass auch auf mittlere bis große Schussdistanz noch eine hohe Tötungswirkung hat. Da ich des Öfteren auch in Ortsrandnähe jage, sollte sie außerdem „angenehm“ für die Ohrenanderer sein. Nach einiger Suche, stieß ich auf das Kaliber 17 Hornet, über das ich hier in Deutschland nicht sehr viel Erfahren konnte. Was aber auch sein Gutes hat, somit ging ich total unvorbelastet in den Test. Warum ich mich für die 17 Hornet entschieden habe und nicht für die 17 HMR liegt daran, dass die HMR eine Randfeuerpatrone ist und die Hornet eine Zentralfeuerpatrone, die ich gegebenenfalls auch Wiederladen könnte.
Kaliber und Waffe (Testbericht folgt) wären entschieden, jetzt fehlte mir nur noch die Munition. Da gab es auch auf dem Markt leider nicht sehr viel Auswahl, da ich nur zwei Sorten der Firma Hornady gefunden habe. Zum einen das Hornady V-Max mit 1,3 Gramm Geschoss (Blei) und zum anderen das Hornady NTX mit 1,1 Gramm Geschoss (Bleifrei). Die Preise der Munition trieben mir allerdings eine kleine Träne in die Augen. Denn mit um die 30 Euro für 25 Patronen ist das schon sportlich.
Rein optisch unterscheiden sich die beiden Sorten nur an den unterschiedlichen Farben der Geschossspitze. Das NTX = leicht Lila. V-Max = Rot.



Ich war auf der Suche nach dem oben beschriebenen Kaliber, da wir bei uns im Revier des öfteren Probleme mit Krähen haben und der ein oder andere Bauer uns um Hilfe bat. Da die Krähen aber von Jagd zu Jagd auch dazu gelernt haben und ich mittlerweile nicht mehr näher als 150m an die eingefallenen Krähen heran kam, musste etwas Schnelleres als die 22lfb her. So nahm ich dann meine 17 Hornet zur Hand und das funktionierte ohne Probleme. Da ich mit dieser Patrone weiter Schießen kann, konnte ich meine Position so wählen, dass mich die Krähen nicht gleich mitbekommen haben. So gelang es mir, das ein oder andere Mal sogar eine zweite oder dritte Krähe (die übrigens hervorragend schmecken) an dem gleichen Platz zu erlegen, da sie nur paar Meter weiter wieder eingefallen sind. Mit der 17 Hornet sind auch Schüsse auf weite Schussdistanzen möglich, welches ich bis auf 500m auf einer Schießbahn getestet habe. Wovon ich allerdings auf Wild abrate, da wir hier auf ein altes Sprichwort hören sollten. „Wenn der Wind jagd, soll der Jäger zu Hause bleiben“. Dafür ist die Munition mit ihrem geringen Eigengewicht von 1,1 und 1,3 Gramm zu windanfällig und schon mäßiger Seitenwind kann hier zu einer Treffpunktverlagerung führen. Da ich keine Experimente zu lasten des Wildes mache, bedeutete das in diesen Situationen, dass die 17 Hornet Pause hatte.
Auch für die Balgjäger unter uns Bietet dieses Kaliber hervorragende Eigenschaften. Nicht nur, dass ich auch auf größere Distanzen sicher einen Schuss mit hoher Tötungswirkung antragen kann, sondern auch die Balgschonung ist hier hervorzuheben. Außer des 4,5 mm Kaliber großen Einschussloch, wiesen die von mir geschossenen Stücke keine weitere Beschädigung auf. Dies kommt daher, dass das Geschoss nach dem Eindringen in den Wildkörper sofort anspricht und sich zerlegt. Daraus resultiert auch die hohe Augenblickswirkung und die geringe Hinterlandgefährdung dieser Munition.



Warum Hornady bleifreie Munition in diesem Kaliber führt, konnte ich mir nur so erklären. Da der ein oder andere auch sein Niederwild mit dieser Patrone schießt und sich durch die Zerlegung des Geschosses kleinste Teile davon noch im Wildkörper befinden können. Jedoch wies das von mir Geschossene Niederwild (hinter dem Blatt Geschossen) einen erheblichen Bluterguss durch die Rasanz des Geschosses auf.

Hier mal ein kleiner Größenvergleich.

