Leupold VX6 1-6x24 Drückjagdglas
Von nordic_stonewood am 7. März 2016

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Leupold VX61-6 x 24 Drückjagdglas

Großes Sehfeld, niedrige Montage und einen Vergrößerungsbereich der auch den Schuss auf ein sehr nahes und weiter entferntes Ziel erlaubt, das sind die Anforderungen die ein heutiges Drückjagdglas erfüllen sollte. Wir vom Jagd-Team Nordschleswig haben das neue VX6 Drückjagdglas von Leupold getestet.

Da es bei den meisten Jagden aber nicht nur den Sauen an die Schwarte geht sondern auch meistens auf Reh, Rot-oder Damwild gejagt wird ist ein Glas mitVergrößerung zum schnellen Ansprechen und für den sicheren Schuss jenseits der50 Meter (wo erlaubt) nur zu empfehlen. Mit einer Vergrößerung von 1 bis 6 Fach und einer Austrittspupille von 24 mm ist das Glas für das schnelle Wild auf kurze Entfernung genauso geeignet wie für das auf 100 Meter verhoffende Reh. Das VX6 Drückjagdglas wiegt knapp 400 Gramm, ist mit 280 mm Länge undeinem 30 mm Mittelrohr recht kompakt. Das Glas war in unserem Fall mit einem Absehen 4 in der zweiten Bildebene ausgestattet bei dem sich die Balken am Ende zum Leuchtpunkt verjüngen.

Der Leuchtpunkt ist sehr fein und auch wirklich ein Punkt. Die Intensität lässt sich über eine Drucktaste im linken Turm regulieren. 12 Stufen von sehr schwach bis zum grellen Tagesleuchtpunkt stehen dem Benutzer hier zur Verfügung. Wird das Glas Fünf Minuten lang nicht bewegt schaltet sich der Leuchtpunkt automatisch ab, wird aber bei der kleinsten Bewegung wieder aktiviert. Sehr Batterie sparend.



Das Leupold Glas ist mit einer Argon-Krypton Gasmischung gefüllt um Beschlag von innen zu vermeiden. Die Linsen sind mit der sogenannten Diamond Coat Beschichtung von Leupold versehen, welche extrem kratzfest sein soll. Die Absehen Verstellung arbeitet einem Zentimeter pro Klick auf 100 Meter und kann genullt werden. Am Okularende ist mit einem weichen Gummiring geschützt und hier befindet sich die Dioptrien Verstellung (-4/+4 dpt).Soweit zur technischen Ausstattung.

Das große Sehfeld bei einfacher Vergrößerung von fast 39 Meter auf 100 Meter überzeugte auf den Sprichwörtlich ersten Blick. Wählt man die maximale Vergrößerung so bietet das Glas immer noch 6,5 Meter auf 100 Meter. Nachdem wir das Glas auf einer Haenel Jäger 10 mit Picatinnyschiene Montiert hatten schossen wir die Waffe ein. Die Absehen Verstellung arbeitete sauber und ohne zu hängen. Schon auf dem Schießstand begeisterte das Glas durch seine wirklich extrem gute Randschärfe und Farbgeträuheit die unserer Meinung nach auch einen der großen deutschen Herstellern in die Tasche steckt. Der Leuchtpunkt ist extrem fein und die Beleuchtungsstufen für die Praxis mehr als ausreichend. Die Bedienung des Leuchtpunktes ist leider etwas gewöhnungsbedürftig. Durch einfaches Drücken der Taste wird der Leuchtpunt aktiviert. Jeder weiter Druck auf die Taste lässt den Punkt heller werden bis die maximale Helligkeit erreicht ist. Dann blinkt der Punkt mehrmals auf und der Punkt wird jetzt bei jedem Druck wieder Schwächer. Ist man an der niedrigsten Stufe angekommen Blinkt der Punkt wieder und es geht von vorne los. Hält man die Taste für fünf Sekunden gedrückt wird der Leuchtpunkt deaktiviert. Will man vor einem erreichen der minimalen oder maximalen Leuchtkraft die Richtung ändern gilt es den Knopf für zwei Sekunden gedrückt zu halten. Am Anfang ist die Bedienung etwas verwirrend, hat man sich aber daran gewöhnt läuft es wie am Schnürchen.
Auch auf der Drückjagd machte das Glas eine sehr gute Figur. Bild und Sehfeld überzeugten auf ganzer Linie. Was uns allerding störte ist der Zoom Ring. Leider besteht dieser aus Kunststoff ohne Gummiamierung so dass man sehr leicht abrutscht und die Verstellung erfordert etwas Kraftaufwand. Der Spruch „Man gewöhnt sich an alles“ trifft zwar auch hier zu, dennoch wäre hier ein leichtgängiger Zoom Ring unserer Meinung nach absolut erforderlich. Als positiv ist allerding Anzumerken das mit einer halben Umdrehung der komplette Zoombereich abgedeckt ist.



Wir konnten beim Zoomen keine Treffpunktverlagerung feststellen und Schussfest war das Glas ebenfalls. Wir konnten das Glas auf einigen Drückjagden im Oktober und November führen und sind bis auf den Zoom Ring sehr angetan. Einige Rehe und zwei Sauen konnten wir mit Hilfe des Glases sauber strecken und waren mit der Performance rundum zufrieden. Die optischen Leistungen sind absolut umwerfend und auch das Sehfeld ist sehr überzeugend. Auch wenn es nicht ganz über die magische 40 Meter Marke kommt ist es doch schon sehr nah an dieser dran. Dank des sehr feinen Leuchtpunktes sind auch präzise Schüsse jenseits der 100 Meter möglich. Für knapp 1600 € spielt das Glas in der Mittelkasse der Drückjagdgläser ganz oben.

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Kommentare

Hans Forstmann

Wie im Fazit geschrieben, man darf nicht Äpfel mit Birnen vergleichen und die Leistung eines 1000 Euro teureren Swaros erwarten. Hier wird ein sehr gutes Mittelpreisprodukt vorgestellt... Vielen Dank dafür an das @Team Nordschleswig!

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