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Kahles Helia CSX 3-12x56

Moin Moin & Waidmannsheil liebe Geartester Gemeinde.

Seit Mai 2015 begleitet mich nun das Kahles Helia CSX 3-12x56 im Revier und ich finde, es ist Zeit für ein erstes Resümee. Mit dem Kauf der Merkel Helix musste damals auch ein neues Glas ins Haus, hier trat dann das allseits bekannte Problem auf: Was wird denn nun gekauft?! Nach langer Recherche und Feedback von Bekannten beschloss ich, mir das große Glas von Kahles etwas genauer anzuschauen. Der Büma hatte es vorrätig, es machte einen wertigen ersten Eindruck und gefiel mir auf Anhieb auch rein optisch sehr gut.



Technische Daten:

Vergrößerung: 3-12x
Objektiv: 56mm
Austrittspupille: 10,0-4,7 mm
Sehfeld: 12,5 - 3,5 m
Dämmerungszahl: 9,5-22,5
Dioptrieausgleich:+2 / -3.5 dpt
Absehen: 4DOT mit Automaticlight
Absehen in Bildebene: 2
Länge: 35,6cm
Mittelrohr-Durchmesser: 30mm
Gewicht: 580 g


Das Helia CSX kommt mit dem Absehen „4-DOT“, welches ich als absoluten Allrounder zähle. Die dicken Balken ragen nicht zu weit ins eigentliche Zielfeld hinein und dienen beim flüchtigen Schießen zur groben „Erstjustierung“. Die weiterführenden, dünnen Striche ermöglichen präzise Schüsse auch bei ausgeschaltetem Leuchtpunkt. Da das Absehen in der 2. Bildebene liegt verdeckt hier auch nichts weiter entfernte Ziele auf höheren Vergrößerungs-Stufen.



Der Leuchtpunkt ist klar abgegrenzt, streut nicht und ist auch bei Tageslicht mit entsprechender Einstellung absolut sichtbar. Beim Nachtansitz lässt sich der Punkt angenehm weit nach unten dimmen; er überstrahlt/blendet nicht. Das für mich, als offiziell bekennenden "Leuchtpunkt-Ausschalt-Vergesser" wohl wichtigste Feature ist die Automaticlight-Funktion. Diese ermittelt durch einen Neigungssensor, ob sich das Glas in Schussposition befindet und steuert so ohne Zeitverzögerung das Ein- und Ausschalten der Leuchteinheit. Vergisst man mal das Ausschalten, schaltet sich der Punkt automatisch ab sobald die Waffe im Schrank steht.


Der Regler für den Leuchtpunkt (links) hat eine strukturierte Oberfläche und lässt sich somit sehr gut bedienen. Ein- & Ausschalten und das Einstellen des Leuchtpunktes geschieht vollkommen lautlos. Die Vergrößerung und der Dioptrienstellring laufen sehr geschmeidig und haben eine gummierte Oberfläche was eine sehr gute Griffigkeit garantiert, gerade wenn es mal „schnell“ gehen muss.

Geführt wurde das Glas von mir beim Ansitz am Tag, in der Dämmerung, in der Nacht und bei Bewegungs- und Erntejagden. Was Bildqualität, Randschärfe und Nachttauglichkeit angeht steht es meines Erachtens den Gläsern der "Großen" auf die ich neben meinem Bestand auch in Vaterns Waffenschrank zum Vergleich zurück greifen konnte, in Nichts nach.

Im Internet wird das Glas bereits ab 1350,-€ angeboten und bietet damit ein Top Preis-Leistungs-Verhältnis.

Horrido & Waidmannsheil


Testbericht folgen
picture verfasst
von kai_sebastian

Schöner Bericht.

Mal eine andere Frage, hast du das Modell "Forest Pro" oder "SWF" von der Helix?
Bist du zufrieden mit der Waffe, welches Kaliber führst du denn?

