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Carinthia Daunen Lodenhose

Jeder Jäger der im Winter in unseren Breiten der Jagd nachgeht hat Bedarf an einer warmen Hose bzw. Überhose. Nachdem ich mit einer Deerhunter Rusky nicht zurechtkam bin ich dann doch bei der Carinthia Daunen Lodenhose gelandet.
Die Firma österreichchische Firma Carinthia (lat. für "Kärnten") ist mir bisher vor allem durch Produkte im Bereich Schlafsäcke und militärische Kälteschutzbekleidung aufgefallen, die Produkte die ich bis jetzt habe verwende haben mich überzeugt. Das hat mich auch dazu gebracht den Preis für die Hose zu bezahlen. Qualität hat nunmal ihren Preis.

Hier kurz die technischen Daten (laut Homepage von Carinthia):

Gewicht: 1.050 g (Größe M)
Isolation: 90/10 Europäische Gänsedaune
Füllgewicht: 115g (Größe M)
Außenstoff: Strichloden (75% WV, 25% PA, 5% WP)
Innenstoff:
100% PA

Durch den Lodenoberstoff ist die Hose sehr leise was sie auch für Nachtansitze auf Sauen und Fuchs prädestiniert.

Der Bund wird mit einem Frontreißverschluss verschlossen, zusätzlich ist ein Knopf angebracht. Der Hersteller hat den Knopf so groß gewählt das er auch gut mit kalten Händen bzw. Handschuhen bedient werden kann. Durch die Ausführung als "Slotted button" ist auch die Befestigung sehr solide.


Der Front-RV ist durch eine Windleiste gefüttert um eine Kältebrücke zu verhindern.


Die Beine sind mit einem Zweiwege-Reißverschluss versehen die jeweils bis zum Fußende bzw. der Hüfte gehen und so einen bequemen Einstieg auch mit Stiefeln ermöglichen.

An der Hüfte hat man zusätzlich einen knöpfbaren Riegel angebracht der den Reißverschluss entlastet und ein versehentliches Öffnen verhindert.

Auf den Oberschenkeln sind 2 flache Taschen angebracht die mit Reißverschlüssen geschlossen werden. Allerdings sollte man hier nicht allzuviel in die Taschen zu packen, sonst drückt der Inhalt beim Sitzen unangenehm.


Am Beinabschluß kann die Weite durch drei Druckknöpfe reguliert werden um auch hier einen Wärmeverlust zu verhindern.


In dem Bereich der Hose der die Schuhe abdeckt hat Carinthia einen anderen Stoff genutzt der stabiler als der Futterstoff ist.


Zusätzlich ist hier ein Haken angebracht mit dem die Hosenbeine an den Schnürbändern der Schuhe fixiert werden kann. So wird ein Hochrutschen der Hose verhindert.


Der Futterstoff erinnert an ein Schlafsackinnenfutter und enthält die Daunenfüllung der Hose. Der Stoff ist relativ dünn ausgeführt, hier sollte man beim Einsteigen gerade mit Stiefeln aufpassen nicht versehentlich ein Loch hinein zu reissen.


Im linken Bein ist ein Nylonbeutel eingenäht, der als Verpackungsbeutel dienen soll. Leider gilt hier: Gute Idee, schlecht ausgeführt. Denn zum einen stört der Beutel beim Einsteigen, zum anderen verklemmt sich der dünne Stoff gerne im seitlichen Reißverschluss. Also entweder damit leben oder den Beutel vorsichtig abtrennen.
Wenn man den Beutel als Verpackung nutzt lässt sich die Hose allerdings durchaus Rucksacktauglich verpacken.


Am Rücken ist der Bund der Hose leicht nach oben verlängert um auch im Sitzen nach ausreichend Kälteschutz zu bieten.


Im Gegensatz zu Deerhunter Rusky ist die Carinthia keine Latzhose sondern eine Bundhose mit Hosenträgern. Und leider sind diese Hosenträger in meinen Augen der Schwachpunkt der Hose. Die Österreicher haben, warum auch immer, ein Hosenträgersystem verwendet das lediglich an an jeweils einem Punkt der Hose mittels einer Stoffschlaufe befestigt ist.


Hier erfolgt auch die Längenverstellung mittels einfachem Klettverschluß.


Die Träger werden dann auf die jeweils gegenüberliegende Seite geführt und dort in Brusthöhe vernäht. Auf dem Rücken ist ein Schlaufe angenäht die ein Verrutschen der Träger verhindern soll.


So können die Hosenträger nicht mehr so einfach von der Schulter rutschen aber ein Einsteigen in diese Art von Hosenträgern ist nicht so einfach. Vor allem im Dunkeln oder auf engen Kanzeln kann das schon zum Abenteuer werden.

Ansonsten ist die Hose eine echte Empfehlung. Durch die Daunenfüllung hält sie auch bei tiefen Temperaturen warm, der Bereich um die Knie ist vorgeformt um Kältebrücken zu vermeiden.
Allerdings handelt es sich um eine Hose die man nur bei trockener Kälte bzw. auf dem Ansitz tragen sollte da der Oberstoff nicht wasserdicht ist und nasse Daunen ihre Wärmeleistung einbüßen.
Für Drückjagden kann man auf die HIG oder ECIG-Hosen des gleichen Herstellers zurückgreifen.

Bezugsquelle: Diverse Händler in Deutschland
Preis: ca. 350,-

Testbericht folgen
picture verfasst
von Oberjäger

Ich habe die auch @Mexerlein und finde sie sehr sehr gut. Die Gut 300 Euro echt wert. Sehr durchdacht und viele spannende Features. Hose ist halt mehr als Hose und Qualität ist mehr (Euros) als billig...

Small
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