Enno Nimrod‘s Dachsgulasch
Von Enno Nimrod am 22. März 2020

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Da das Ernährungsspektrum vom Dachs dem des Wildschweins sehr ähnlich ist, spricht nichts gegen eine Verwertung von Grimmbart in der Küche. Trichinenprobe nicht vergessen!!

Früher galt der feiste Oktober Schmalzmann als "Schweinsdachs" und der, nach dem Winter, magere, als "Hundsdachs" und stand ganz normal auf der Speisekarte.

Für zwei bis vier Personen
Dauer: ca. drei Stunden

Zutaten
Zwei Dachskeulen (Rücken und Blätter gehen natürlich auch, ist aber nicht so viel dran)
Drei Paprika
Vier Zwiebeln
Ein Glas Tomatenpaprika
Eine Flasche Rotwein
Zwei Gemüsebrühwürfel
Salz, Pfeffer, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter
500g Spätzle

Das Fleisch vom Knochen und den Feist vom Fleisch lösen. Der Feist (Fett) ist Geschmacksträger, aber leider nicht zum Vorteil von Grimmbart und muss daher so gut wie möglich entfernt werden. Dieser kann für Dachsfett verwendet werden. Das beschrieb ich in einem eigenen Artikel.

Paprika und Zwiebeln würfeln.

Das Fleisch zusammen mit den Zwiebeln in einem Topf anbraten.

Dann die Paprika und die abgetropfte Tomatenpaprika dazugeben und das ganze mit heißem(!) Wasser ablöschen. Bei kaltem Wasser kann das Fleisch zäh werden.

Die Gewürze und die zwei Gemüsebrühwürfel dazugeben und gut umrühren.

Jetzt etwas von dem Rotwein dazu geben.

Das ganze sollte jetzt ca. drei Stunden köcheln und immer wieder etwas Rotwein dazu gegeben werden, damit es nicht anbrennt.

Nach drei Stunden und einer Flasche Rotwein sieht es dann ungefähr so aus.

Die Spätzle aufsetzen, abgießen und zusammen mit dem Gulasch servieren.

Guten Appetit

Einfach lecker

PS: Man kann natürlich auch anderes Fleisch verwenden.

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Kommentare

Gerald Auer

Mir habens mal erzählt der dachs gehört gewässert nach dam abschwarten. Also dachs in einen kübel rein, schlauch rein und über nacht ausgespült bzgl geruch usw.... Kann das wer bestätigen?
Würd auch gern mal dachsfleisch essen.
Von wo entnehmt ihr die trichinenprobe?

Mfg

Enno Nimrod

Hallo Herr Auer,

nein, dass mit dem Wassern kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Entscheidend für den Geschmack, ist das entfernen des Feistes. Vom Wässern habe ich nur in Verbindung mit Fuchs (in Deutschland verboten!) aus der Schweiz gehört.

Die Trichinenprobe wird genauso wie beim Schwarzwild entnommen wofür wir ja im Rahmen
der Schulung zur „kundige Person“ ausgebildet wurden.

Probieren Sie den ruhig mal und Sie werden überrascht sein, wie gut dieser Schmeckt.

Waidmannsheil

Gerald Auer

An welchet stelle? Zerchfellpfeiler?

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