Besten Dank und Gruß

Kai

picture verfasst
von huntingfelix

@kai_sebastian Das ist die Schwarzwildfieber 5 Edition, hier von mir in einem Video vorgestellt. youtu.be/5DlWorof5l4
Was Funktion, Genauigkeit und Zuverlässigkeit angeht habe ich nun nach einem Jahr nach wie vor nichts auszusetzen. Die Waffe schießt wie Gift. Zur Zeit plagt mich lediglich ein Problem rein optischer Natur, hierzu habe ich Merkel eine E-Mail geschrieben da ich denke dass es sich um einen Produktionsfehler beim brünieren handelt und ich will erst die Antwort von ihnen abwarten bevor ich darüber schreibe und damit am Ende noch jemandem das Interesse an dieser Klasse-Waffe nehme.

picture verfasst
von Oberjäger

Kahles macht sich langsam! Die Zeiten von schwachen Leuchtpunkten und zu hohen Preisen sind scheinbar vorbei. Im Sport und Behördenbereich sind sie schon lange eine Hausnummer. Wäre super, wenn sie in der Jagd auch wieder Gas geben...

picture verfasst
von Weidmann1961

Super Bericht, Ich hatte 4 verschiedene ZF Marken überprüft, (darunter auch einen CSX), und habe sie alle letztes Jahr mit auf den Hochsitz genommen um sie zu vergleichen. Leider waren die von der Ausmaße nicht gleich aber es langte für einen einfachen Leistungsvergleich. Ich habe die Lichtdurchlässigkeit, (war eher subjektiv), den Sehfeld und die Randverzehrung beurteilt. Alle ZFs wurden auf 10 fach Vergrösserung gestellt, (obwohl ich das Gefühl hatte das dies von Hersteller zu Hersteller nicht gleich war). Den Sehfeld wurde auf einen Strassenschild auf ca. 180 meter links angesetzt und den Anzahl vom Bäume bis zu rechten Rand gezählt. Also: meine Ergebnisse:

S&B Zenith 2,5 - 10 x 56. Dieses ZF hatte eigentlich die beste Voraussetzung da den gesamten Objektiv benutzt wurde. Sehfeld: Note 4, Helligkeit 4, Randverzehrung 5. Eine grosse Enttäuschung für mich, da ich sehr viel schon mit dieses ZF gejagt habe.

Zeiss Victory 3 -12 x 56. Sehfeld und Helligkeit etwas besser als beim S&B, Randverzehrung gleich, 5: Helligkeit und Sehfeld 3,5. Das bestätigte meine Meinung von Zeiss, mittelmäßige Leistung für viel Geld, viel Schein, verhältnismäßig wenig sein.

Kahles CSX 3 -12 x 56. Jetzt ging alles viel besser: Helligkeit 2,5, Sehfeld 2, Randverzehrung 2. Die hatte ich auf meinen Drilling montiert entgegen die Empfehlung vom Büma, (der immer Zeiss empfehlt), da Kahles von einen Freund empfohlen wurde.

Jetzt das ZF mit den schlechtesten Vorraussetzungen: Swarovski Z6 3 -18 x 50. Trotz den offensichtlichen Handicap: Helligkeit 1,5, (hat mich sehr gewundert), Sehfeld 1, Randverzehrung 1,5. Naja, gut, ist halt Swarovski und doppelt so teuer wie einen Kahles, (Kahles gehört übrigens zu Swarovski). Aber das einen 50er Objektiv bei nur die hälfte von der mögliche Vergrösserung die 56er Objektiven schlägt in den oberen Bereich von Ihre Vergrösserung hätte ich nie gedacht, einen 56er hat letztendlich 33% mehr Glasfläche als einen 50er Objektiv.

Fazit: meinen Zeiss wie auch Schmitt und Bender ZFs waren am nächsten Tag auf eGun zum Verkauf angeboten und kommen bei mir nie mehr ins Haus. Die wurden alle mit CSX mit C Punkt ersetzt, (ich habe jetzt 4), (das Absehen wird leider nicht mehr angeboten). Der Z6 gefällt mir wegen die Beleuchtungseinheit nicht, aber mein nächster Versuch wird mit Leica Magnus sein, die sollen eine ähnliche Leistung wie Swarovski haben, ohne die Handhabungs Probleme.

Wie gesagt, meine Beurteilung hat subjektive Ansätze und stellt meine Meinung da die auf überschaubare Merkmale basiert sind. Kahles CSX würde ich jederzeit wieder kaufen und auch empfehlen.

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