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Mit einer Handvoll Salz zur Wutz

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75 Cent für ein Kilo Lockstoff, der für zwei Kirrungen einen Monat reicht, klingt gut, oder?


Zutaten

Du brauchst lediglich drei Zutaten:

• 5kg Salz aus dem Supermarkt – nimm einfach das günstigste!

• 30 Gramm Anispulver

• 0,5 Liter dünnflüssigen Buchenholzteer


Zubereitung

Schütte alles in einen Eimer und verquirle es drei Minuten mit dem Akkuschrauber – fertig! Achte unbedingt darauf, dass du dünnflüssigen Teer benutzt. Zäher Teer wird übrigens mit etwas Speiseöl schön fluffig.

Die Zubereitung dauert keine fünf Minuten.

500 Gramm von dem Lockstoff reichen für 20 Quadratmeter. Am besten verteilst du das Salz schön gleichmäßig per Hand mit einem Gummihandschuh. Wenn der Boden nach einem Regen etwas feucht ist, kann das Zeug perfekt „einziehen“.

Das Locksalz wird einfach von Hand ausgestreut.


Anwendungsbereiche

Dieser Lockstoff ist universell einsetzbar. Er wirkt gut auf Schwarzwild, aber auch Rehe und Dachse, Mäuse zeigen Interesse an dem Salz. Ein weiterer Vorteil: Durch die dunkle Farbe und dünne Ausbringung ist diese Lockmethode äußerst unauffällig.

Die Anwendungsbereiche sind vielfältig:

Ich benutze das Locksalz gerne zusätzlich zum Mais ganz klassisch an der Kirrung. Der Vorteil hier: Falls der Mais schon geräubert sein sollte, bleibt die Kirrung trotzdem für die Sauen interessant. In meinem Revier beschäftigen sich die Wutzen an der gewürzten Kirre im Schnitt doppelt so lange als wenn nur Mais ausgebracht wurde. Auf den Fotos der Kameras sieht man deutlich, wie intensiv der Boden inspiziert wird.

Immer wieder gut zu beobachten, wie ausgiebig der gesalzene Boden inzpiziert wird.
Alles hat gepasst. Ein strammer Frischling liegt.

Am Raps, Weizen und Mais kann die Mischung der perfekte Joker sein. Hier bringe ich es auf den Schneisen am Wechsel aus. Die Stoppwirkung auf die durchziehende Rotte ist damit garantiert!

Zuverlässige Stopper an der Schneise: Locksalz und das Jahnke DJ-8 NSV  1x58


Du kannst dem Lockstoff natürlich auch dein Geheim-Aroma verpassen: Leg einfach im Vorfeld für ein paar Tage gebrochenen Mais oder Senfsaat im „Rohsalz“ ein. Das Salz entzieht den Körnern die Feuchtigkeit und das Aroma. Bevor du es weiterverarbeitest, siebst du es einfach durch. Die ausgesiebten Körner kann man prima unter das eigentliche Kirrgut mischen. Der Phantasie sind beim Anrühren keine Grenzen gesetzt. Ich denke da beispielsweise an Trüffelaroma oder Maggi.

Dieser Überläufer kam aus dem Weizen zum Salz und konnte so sauber angesprochen werden.


Fazit

Je nach Jäger beruht die Anwendung von Lockmitteln hauptsächlich auf den Verben „glauben“ und „hoffen“. Ich glaube übrigens, dass es DAS ultimative Lockmittel für Sauen überhaupt gar nicht gibt. Zu unterschiedlich sind unsere Reviere und damit das Fressverhalten und die Vorlieben des vorkommenden Wildes. Es ist wie beim Angeln: Weil im Hamburger Hafen regelmäßig Essensreste über Bord gehen, kann man dort prima mit Käse Aale fangen, in einem Bach wenige Kilometer weiter weg, wird das kaum klappen. Ok, der Vergleich hinkt ein wenig, denn wer auf Nummer Sicher gehen will, nimmt einfach einen Wurm! Aber was für den Aal-Angler der universelle Wurm ist, kann dieses (Grund)-Rezept für dich als Jäger sein!

Viel Spaß beim Ausprobieren und Waidmannsheil

dein Nachtsichttechnik Jahnke-Team

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Kommentare

Boarhunter764
Boarhunter764

Der LOCK-Stoff! Müsste ich mal ausprobieren!

Tim
Tim

Die Idee klingt gut und ergibt Sinn.

Allerdings frage ich mich, ob diese Methode nicht langfristig zu einer Übersalzung des Bodens führt?? Außerdem soll man doch eigentlich dem Wild das Salz/ den Leckstein nicht direkt zur Verfügung stellen, sodass sie direkt ans Salz kommen?? Mit Eurer Methode kann das Wild das Salz ja quasi direkt vom Waldboden aufnehmen.

Vielleicht könnt Ihr ja mal Eure Gedanken dazu mir mitteilen.

Nachtsichttechnik Jahnke
Nachtsichttechnik Jahnke Marke

Moin Tim,

in Anbetracht von ca. 1,5 Millionen Tonnen Streusalz, die jährlich auf deutschen Straßen landen, halte ich eine gesalzene Kirrung für relativ unbedenklich. Im Artikel empfehle ich, das Salz bei Nässe auszubringen, damit es in den Boden einziehen kann. Damit ist eine direkte Aufnahme nicht möglich. Von der klassischen Salzlecke läuft es ja auch am Stamm herunter und zieht dann in den Boden ein.

Viele Grüße
Jan vom Team Nachtsichttechnik Jahnke

Tim
Tim

Danke für die Antwort

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