RWS SpeedTip Pro (.30-06/10.7g)
Von Matti EL.Punkt am 12. September 2020

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Hallo Geartester. Im Zuge der Neuanschaffung eines feinen Repetierers sollte es auch neuen “Treibstoff“ geben.

Aufgrund einer Empfehlung fiel die Wahl auf die RWS SpeedTip Pro. Das Einschießen, so viel vorweg, war dann mal beeindruckend. 

Nach amtlichen Beschuss ging es dann auf dem Stand einer Schachtel Standmunition (cineshot oder sowas...) an den Kragen. Im Anschluss und nach kurzer Laufreinigung, fanden die RWS ihren Weg ins Patronenlager und die Präzision war für meine Begriffe -TOP-

Nicht das beste Foto, zugegeben, aber dieses eine Loch auf der Karte sind eigentlich 4! (100m, 56cm Match-Lauf von Heym). Das ist mehr, als ich jagdlich ausreizen kann. Wie es sich auf 200 und 300m verhält habe ich noch nicht testen können.

Im jagdlichen Einsatz: 

normalerweise ist die Waffe und somit das gewählte Geschoss, hauptsächlich ein Werkzeug, gedacht für die Ansitzjagd auf Schwarzwild, mit gelegentlichen Einsätzen auf Rotwild und im Sommer zur Rehwildjagd, seltener Damwild. Aufgrund der diesjährigen Fruchtfolge im Revier sind die jagdbaren Wutze zur Zeit kaum anzutreffen, Bachen sind tabu und „Zwergferkel“ will ich nicht... also beschränkte sich der erste Einsatz auf ein Stk. Damwild und sonst mehrere Rehböcke...

Da kommen wir auch schon zur Thematik, bzw. Problematik: ein Knieper mit Litze im Geweih wurde als Hegeabschuss erlöst. Hier, beim ersten Stück Wild mit neuer Waffe und Munition, keimte Hoffnung, genau die richtige Wahl getroffen zu haben; Rumms-um! Stück stand breit auf 50m, Blattschuss ohne nennenswerten Knochentreffer. Fluchtstrecke 0! Vielversprechend...

Gut,  ein Einzelergebnis ist wenig aussagekräftig. In den weiteren Tagen gesellten sich dann „nur“ noch Rehböcke Zu meiner Strecke. Und hier kommen wir zur eigentlichen Thematik. Sie fallen nicht! 6 Stück mit einer durchschnittlichen Fluchtdistanz von über 25m! Das ist mir zu viel für Rehwild! Ich bin es eigentlich gewohnt, von der TUG, der Lapua mega und später auch von Barnes und HIT, dass die Stücke im Normalfall im Knall liegen und verenden. Bei den bleifreien kamen dann schon mal Fluchten von 10-20m hinzu, aber das alle noch laufen und der "kleinste" noch rund 60+ Meter ging, freut höchstens meinen Dackel, mir ist es nicht geheuer...

Ich vermute mal, dass das Geschoss auf den verhältnismäßig kleinen Wildkörpern der Rehe nicht wirklich wirken kann, also seine Energie garnicht abliefert wo sie hingehört. Das ist, dessen bin ich mir bewusst, nach der geringen Anzahl der Stücke, noch wenig repräsentativ aber die erste Schachtel war ja als Test gedacht, um einfach Tendenzen sehen zu können und dann zu entscheiden, ob ich auf dieses Produkt umsteige.

Achja, die Schussentfernungen lagen allesamt bei 40-100m und ich habe durchweg auf Blatt geschossen, also den berühmten Daumen hinter der Schulterpartie, aber noch deutlich vor „grün“

Ob es daran liegt, dass das Geschoss zu hart ist, oder zu schnell fliegt? -Das kann ich nicht beurteilen, jedoch hilft mir die tolle Präzision nicht wirklich, wenn die Wirkung nicht entsprechend ist. Womöglich harmonieren auch Lauf und Mun. einfach nicht miteinander, hat man ja auch schon gehört, dass es sowas geben soll. Mir fehlt jetzt noch die Erkenntnis zur Wirkung bei Schwarzkitteln der 20-40kg Klasse, die eigentlich meine überwiegende Beute darstellen. Die mir noch verbleibenden 7 oder 8 Murmeln werde ich noch einsetzen, wenn nächsten Mond oder spätestens zum Ende des Oktobers, die Wutze zurück sind. Vielleicht haben sie dort ja eine umwerfende Wirkung, wie bei dem Damhirsch zum Auftakt. Nichtsdestotrotz habe ich mir bereits eine Schachtel (mal wieder auf Empfehlung, aber aus erster Hand) Hornady Superformance SST in 11,7g bzw. 180 grs besorgt. Einfach auf das altbewährte zu setzen, ist natürlich keine Option ;-)

Was ich übrigens sehr gut finde, sind die RWS Munitionsschachteln und vor allem die Kunststoff-Etuis 

Die werde ich in jedem Fall behalten und nutzen...

Insgesamt fällt mein Fazit zum jetzigen Zeitpunkt eher durchwachsen aus. Ohne aktuell wirklich ausreichende Erkenntnisse zur Wirkung auf Wild oberhalb der 30kg-Klasse zu haben und stattdessen nur eine positive Vermutung (aufgrund einer Erfahrung mit einem Stück Damwild, 55kg) muss ich leider sagen, dass mir persönlich die Wirkung auf Rehwild absolut nicht reicht. Ich werde hier ein Update geben, wenn die  Sauen liegen und die Schachtel aufgebraucht ist. Trotz der tollen Präzision werde ich mir -Stand jetzt- keine weiteren Patronen dieses Typs für meine aktuell betriebene Jagdart zulegen. 

+ Präzision, Rückstoß, Mündungsfeuer, praktische Kunststoff-Etuis

- Wirkung auf schwächeres Wild



Vielleicht hat jemand ähnliches beobachtet oder völlig abweichende Erfahrungen gesammelt?

Waidmannsheil 




Update (November): nach weiteren Stücken Schalenwild hat sich der Anfangsverdacht leider bestätigt, etwas größere Stücke, also alles über 35 Kilo (Hirsch, Kalb & Tier) liegen relativ zufällig im direkten Umkreis des Anschusses. Die Sauen mit 20-35kg kommen zwar schneller zur Strecke als beispielsweise Rehwild, aber auch hier sind Fluchten eher die Regel. Da ich im Regelfall nicht auf extreme Distanzen jage und auch geringeres Schalenwild zuverlässig strecken will, werde ich von dieser Munition nicht weiter Gebrauch machen.  

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Kommentare

Jack

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