Burris FastFire III Rotpunk-Reflexvisier
Von Sissi van B. am 7. Februar 2015

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Mir war es schon immer sehr wichtig, den gesamten Überblick bei einem Schuss auf Wild zu behalten. So stellte sich gar keine Frage nach einem Drückjagdzielfernrohr, ein „Rotpunkt“ war schon bei meiner ersten Drückjagd im Einsatz. Der enorme Vorteil dieser kleinen Gefährten ist, dass das Schießen mit beiden Augen offen möglich ist. So kann man die Gesamtsituation überblicken und übersieht auch keinen kleinen Frischling oder gar ein Hund… Außerdem ist reflexartiges Schießen möglich. Das heißt die Waffe kann im Eifer des Gefechts auch mal verkantet in Anschlag genommen werden – der Schuss sitzt dort, wo der rote Punkt sitzt.

Als also meine erste Waffe (http://www.geartester.de/s/categories/64/stories/591) zu mir kam, wurde ein Reflexvisier sofort dazu gekauft. Nach ein bisschen Informieren und einer sehr guten Beratung bei der Firma Manfred Alberts GmbH fiel die Entscheidung auf das Burris FastFire III mit einer MAKnetic-Montage.

Die MAKnetic-Montage garantiert durch den starken Magnet einen perfekten Sitz auf dem vorderen Montagesockel der Mauser, eine zusätzliche Arretierung verhindert das Abfallen unter Extrembedingungen. Das FastFire wird einfach auf die Montage geschraubt und schon ist alles einsatzbereit.
Durch das schnelle Aufsetzen auf die Waffe, ist das Wechseln der Montage in Sekundenschnelle möglich. Ich habe das FastFire immer dabei und stecke es auf, wenn nötig.

Die Vorteile des Burris FastFire III gegenüber anderen Reflexvisieren, konnten schnell überzeugen:
-Das FastFire lässt sich An- und Ausschalten und besitzt dann neben einer automatischen Helligkeitsstufe drei manuell wählbare, gleich bleibende Helligkeitsstufen.
-Das Batteriefach sitzt oben an dem FastFire, so dass ein Batteriewechsel sogar auf der Waffe stattfinden kann. Natürlich ist auch kein Abnehmen von der Montage nötig.
-Das Einschießen lässt sich mittels Schraubenzieher und Klickverstellung vornehmen.
-Mitgeliefert wird ein Schutzgehäuse, was das FastFire bei Regen oder Schnee nicht beschlagen lässt.

Das Einschießen des Reflexvisiers auf meine Mauser M03 brauchte 5 Schuss. Das Resultat lässt sich auf dem angehängten Foto erkennen: Mit 3 Schuss ergab sich ein Streukreis von nicht einmal 2 cm – was will man mehr?! Scheinbar harmonieren M03 und FastFire 3 perfekt :-) Eingeschossen wurde auf 60 m.

Der Rotpunkt selbst hat eine Größe von 3 MOA. Wie bei jedem Rotpunktvisier deckt dieser durch die fehlende Vergrößerung einen gewissen Bereich ab (deswegen auch der gelbe Spraypunkt auf der Schießscheibe der Schussgruppe). Je kleiner und weiter weg das Ziel, desto mehr wird verdeckt. Dadurch schieße ich mit dem Reflexvisier hauptsächlich in den Bereichen 30 – 80 m.
Doch nichts ist unmöglich: Nach einer Drückjagd im Nachbarrevier sah ich plötzlich weit auf einem Feld einen einzelnen, kleinen Frischling (ca. 2 kg). Zuvor sind uns schon einzelne Frischlinge dieser Größenordnung aufgefallen, so dass vermutet wurde, dass der zugehörigen Bache was passiert war. Es hieß also für mich, ich muss diesen Frischling kriegen. Der frischgefallene Schnee ließ vorhersehen, dass dieser sonst elendig eingehen würde. Ich versuchte also den Frischling so weit wie möglich anzurennen. Der Frischling aber zog immer weiter in einem nicht-einschießbaren Bereich. Um das zu vermeiden, ließ ich fliegen, als ich dachte, es müsse passen. Um ehrlich zu sein bin ich von oben ins Ziel und als ich das Ziel nicht mehr sah (der Rotpunkt hatte den Frischling doppelt abgedeckt), verließ die Kugel den Lauf. Im Weiterrennen konnte ich erkennen, dass der Frischling liegen musste – Erleichterung! Letztendlich stellte sich heraus, dass ich den Frischling auf um die 140 m geschossen hatte…. Mit Sicherheit ein glücklicher Zufall, aber in dieser Situation gab es für mich nichts abzuwägen. Solche Kunstschüsse sollte man in einer Normalsituation wohl eher vermeiden.

Viele vergleichen das Schießen mit einem Reflexvisier mit Flintenschießen. Da die Flinte und ich verfeindet sind und ich trotzdem sehr gerne und gut mit dem FastFire umgehen kann, kann ich auch den schlechten Flintenschützen ein Reflexvisier empfehlen.
Für mich die beste Drückjagdlösung.

Noch ein paar technische Details:
Gewicht des FastFire III inkl MAKnetic: 76 g
Abmessungen BxHxT: 26 x 28 x 45 mm
Batterie: CR1632
Das FastFire ist wasserdicht und stoßfest.


www.manfred-alberts.de
www.kilic-feintechnik.de

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Sissi van B.
Enthusiast

Kommentare

south-hunter

moin, na dann hab ich ja das richtige bestellt :-)

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