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Jagdgebrauchsmesser MSP Spezial-Droppoint

Horrido,


heute mal wieder ein Bericht zu einem feinen Schneideisen, welches scheinbar ein Schattendasein pflegt...und das absolut zu unrecht.


Die Rede ist vom Spezial Droppoint aus der "Schmiede" von Reinhard Müller.. Ein Messer vom Jäger für den Jäger.

Absolut geradlinig, schnörkellos und mit ausgewählten Materialen in aller erster Linie für die rote Arbeit konzipiert.

Das schlichte Design ist eventuell auch der Grund warum es einem neben den ganzen Bökern, Puma´s, Esee´s, Linder´s etc nicht auffällt.

An dem Messer befindet sich einfach kein Schnickschnack. Kein Chimping, kein Lanyard-Loch (Fangriemen-Öse) oder sonstige unnötige Designelemente.

Dabei ist das Messer nichtsdestotrotz eine wahre Schönheit.

Der von Müller verwendete Stahl ist ein S90V bzw. CPM420V. Ein Pulvermetallurgischer Stahl der für viele Jäger die eierlegende Wollmilchsau darstellen könnte:

- rostfrei
- pflegeleicht
- extrem Schnitthaltig

Die Kehrseite von schnitthaltigen Stählen, ist in der Regel der Mehraufwand beim wieder scharf machen. Aber hey, lieber investiere ich etwas mehr Zeit beim schärfen und kann danach ohne Probleme eine zweistellige Zahl and Wild aufbrechen ohne nachschärfen zu müssen, als ein schlecht gehärteter 440C, der bereits nach einer frisch gesuhlten Sau merklich an Schärfe verliert. Ich habe in der letzten DJ-Saison bis zum ersten Schärfe-Verlust, knapp 20 Stk Wild aufgebrochen (Rehwild und Sauen). Dabei ist zu sagen das ich sowohl Schloss als auch Brustbein mit dem Messer geöffnet habe.


Müller bietet 2 verschiedene Klingenformen an. Das normale Droppoint hat eine etwas bauchigere Klinge, während das Spezial Droppoint eine feinere Spitze hat. Beide Messer gibt es mit unterschiedlichen Griffmaterialien (orangenes und schwarzes G10 und verschiedenste Hölzer). Nachdem ich mein Modell mit orangenem G10 verschenkt habe, ist nun eines mit Wüsteneisenholz eingezogen

Das hier in den Bildern gezeigte Messer hat noch die alte Klingenform mit hochgezogenem Flachschliff. Inzwischen kommen die Messer mit einem sogenannten Scandischliff daher. Gefällt mir optisch nicht und ist prinzipiell durch die keilähnliche Form eher zu Bearbeitung von Holz ausgelegt. Aber das ist Geschmackssache.

Mit dem Messer kommt eine passgenaue und ebenfalls super verarbeitete Lederscheide. Die Scheide ist den Konturen des Messers angepasst und hält das Messer so zuverlässig fest. Wünschenswert wäre es, wenn Müller noch Kydex-Scheiden zu dem Messer anbieten würde. Das würde den Gebrauchswert nochmal steigern.

Das Messer kostet je nach Ausführung 240 bis 265€. Nicht ganz billig, aber bedenkt man die hochwertigen Materialien und den dadurch gewonnen Mehrwert, relativiert sich der Preis in meinen Augen wieder. Einige poplige 440C Messer eines bekannten deutschen Herstellers, kosten zum Teil auch schon 150€ und mehr.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Messer genau das hält was der Name verspricht. Es handelt sich um ein richtiges Gebrauchsmesser.


Testbericht folgen
picture verfasst
von HerrBert

Mein reden,es kommt nicht auf die Hersteller oder Designer beim Messer an sondern auf den verwendeten Stahl.

picture verfasst
von WW-Jagd

Kleiner Hinweis noch:

Restbestände mit der alten und in meinen Augen besseren Klingenform, gibt es im Müllershop aktuell für 185€.

picture verfasst
von Oberjäger

hast Du einen Link @WW-Jagd ?

picture verfasst
von WW-Jagd

@oberjäger

Klar doch:

mueller-messer-shop.de/epa...

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