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GECO Plus - All you need!?

Moin Moin zusammen,

ich und mein jagdverrückter Bruder prüften eine Saison lang, ob das noch relativ neue Verbundgeschoss von GECO wirklich wunschlos glücklich machen kann. Gemäß des GECO Slogans: All you need?
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Das neue GECO-Plus ist ein waschechtes Verbundgeschoss, ähnlich dem Norma Oryx. Der Bleikern ist mit dem Mantel verlötet und sorgt somit für einen guten Zusammenhalt des Geschosses, auch bei Knochentreffern auf schweres Wild. Die außen liegenden Sollbruchstellen im Mantel sorgen für ein gleichmäßiges Aufpilzen bei sehr hohem Restgewicht.

Zunächst ging es auf den Schießstand: Im Vergleich zu den zuvor geschossenen Verbundgeschossen im mittleren Preisbereich gab es in allen Kalibern einen Zuwachs an Präzision. Das GECO-Plus schoss mit 26mm aus der hoch präzisen Blaser R8 meines beängstigend gut schießenden Bruders (Durchschnitt aus 2 x 5 Schussgruppen auf 100m aufgelegt) nicht ganz auf dem Niveau teurerer Verbundgeschosse wie dem Norma Oryx (24mm) und dem RWS EVOLUTION (22mm), aber annähernd. In .30-06 und der .300 Win. Mag. ergaben sich mit 28 und 29mm ähnlich gute Ergebnisse.

Doch jetzt die Praxisberichte: Die Ausschüsse auf Reh- und Schwarzwild sind bei der .308 Win nicht größer als Zwei-Euro-Stücke bei moderater Versulzung durch Hämatome. Ganz besonders interssant war die Testung meines Bruders auf Wildschafe. Er mit dem GECO-Plus mehrere Schafe und Lämmer. Die doch recht schussharten Leckerbissen liefen bei Kammertreffern der GECO-Plus zwar noch wenige Meter aber das bei bestem Wildbretzustand. Ich führte die .30-06 des Öfteren zu Drückjagden und traf auf unterschiedlichstes Wild. Von Frischlingen bis 3b Hirschen kam mir in dieser günstigen Saison eine bunte Strecke vor die Büchse. Bestens geeignet für die Erprobung der GECO-Plus. Auf Sauen aller Klassen gab es die besten Ergebnisse. Wenn es Fluchtstrecken gab, dann mit Ausschuss und ausreichend Schweiß. Lediglich bei den stärkeren Hirschen, die ich auf ungewöhnlich nahe Distanz erlegte, fehlte der Ausschuss. Die Stücke verendeten dennoch augenblicklich in meinem Sehfeld. Die geborgenen Geschosse zeigten auf den ersten Blick, wie es dazu kommen konnte. Die hohe Geschwindigkeit des Geschosses auf unter 50m sorgt für maximales Aufpilzen. Der daraus resultierende Querschnitt macht natürlich das Durchschlagen stärkeren Wildes fast unmöglich. Auf weite Distanzen erhöht sich auch die Ausschusswahrscheinlichkeit.

Die GECO-Plus ist für uns Fleischjäger wie gemacht, ich kann es bestens weiterempfehlen!!!

PS: Ebenfalls getestet, die GECO Express. Dazu später mehr...


Testbericht folgen
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von waldfein

Ich schieße die Geco Plus im Kal. 8x57IS und kann auch in diesem Kaliber die geschilderten Eigenschaften und Erfahrungen bestätigen. Eingesetzt wird die Munition bei mir auf alles von Reh bis Schwarzwild und auf Entfernungen bis ca. 160 Meter, hier machte ich die gleichen Erfahrungen.

Dieser Kommentar wurde zuletzt geändert.
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von Sauer101

Bin ebenfalls sehr zu frieden damit.
Als .308 Win. auf Rehwild wärmstens zu empfehlen.
Gute Ausschüsse und minimale Flucht strecken, wenn überhaupt!
Wildbret Entwertung hält sich ebenfalls in Grenzen, was ich von dem Express Geschoss nicht behaupten konnte, daher auch der umstieg!

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von Alter Schwede

Also ich bin mit der geco plus hoch zufrieden! Vom Elchbullen (1 jähriges Stück) bis zum Reh lag alles in unmittelbarer Nähe. Nur eine sau ging mal 70-80m nach einem Treffer.

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von Jaga-Max

Verwende das Geschoss auch und kann bis auf eine Ausnahme nur positiv berichten. Schussentfernungen bis 220m erfolgreich erprobt und Stücke nahe zu immer im Feuer gelegen.

