Nachtsichtgerät Yukon NV 5x60
Von Hellbert am 15. November 2015

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Was wollte ich?
Ein preisgünstiges Nachtsichtgerät um Nachts Wild ansprechen und erkenne zu können?

Was wurde beschafft?
Ein Yukon NV 5x60.

Das Gerät kommt mit Objektivabdeckung, Batterie und Tasche mit Gürtelschlaufe. Das Nachtsichtgerät ist gummiert und wirkt trotz Plastikgehäuse recht hochwertig. Auch die Haptik ist gut und es liegt gut in der Hand. Die Tasche ist Standard. Mir ist jedoch jedes Mal die Schutzkappe beim Rausziehen des Nachtsichtgeräts aus der Tasche abgefallen. Solange das Gerät nicht an ist, sollte das aber auch kein größeres Problem sein. Auch bei Tageslicht.
Bedient wird das Nachtsichtgerät durch zwei Schalter an der Oberseite. Einer für an und aus, einer für den integrierten IR Scheinwerfen. Der Betrieb wird durch zwei Dioden, jeweils einer für Betrieb insgesamt und einer für den Scheinwerfer angezeigt.
Weiter kann an einem Plastikring am Okular der Dioptrinausgleich bedient werden und am Objektiv für die entsprechende Entfernung scharfgestellt werden.
Bei der Röhre handelt es sich um eine Generation 1 (+) Röhre.

Hier die Angaben des Herstellers:

  • Vergrößerung 5x
  • Objektiv-Durchmesser 60mm
  • Auflösung 40 Linien/mm
  • Sehfeld 12° | 21m/100m
  • Sichtweite 300 Meter
  • Naheinstellung ab 5m
  • Infrarotbeleuchtung 100 Meter | 805nm +-10nm
  • Dioptrienausgleich +-5
  • Austrittspupille 5mm
  • Augenabstand 12mm
  • Stativanschlussgewinde 1/4" / 6,35mm
  • Batterie-Lebensdauer (ca.) 20 Stunden mit IR; 72 Stunden ohne IR
  • Abmessungen 206 x 70 x 93mm
  • Extras Sprühwassergeschützt gem. IPX3
  • Gewicht 0,66 Kg
Die Beobachtungsreichweite ist abhängig vom Wetter. Etwa 30 Meter sind ohne IR-Scheinwerfer gut drin.
Der Scheinwerfer ist richtig stark und erlaubt sicheres Ansprechen bis etwa 50 Meter. In diesem Bereich ist das Bild auch sehr gut, insbesondere mit der IR-Aufhellung. Danach nimmt die Reichweite rapide ab, wobei dann insbesondere die starke Randunschärfe/Fischaugeneffekt zum Tragen kommt.
Das Okular ist mit Plastik ummantelt. Man muss aber sehr nah an dieses heran, beziehungsweise muss sein Gesicht an das Teil drücken, um maximales Sehfeld zu erreichen. Das ist sehr unangenehm. Eine Muschel aus Gummi hätte hier deutlich Abhilfe geschaffen.
Wissenschaftliche Aussagen über die Beobachtungsreichweite sind bei Nachtsichtgeräten für mich einfach schwer zu treffen, weil viele Faktoren dabei zu tragen kommen, die auch nicht immer einwandfrei klinisch reproduzierbar sind. Ich glaube guten Gewissens sagen zu können, dass Beobachtungen an einer Kirrung bis etwa 70 Meter annehmbar möglich sind. Auf Grund der beschriebenen Umstände leidet jedoch der Beobachtungskomfort. Dauerhaft durch das Gerät zu schauen hat mir keinen Spaß gemacht.

Zur Lebensdauer der Batterie etc. kann ich nichts sagen, weil ich das Gerät nur einmal mit hatte.

Bin ich zufrieden?
Jein. Ich habe das Gerät auch wieder zurückgeschickt. Ich habe mich dafür entschieden, das Geld zu sparen und ein hochwertigeres Gerät zu kaufen, das mehr Leistung bringt und angenehmer beim Beobachten ist.
ABER: Das Nachtsichtgerät ist für knapp 200 Euro zu haben. Dafür ist die Leistung echt top. Für schnell über die Kirrung zu schauen und vor dem Schuss noch eine Kontrolle durchzuführen ist es absolut ausreichend, solange das beobachtete Objekt nicht weiter als 50-60 Meter entfernt ist.
Ich habe das Gerät schon wieder weggeschickt bevor ich ein Foto gemacht habe. Weil ich nicht weiß, wer hier mitliest, habe ich lieber mal kein Foto heruntergeladen. Man möge es mir verzeihen und vielleicht kurz im Internet selbst suchen...

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