Fazit:
Ich bin jedoch trotz des stolzen Preis und der Anfälligkeit auf Seitenwind sehr zufrieden mit den gezeigten Leistungen dieser Patrone und denke, dass sie auch hier bei uns in Deutschland nach und nach Anhänger finden wird. Also, wer wie ich über die kleinen Macken hinwegsehen kann und seine Ansitzen auf Raubwild und Schalenwild trennen kann, wird eine Patrone bekommen die nicht nur auf der Jagd richtig „Spaß“ macht.

Bilder zu erlegten Füchsen muss ich leider nachreichen, da leider meine Festplatte den Geist aufgegeben hat, wo diese gespeichert waren.

Die Hornady NTX (bleifrei) in .17 findet ihr zum Beispiel hier: Hornady NTX .17
Die Hornady V-Max in .17 gibt es hier: Hornady V-Max .17


Testbericht folgen
picture verfasst
von Accipiter

Das Schussbild auf 500m würde mich interessieren...bitte hier posten.
Welches Wild und wieviel Stück hast du mit der .17 Hornet bisher erlegt?

Wieviel billiger soll die Munition denn sein?
Gut 1 EUR/ Büchsenpatrone für die Qualität ist billiger als die namhaften Hersteller im Bereich der Standardkaliber.

picture verfasst
von Loki

@Accipiter
Schussbild konnte ich leider keins machen, da wir auf einem Truppenübungsplatz waren und dort Film und Fotografierverbot herrschte. Wir hatten auf der Bahn auf Stahl Pendelziele (50cm x 50cm) geschossen, gerade auch wegen der besseren Trefreraufnahme. Vielleicht bekomme ich mal die Möglichkeit ein Bild einzufügen.

Wild erlegt: gut an die 50 Krähen, 1 Hase und 2 Füchse...

Das mit dem Preis wollte ich lediglich nur ansprechen, da es mir auf den ersten Blick sehr teuer vorgekommen ist. Gerade da du es mit den Standartkaliber vergleichst. Sie sind in dem Vergleich auch viel kleiner, ergo weniger Material und Pulver, so meine erste Überlegung. Es kommt natürlich auch darauf an für was man die Munition nutzen möchte, aber wenn mir die Munition zu teuer gewesen wäre, hätte ich mir nicht 200 Schuss gekauft ;)

Grüße und Waidmannsheil

picture verfasst
von Special Hunter

Dank diesem Bericht ist meine Suche nach einer passenden Schonzeitpatrone vorbei ;)

Vielen Dank für diesen tollen und umfassenden Bericht!

picture verfasst
von Loki

@Special Hunter
Das freut mich zu hören, dann wünsche ich dir viel Waidmannsheil und noch schöne Feiertage!!

picture verfasst
von Totto

Ich kenne selbst keinen der dieses Kaliber führt, deshalb erst Mal Danke für deine Ausführungen. Scheint ja ein interessantes Kaliber für Fuchs und Krähe zu sein. Hat mich neugierig gemacht.

P.S.:
Du hast mit der .17 erfolgreich 500 Meter Schüsse ins Ziel gebracht? Gratulation, dass ist aber ne stolze Leistung. Nicht falsch verstehen, das war von mir nicht ironisch gemeint. Wenn ich bedenke was schon bei 300 Meter bzgl. Geschossabfall, Seitenwind, usw. zu beachten ist, ist mit so einem leichten Geschoss auf 500 Meter ins Ziel aber ne super Leistung.

picture verfasst
von Loki

@Totto
Ja für Raubwild und Raubzeug absolut zu empfehlen...
Auf die weite Distanz muss ich sagen, nur um das klar zu stellen, natürlich waren da gerade wenn Wind aufkam Ausreißer dabei, aber wenn alles gepasst hat und mit einem guten Beobachter, sowie mit der Verstellung im Glas ging das problemlos...
Ich mache dieses auch beruflich und bringe einiges an Erfahrung mit, aber trotzdem Danke!!

Und die Ziele waren jetzt mit 50 x 50 cm auch nicht zu klein...

Horrido!!

picture verfasst
von Totto

Zerlegt sich das Geschoß deiner Erfahrung nach im Wildkörper vollständig (auch bei einer Krähe), oder muss man mit Ausschuß rechnen?

Wahei

picture verfasst
von Loki

@Totto
Ich hatte auf die Krähen ganze ein mal ein Ausschuss, sonst nie!! Da bin ich aber im Kopfbereich in den Wildkörper. Sonst war es wie auf den Bildern zu sehen fast ein "explodieren" wie in dem amerikanischen Varminter Videos...
Also auch bei den Krähen die zu sehen sind war kein Ausschuss...

WMH

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