SAFARILAND® 6377 ALS/STX Gürtelholster und grundsätzliches über Safariland
Von Hellbert am 7. November 2015

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Was wollte ich?
Ein Holster für die Jagd. Die Waffe sollte gut zieh und wegsteckbar sein. Weiter sollte das Holster einen Schutz gegen Verlust, insbesondere durch Zugriff anderer und im Gelände (Büsche etc.) vorhanden sein.

Beschafft wurde:
SAFARILAND® 6377 ALS/STX Gürtelholster.

Vorne weg: Ich bin ein Safariland-Fan. Ich habe schon seit Jahren Holster der Firma und sie haben mich nie im Stich gelassen.
Das Holster besteht aus Kunststoff und wir mittels einer Gürtelschlaufe am Gürtel befestigt. Diese Schlaufe ist austauschbar, sodass das Holster in verschiedenen Positionen getragen werden kann. Es kann auch an Molle-Westen befestigt werden, wobei dafür jedoch entsprechenden Halterungen gekauft und angebracht werden müssen. Standartmäßig ist eine Befestigung für einen Gürtel angebracht.
Im Holster wird die Waffe durch zwei Mechanismen gegen herausnahmen/herausfallen geschützt. Die erste Sicherheitsmaßnahme ist der Ziehwiederstand, der schlicht durch Reibung der Holsterinnenfläche an der Waffenoberfläche entsteht. Gesteuert werden kann dies durch eine Schraube.
Die zweite und wesentliche Sicherung ist ein Sperre, die beim Einführen der Waffe in das Holster greift. Mechanisch erfolgt dabei automatisch eine Blockierung der Waffe im Bereich des Patronenauswurfs. Zum Sichern der Waffe muss dabei keine weitere Aktion erfolgen. Es muss kein Schalter oder ähnliches betätigt werden. Safariland bezeichnet diese Sicherung als ALS (Automatic Locking System) und ist bei verschiedene Modelle auch in Kombination mit anderen Sicherungen erhältlich
Die ALS-Sicherung wird mit dem Daumen deaktiviert. Dieser kann bequem erreicht werden, wenn man das Griffstück der Waffe umfasst. Sie ist so gelegen, dass sie nur schwerlich durch dritte Gestrüpp oder ähnliches gezogen werden kann.
Durch die mechanische Blockade kommt es aber dazu, dass die Brünierung im Bereich des Patronenauswurfs und der Kammer zerkratzt wird. Bei einer anderen Waffe hat es jedoch knapp 3 Jahre gedauert, bis kleinere Flächen verkratzt wurden.
Das Holster ist weiter in verschiedenen Farben erhältlich, wobei diese selten auf Lager sind. Dann muss extra bestellt werden, was zwar auch geht, aber dann sind Umtausch und Rückgaberecht eingeschränkt.
Bisher einzige Bezugsquelle mit umfangreichem Sortiment ist die Cop Shop GmbH, wo man zwar auch als Privatmann bestellen kann, dann aber den vollen Preis bezahlen muss.
Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass man sich schon mit dem Holster vertraut machen sollte. Die Bedienung ist zwar recht intuitiv und simple, aber man muss es zumindest kurz trainieren.

Fazit:

Pro:
  • Gute Sicherung der Waffe
  • Trägt nur mäßig auf
  • Erhältlich für die meisten gängigen Pistolen (wohl auch Revolver)
  • Pflegeleicht
  • Umfangreiches Zubehör und Befestigungsmöglichkeiten
  • Gutes Preisleistungsverhältnis
  • Intuitive Bedienung
Contra:
  • Wenige Händler
  • Im Vergleich zu anderen Holstern hoher Preis
  • Für „Neulinge“ ungewohnte Bedienung
  • Trägt mehr auf als ein Nylon/Leder/sonstiges Stoffholster
Bin ich zufrieden?
Wie schon gesagt, ich bin ein Safariland-Fan. Für mich sind das die besten Holster auf dem Markt. Nicht umsonst sind sie bei vielen Polizeibehörden und beim Militär in Verwendung. Und das ist tatsächlich so und kein Werbeversprechen alla „Total Tactical“. Besser kann man seine Waffe nicht am Mann tragen.
Die Modell-Palette von Safariland ist riesig. Es gibt auch Holster, bei denen auch der Bereich des Hahns verdeckt ist. Falls das bei diesem Holster jemanden stört.

