Sauenkreisel
Von Jagd-Team Nordschleswig am 18. Januar 2020

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Wer Sauen im eigenen Revier erlegen will, kommt um eine Kirrung nicht herum. Nur so kann man die Sauen gezielt an eine Stelle locken, um sie dann im Winter beim Mondansitz zu erlegen. Daher haben wir über die Jahre mehrere Hersteller von Kirrtrommeln, Futterkegeln und Sauenkreiseln im Revier getestet.

Bei der Auswahl der Trommel gibt es verschiedene Dinge zu beachten. Der Behälter sollte z. B. Löcher aus Metallösen besitzen, damit er vor Mäusen, Ratten oder Eichhörnchen sicher ist. Die kleinen Nager haben die Löcher ansonsten sehr schnell vergrößert, um an das Kirrmaterial zu gelangen. Außerdem sollten die Löcher der Trommel nicht direkt auf dem Grund liegen, da sonst das Kirrmaterial durch Feuchtigkeit beeinträchtigt wird oder die Löcher durch Druck und Schlamm verstopfen können. Auch der Verschluss sollte so beschaffen sein, dass das Wild den Behälter nicht öffnen kann. Zuletzt sollte die Befestigung (Erdspieß oder Anker) durch eine Verdrehsicherung oder einem Karabiner ausgestattet sein. Hier muss geschaut werden, dass sich die Leine bzw. das Stahlseil des Behälters nicht verdrillen oder aufwickeln kann.

Wir haben bei uns im Revier einen Sauenkreisel, der durch Gehetec und Fritzmann vertrieben wird. Dies ist ein Kreisel, der unsere Anforderungen erfüllt und noch einiges obendrauf setzt. Der Sauenkreisel hat ein Volumen von 20 Litern. Dieses Volumen ist ausreichend, da je nach Ländervorgabe genügend Kirrmaterial, aber auch nicht übermäßig ausgebracht werden kann. Die Anzahl der Löcher sind so gewählt, dass die Sauen sich gut damit beschäftigen müssen und die Verweildauer an der Kirrung nicht zu kurz ist. So hat man genügend Zeit ein passendes Stück anzusprechen.

Die Löcher sind zum Schutz gegen Nager mit rostfreien Metallösen verstärkt. So ist es ihnen unmöglich, die Löcher zu vergrößern. Der schraubbare Deckel ist durch zwei Schrauben mit einer Arretierung versehen. Diese verhindert das versehentliche Lösen des Deckels.

Der Deckel ist gleichzeitig als Trichter zu nutzen. Ohne ihn zu lösen kann man das Kirrgut in die Trommel füllen. Die Trichteröffnung ist mit einem Blech zum Verdrehen versehen.

Der Sauenkreisel wird mit einem Bodenanker und einem Seil ausgeliefert. Der Bodenanker ist für normale Bodenverhältnisse völlig ausreichend. Bei feuchtem oder Moorboden können die Schwarzkittel den Anker schon mal herausziehen. Hier empfiehlt sich ein Telleranker, der in den Boden hineingedreht wird. Beim Kirren sind die jeweiligen Landesvorgaben für die Kirrmenge zu beachten.

In den meisten Bundesländern ist die Kirrtrommel das Non plus ultra, da sichergestellt wird, dass nur Schwarzwild an das Kirrgut kommen kann. Der Sauenkreisel wurde bei uns sehr gut vom Schwarzwild angenommen und den Anforderungen entsprechend genügend Kirrmaterial ausgebracht.

Der Sauenkreisel kostet bei www.gehetec.de  69,90 €. Fritzmann vertreibt den Sauenkreisel über den Jagdausstatter vor Ort.

Ich nutze den Sauenkreisel schon seit Jahren und es ist im Revier noch keiner defekt oder verschlissen. Die Qualität ist ausgezeichnet und ich bin bis heute überaus zufrieden mit der Wahl.


Waidmannsdank

Jagdteam Nordschleswig

Andreas Jordt

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Jagd-Team Nordschleswig
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Kommentare

naturnah

Schöner Bericht.
Allerdings kann ich den ersten beiden Sätzen absolut nicht zustimmen. Eher stellt es einem jeden Jäger ein Armutszeugnis aus, wenn ohne Kirrung keine Sauen erlegt werden können.

Jagd-Team Nordschleswig

Nicht jedes Revier ist so gelegen, dass die Sauen reichlich vorkommen. Gerade die Feldreviere ohne Einstände sind hier nicht so bevorteilt.
Zudem muss dann beim Nachtansitz auch geschaut werden welche Sau zu strecken ist. Dies kann man dadurch erlangen dass die Sauen sich beschäftigen müssen.
So kann man gezielt die Sauen ansprechen und erlegen.

Jay Ell

Wie habt ihr es geschafft, dass die Sauen den Kreisel tatsächlich annehmen?

Jagd-Team Nordschleswig

Das hatten die Sauen relativ schnell raus. Den Mais hatten wir zu Anfang mit Lockmittel versehen (https://www.geartester.de/articles/3884) .
Bei diesem Kreisel bleibt auch immer ein kleiner Rest Mais drinnen, dadurch versuchen die Sauen es immer wieder.

Aloisius

Genau diese Kirrtrommel liegt seit 2 Jahren im Revier und keine Sau geht dran. Klar hab ich den Mais immer wieder gewechselt und auch mit diversen Lockstoffen versehen. Keine Chance. Die Sauen sind da, wie die Kamerabilder und auch die Abschüsse zeigen. Aber leider nehmen sie die Trommel nicht an.
Die Sauen wollen lieber dem natürlichen Wühltrieb nachkommen und den Mais aus dem Boden graben. Daher mache ich mit dem Wiedehopf Löcher und vergrabe den Mais....dauert länger....funktioniert aber.

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