1 Winter mit dem Thermostiefel Meindl Sölden
Von jagd_osterzgebirge am 9. April 2016

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Hallo Geartester,

der Winter ist ja meteorologisch seit einer Woche vorbei und in Deutschland wird Frühling. Die Temperaturen steigen wieder und alles wird grün. Zuvor hatten wir aber einen sehr wechselhaften Winter durchzustehen, in dem ihr und ich sicherlich viel gejagt haben. Ich habe allerdings das Problem, dass wahrscheinlich die meisten von euch auch kennen: kalte Füße. Ab 5° und allem darunter lasse ich deshalb meine normalen Stiefel im Schrank und hole die Sölden-Thermostiefel von Meindl raus.



Warum aber habe ich mich gerade für diese entschieden?


Nun ja, zum einen musste etwas gegen kalte Füße her, zum anderen sollte es nicht zu teuer sein. Die weltbekannte eierlegende Wollmilchsau musste her. Bei meiner Suche bin ich dann auf die Stiefel gestoßen. Von Meindl hat schon jeder mal was gehört und für der Preis war echt genial.

Also hab ich mir die Stiefel mal bestellt und anprobiert. Ich hab mich direkt wohl gefühlt und konnte den ersten Ansitz mit ihnen kaum erwarten. Als dann der Mond wieder kam und der Schnee lag, ging es endlich raus und ich muss sagen, ich bin bisher wirklich zufrieden mit den Schuhen. Ich gehöre zu denen, die mit dem Auto nur so weit ins Revier fahren wie nötig, den Rest lege ich gern zu Fuß zurück. Mit solchen Stiefeln ist das natürlich nicht mehr ganz so einfach, man muss sich an das Gefühl erst etwas gewöhnen, was aber nach einiger Zeit geschafft ist. Was ich bei der Pirsch zum Ansitz mit dem Stiefeln als sehr positiv empfunden habe ist, dass sich nach kurzer Zeit schon die Wärme in den Stiefeln sammelt, die Füße nochmal warm werden und die Wärme auch einige Zeit in den Stiefeln isoliert wird (leider habe ich nie auf die Uhr geschaut wie lange, aber zumindest bin ich nie mit Eisklötzen nachhause gefahren).

Ich persönlich ziehe in die Schuhe zwei Paar Funktionssocken. Als erstes die Jagdsocken von Meindl (http://www.frankonia.com/Jagdsocke/Meindl/Ansicht.... und darüber die schon von mir vorgestellten Rusky-Socken von Deerhunter (http://www.geartester.de/s/categories/72/stories/1... Wie ihr euch jetzt schon denken könnt, sollte man die Schuhe in diesem Fall größer kaufen. Ich trage normalerweise 44, habe die Stiefel aber in der 46 gekauft. Das war eine gute Wahl, denn trotz 2 Socken und 2 Unterhosen im Stiefel, fühlte ich mich noch nie eingeengt. Ich fühle mich in ihnen pudelwohl.

Ich ziehe dann meine Rusky-Hose von Deerhunter über die Stiefel, was perfekt passt. Ich ziehe den Gummizug drüber und so kommt keine Kälte mehr von unten hinein. Dadurch wird natürlich der untere Teil der Beine etwas steifer, aber wie gesagt: man gewöhnt sich dran. Genauso gewöhnt man sich an das Fahren damit. Ich ziehe die Stiefel schon zuhause an und fahre dann die 20 Minuten ins Revier damit. Anfangs fühlt sich das komisch an, aber ich persönlich mag es nicht, im Revier nochmal die Schuhe zu wechseln.

Zum Aufbau der Schuhe

Der Stiefel besteht aus zwei Teilen: Außen- und Innenschuh. Der Innenschuh ist herausnehmbar und kann auch solo, z.B. als Hausschuh getragen werden. Dazu trägt vor allem auch die feste Gummisohle bei.





An der Vorderseite hat der Schuh einen Klett, um die Weite zu regulieren. Das hab ich einmal gemacht und seitdem passt es.

Ohne Innenschuh sieht der Schuh so aus:



Im Innenschuh befindet sich wunderbar weiches Futter aus Thermovlies.



Ich lasse die Innenschuhe immer drin und schlüpfe dann so in den Schuh, das hat sich für mich am komfortabelsten erwiesen.

Die Schuhe bestehen äußerlich aus Bergrindleder, der untere Teil besteht aus Gummi. Der Innenschuh besteht aus Wolle, ist wie gesagt mit Thermovlies gefüttert und es ist eine Aluminiumfolie eingearbeitet.

Der Schuh ist für Männer in den Größen 40 - 47, für Frauen gibt es ein extra Model (Meindl Sölden Lady, erkennbar an dem hellen Leder am Schaft) in den Größen 37 - 41. Ein einzelner Schuh wiegt in Größe 46 1200g. Zu bekommen sind die Stiefel ab 70 Euro, man findet bei Google schnell das beste Angebot.

Wie fällt nun mein Fazit aus?

Ich habe die Schuhe den ganzen Winter getragen und habe mich dann gegen Ende und mit zunehmenden Vertrauen auch mal bei Wind auf offene Leitern gewagt. Am Ende habe ich mehr am restlichen Körper gefroren, als an den Füßen. Die Verarbeitung ist gut und man bekommt einen soliden Schuh für sein Geld. Natürlich können höherpreisige Schuhe manchmal mehr und halten vielleicht auch noch etwas besser warm, aber für den Jungjäger wie mich oder einfach preisbewusste Jäger ist der Meindl Sölden genau das richtige. Für mein Empfinden erfüllen sie ihren Job sehr gut und ich werde sie mit Sicherheit noch einige Jahre nutzen.

Von mir gibt es daher eine klare Kaufempfehlung. Der nächste Winter kommt bestimmt! Weidmannsheil!

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Kommentare

Waidmann

Danke für deinen Bericht. Ich habe aktuell die Stiefel von Reck im Gebrauch. Suche aber noch nach einem Winterschuh. Werde mir den Schuh im Laden mal anschauen.

Ich habe das Problem, dass ich immer recht schnell schwitze, wenn ich längere Strecken laufe. Ende vom lied sind dann immer sehr schnell kalte Füße ...

jagd_osterzgebirge

Das Problem hab ich teilweise in normalen Socken auch. Ich hab eine Weile gebraucht, die oben beschriebene Kombination zu finden und kann in dem Zusammenhang die Jagdsocken von Meindl uneingeschränkt empfehlen, die leiten die Feuchtigkeit perfekt ab und halten die Wärme am Fuß.

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