Nachtrag zum Safarilandholster

Wie gesagt ist die Palette von Safarilandholstern sehr groß. Ich würde dazu raten. Sich bei www.cop-shop.de einfach einen Katalog zu bestellen oder sich online Anzusehen. Dort findet man alle Modelle etwas übersichtlicher und kann sich über die verschiedenen Sicherungssysteme und wie sie gelöst werden informieren.

Prinzipiell gibt es zwei Arten von Holstern von Safariland
Die offene Trageweise und die verdeckte Trageweise.
Die Unterschiede liegen häufig darin, dass die verdeckt zu tragenden enger anliegen, damit aber häufig aber auch schnell unangenehm werden.

Weiter gibt es zwei wesentliche Sicherungen, die sowohl zusammen als auch getrennt auftreten können. Das ist einmal das vorgestellte ALS (Automaic Locking System) und dann das SLS (Self locking system).
Ist im Holster nur ein SLS-System vorhanden, muss nach dem zurückstecken der Waffen in das Holster noch manuell die Sicherung vorgeschrieben werden, damit die Waffe sicher ist. Bei Safariland ist das in der Regel ein bogenförmiger Plastikstreifen. (Bild 6 bis 10)
Bei Holstern mit ALS und SLS greift beim Holstern direkt das ALS-System, was die Waffe im Holster sichert. Zusätzlich kann man dann noch das SLS aktivieren. Damit dürft die Waffe unter keinen Umständen mehr durch Zufall aus dem Holster fallen.

Neuerdings gibt es auch noch eine Grip-Sicherung, die beim Ergreifen des Griffstückes deaktiviert werden soll. Ich hatte so ein Holster nie in der Hand und bin alleine schon von der Beschreibung her, nicht davon begeistert.

Trageweisen am kennt Safariland grob gesagt insgesamt vier:

High -> Die Mündungsspitze liegt etwa auf Höhe des Gürtels
Middle -> Der Gürtel verläuft etwa in der Mitte der Waffe
Dropped -> Das Griffstück der Waffe liebt knapp an der unteren Grenze des Gürtels
Tactical -> Oberschenkelholster

Am insgesamt angenehmsten empfand ich die Dropped-Version. Allerdings hätte ich dann zu dem vorgestellten Holster noch einen neuen Steg kaufen müssen.
Zum besseren Verständnis habe ich noch Fotos von zwei Holstern eingestellt. Diese sind für die Heckler und Koch USP Compact ausgelegt.
Es handelt sich um ein SAFARILAND® 6360 ALS/STX Dienstholster, montiert auf einem Tactical Steg.
Sowie ein SAFARILAND® T 6355 ALS(TM), montiert auf einem Dropped Steg.
Hier zeigt sich auch der Vorteil der UBL-Bohrungen (Standartisiert). Beim Kauf waren die beiden Holster nämlich jeweils auf dem anderen Steg montiert. Die Ummontage war unproblematisch.

Wenn man sich für den Kauf entschließt sollte man zwei Sachen im Hinterkopf behalten
.
1. Die Holster sind teuer
2. Die Holster sind für Polizei und Militär ausgelegt

Leute die diese Holster in der Regel Benutzen, ziehen ihre Waffen auch ab und zu. Und darauf ist das Holster ausgelegt. Als Jäger und nicht Berufswaffenträger kann das Tragegefühl eine völlig neue (unerwartete) Erfahrung sein.

Ganz neu sind nun die 7TS Holster. Dabei sollte man sich aber nicht irritieren lassen. Es handelt sich nur um das neue Oberflächenmaterial der Holster. Die Funktionen bleiben die Selben.

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