Der eine dubiose Fall lässt mich immer noch rätseln: sehr alte Reh-Geis auf ca.60m breit beschossen (Kammerschuss).
Darauf hin kein Schusszeichen, gefolgt von unbeeindrucktem davontraben und verhofen am Maisrand auf 130m. 2.Schuss brachte wie gewohnt im Feuer zum Erliegen.
--> Theorie ist, dass das Geschoss auf die kurze Entfernung von ca.60m und das Passieren ohne Knochenkontakt einfach durchgerauscht ist, ohne aufzupilzen.

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von HolzerTom

@Jaga
Das gleiche Problem habe ich mit der Plus im Kaliber 7x64 auch. Unter 50m hat es die Wirkung eines Vollmantelgeschossen. Es ist ein gebondetes Geschoss und daher auch sehr hart. Das gleiche Problem hatte ich aber auch mit der S&B Sierra GK.
Da das Plus mit der einfachen TM sehr gut zusammen schießt, ist in der Kammer immer eine TM (für die kurzen Wege), danach folgt eine Plus. Leise repetieren geht problemlos, besonders wenn das Wild weiter weg ist. Im Wald auf kurze Distanzen nehme ich immer das TM. Das hört sich insgesamt etwas durchgeknallt an, aber ich fahre in Bezug auf Wildbretverlust und Anzahl der Nachsuchen sehr gut.
Die Plus in einem schnellen Kaliber ist die perfekte Mischung aus Feldpatrone mit geringer Wildbretentwertung.

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von HuntingCorner

@Leverman79: Danke für deinen Bericht. Sobald meine Geco Target zur neige gehen, werd ich mir wohl ein paar Packungen Geco Plus holen.

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von Lockjäger

Schiesse die Geco Plus ebenfalls im Kaliber. 308win aus meiner Haenel Jäger 10 und kann nur bestätigen das für mich diese Kombination ein ideales Mittel ist um waidgerecht und Wildbret schonend zu jagen.
Ich bleibe bei der Munition

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von georg

Gibt es weitere Erfahrungen mit der Geco Plus (speziell Kaliber 308 Win.)?
Ich überlege meine Büchse damit einzuschießen, daher würde mich die Wirkung auf Reh, Sau und Raubwild interessieren.

picture verfasst
von sachsi

Ich kann noch einige Erfahrungen dazu beitragen. Ich hab es seit Dezember in Gebrauch, kam bisher allerdings nur bei Drückjagden zum Einsatz. Insgesamt wurden damit 3 Sauen, 1 Kitz und 1 Muffellamm erlegt.
1. Sau (28kg) Treffer in die Wirbelsäule, sofort verendet, Wildbretverlust minimal am Rücken.
Kitz Treffer ein Stück zu weit hinterm Blatt, dadurch Eröffnung des Pansens, Stück verendete nach kurzem Schlegeln am Platz. Zum Wildbretverlust kann ich nichts sagen, da ich es selbst nicht verwertet habe.
Muffellamm kam mit Vorderlaufschuss, ich hatte leider nur eine Sekunde Zeit zum Schuss, da das Rudel sich gerade hinter dem Lamm sammeln wollte. Dadurch leider weich getroffen, Fangschuss auf den Träger im Wundbett war nötig.
2. Sau (60-70kg) zeichnete auf den ersten Treffer, indem sie stehen blieb, sich um die eigene Achse drehte und nach dem zweiten Treffer noch 10m flüchtete und verendete. Treffer beide kurz hinterm Blatt, zum Wildbretverlust kann ich leider auch nichts sagen.
3. Sau (42kg) erhielt die Kugel aufs Licht, verendete dementsprechend sofort. Wildbretverlust genau 0.
Kaliber ist die 8x57IS.
Auf dem Ansitz muss sie sich noch beweisen, bisher bin ich aber recht zufrieden.

picture verfasst
von Jaga-Max

Servus Jägerschaft,
abschließend möchte ich nochmals meine letzten Erfahrungen zur PLUS (7x64) mit euch teilen.

Beim Bergjagdnadel-Schießen, wobei es Disziplinen bis 250m gibt, musste ich zu meiner Freude feststellen, dass die Target und die PLUS bis zu 250m die gleiche Treffpunktlage aufwiesen.
Möchte aber dazu sagen, dass ich vlt auch nur "Glück" mit zwei harmonierenden Laborierungen hatte.

Schwarzwild spricht auch sehr zufriedenstellend auf die Geschosse an.

Zum Thema Wirkung auf Rehwild kann ich bis auf den in meinem vorherigen Kommentar beschriebenen Fall nur positives berichten.

80% lagen im Feuer und die restlichen 20% gingen nicht weiter als 5-40m.
Höhere Schussentfernungen (jagdlich und am Schießstand) stellen auch kein Problem dar, was mich dazu bringt bei der PLUS zu bleiben.

Small
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