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Das Zeiss Victory Compact Point

Waidmannsheil Geartester
Ich habe mir gedacht, da wir uns ja schon mitten in der Zeit befinden, in der die ein oder andere Drückjagd ansteht, stelle ich euch mal mein Drückjagdglas vor, welches mich schon über mehrere Jahre begleitet und sehr oft zum Erfolg gebracht hat.
Es handelt sich hierbei um ein Rotpunkt / Reflexvisier mit laut Hersteller 1,05 facher Vergrößerung und 5 Helligkeitsstufen.

Technische Daten:
Länge: 58 mm
Breite: 27 mm
Höhe: 36 mm
Gewicht: 75 g (ohne Montageplatte)
Batterie: 2x 3V CR 1632
Parallaxefrei: bis 40 m



Was mir bei dem Visier besonders gut gefällt, ist die sehr schnelle Zielauffassung auf flüchtiges Wild. Selbst auf engstem Raum, oder kleinstem Sehfeld. Durch die Möglichkeit, dass ich bei diesem Glas mit beiden Augen offen schießen kann und den Leuchtpunkt in der Helligkeit auf mich und die Gegebenheiten anpassen kann, ist auch noch ein zweiter oder sogar dritter Schuss problemlos möglich, wenn nötig.

Das Glas selbst wird von einem sehr dünnen Aluminiumrahmen umschlossen, der praktisch nichts vom Sehfeld verdeckt und mit der Umgebung verschmilzt. Durch die Beschichtung die Zeiss für die Linse verwendet, ist das Visier auch bei schlechten Witterungsverhältnissen voll einsetzbar. Regentropfen zum Beispiel perlen einfach ab.

Die Bedienung des Compact Point ist mittels des großen Knopfes an der Vorderseite auch Kinderleicht. Dieser hat die Funktion, die fünf Helligkeitsstufen und das Ein- und Ausschalten zu regeln. Dieser ist nicht zu groß, aber dennoch groß genug gehalten um ihn problemlos auch mit Handschuhen zu bedienen.



In der Anfangszeit meiner Nutzung hätte ich mir nur eine kleine Abdeckung (Regenschutz) für das Visier gewünscht, da die Beschichtung bei sehr starkem Regen doch leider den Geist aufgibt. Doch dieses wurde Mittlerweile auch gelöst, da man jetzt eine solche Abdeckung bekommt und wenn die mal aufgibt, dann ist das Wetter so schlecht und ich bleibe Daheim.

Manche Drückjagdgläser muss man zum Batterietausch ja teilweise abnehmen. Das ist hier nicht nötig, man kann also auch zur Not während der Drückjagd von oben die Batterie schnell tauschen. Werkzeug ist dazu keines Notwendig, allerdings muss mein eine Centmünze oder ähnliches einstecken haben um den Batteriedeckel zu öffnen.



Fazit: Alles in allem, bin ich mit diesem Jagdhelfer super zu frieden. Ich konnte mit dem Glas schon mehrere Erfolge, in schwierigen Situationen auf Drückjagden/ Nachsuchen erzielen, die womöglich mit einem anderen Visier nicht funktioniert hätten. Noch als kleine Information, wenn ihr euch ein solches Glas zulegen wollt. Da ich nun leider auch in die Jahre gekommen bin und auch meine Augen schlechter werden, merke ich nach und nach wie auch bei mir der rote Punkt in meinem Visier zu einem „Stern“ wird. Dieses liegt aber definitiv an mir und nicht an meinem Glas, obwohl ich schon das ein oder andere mal Jäger wegen genau diesem Problem über sein Material habe schimpfen hören.

Erhältlich ist das Glas für 560€ zum Beispiel hier: Zeiss Victory Compact Point







Testbericht folgen
picture verfasst
von Waidmann

Vielen Dank für deinen ausfgührlichen Bericht und die tollen Bilder!!!

Kannst du vielleicht noch ein paar Worte zum Einschießen verlieren? War das problemlos möglich?

Besten Gruß Waidmann

picture verfasst
von Loki

@Waidmann

Servus, ja Einschießen ging problemlos wie bei anderen Rotpunktvisieren auch. Zu beachten ist nur, dass man bevor man an den Einstellschrauben für Höhe und Seite dreht, die hintere Klemmschraube löst....
Im letzten Bild deutlich zu sehen.

Grüße und Waidmannsheil

picture verfasst
von Oberjäger

Willkommen @Loki !
Ich habe auch gleich noch eine Frage: Wo genau sitzt die Batterie. Der komplizierte Wechsel hielt mich stets ab vom Kauf. Du beschreibst ihn jedoch als "einfach"...

picture verfasst
von Loki

@Oberjäger
Ebenfalls im letzten Bild zu sehen, die Abdeckung mit dem "Kreuzschlitz" deckt das Batteriefach ab. Natürlich muss man irgendwas geeignetes einstecken haben um diesen Deckel aufschrauben zu können, aber sonst mit etwas Geschickt und filigranen Fingern, stellte es für mich jetzt nicht so ein großes Problem dar. Dieses liegt allerdings immer im Auge des Betrachters....

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